Wirtschaftsteil: Seen und Flüsse

Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 295 – Flüsse und Seen

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten von Maximilian Buddenbohm.Ab und zu fällt auf, welche manchmal irre komplizierten Prozesse hinter den Zahlenangaben in den Medienberichten zu unseren Themen stehen. Denn irgendwer muss das alles ermitteln.

Nehmen wir als Beispiel die Berechnung der Fläche der weltweiten Flüsse, das ist doch mal eine schöne berufliche Herausforderung. “George Allen und Tamlin Pavelsky von der University of North Carolina haben sich jetzt mit Hilfe von knapp 7400 Satellitenbildern und den Daten von 3700 Pegelstationen an diese Aufgabe gemacht und das Ergebnis in »Science« publiziert. Und sie kommen auf ein beeindruckendes Resultat: 773 000 Quadratkilometer der nicht vergletscherten, festen Erdoberfläche werden demnach von Fließgewässern eingenommen.

Von den weltweiten Flüssen zu den deutschen, die sind ein wenig belastet, z.B. mit Düngemitteln: “Die Wasserqualität der Flüsse und Seen in Deutschland ist im europäischen Vergleich äußerst schlecht. Vor allem ein hoher Nährstoffeintrag und übermäßiger Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sorgen laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) für mieses Wasser.

Oder sie sind mit Keimen belastet. Aber nicht nur mit irgendwelchen, beim NDR wurde das „Super-“ davorgesetzt. Da guckt man genauer hin: “Klar war zwar bislang, dass Antibiotika-resistente Erreger in der Umwelt zu finden sind und sich dort ausbreiten können. Wie stark Gewässer belastet sind, ist allerdings weitgehend unbekannt, da es bislang keine systematischen Kontrollen auf solche Erreger gibt.

Unser steter Versuch, mit guten Nachrichten zu enden. Er driftet heute leider wieder in den Zynismus ab und wir müssen erst von Flüssen zu Seen wechseln. Auch wenn die Wasserqualität für das Ökosystem eines Gewässers nicht mehr gut genug ausfällt, auch wenn Fische und Wasserpflanzen verschwinden – man kann vielleicht dennoch hineinspringen und fröhlich darin herumschwimmen (in den Freibädern geht das ja nicht mehr). Der Spiegel erklärt, warum das kein Widerspruch ist: „Für Sie als Badende ist es ja erst einmal nicht von Belang, ob bestimmte Fischarten nicht mehr im See schwimmen – für die ökologische Qualität aber schon.

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten und Blogs von Maximilian Buddenbohm, diesmal zum Thema Flüsse und Seen.

Foto: Fotolia

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