Der Bankspiegel 2019 / 2

Der Bankspiegel 2019 / 2

Jetzt ist die Zeit der Megafone! Ob es ums Klima geht, um industrielle Landwirtschaft oder um bezahlbaren Wohnraum: In vielen Bereichen ist die Politik kaum mehr handlungsfähig. Darum sind die vielen Demonstrationen und Aktionen derzeit so wichtig. Bürger*innen und auch Unternehmen müssen ihre Stimme erheben. Für die Natur und für die kommenden Generationen.

Falk Zientz Klimastreik

Aber jetzt ist auch die Zeit, genauer hinzuschauen und nachzudenken. Was bringt die Welt wirklich voran? Was sollte Priorität haben und was nicht? Wie können wir von kleinen Projekten zu einer größeren Wirksamkeit kommen? Dabei treten immer stärkere Widersprüche zutage: So fordert eine Studie zur Geburtenkontrolle auf, da Kinder schlecht fürs Klima seien. Gleichzeitig ist es aber gerade den Kindern gelungen, den Klimaschutz auf die politische Agenda zu bringen. Eine andere Studie besagt, dass der ökologische Fußabdruck im sozial-ökologischen Milieu besonders schlimm sei, weil viel gereist wird und die Wohnungen überdurchschnittlich groß sind. Gleichzeitig lebt aber gerade dieses Milieu vor, dass ein Leben im Einklang mit unserer Mitwelt echt attraktiv sein könnte. Auch wenn wir dazu erst noch unsere Gesellschaft umbauen müssten — womit wir wieder bei den Megafonen sind.
Solche Widersprüchlichkeiten greifen wir in diesem Heft auf. Wir erzählen bunte Geschichten aus der großartigen GLS Community und stellen dabei stets die Frage: Was wirkt wirklich?

Viel Spaß dabei wünscht
Falk Zientz, Chefredakteur

Inhalt des Bankspiegel 2019 / 2, Heft 236:

Was hat grüner Lifestyle mit Nachhaltigkeit zu tun? (Seite 4/5)
Kooperation macht‘s möglich: Solar-Schiffe für Berlin (Seite 6/7)
Richtig rechnen: Dies lernen globale Player von einem Demeter-Gärtner. (Seite 8/9)
Die Bambuszahnbürste, der grüne Diktator oder die Ökonomie: Wer rettet die Welt? (Seite 10/11)
Vom Box-Klub für Mädchen zum internationalen Thinktank (Seite 12/13)
Solidargemeinschaften für Bildung — jetzt auch in Afrika (Seite 14/15)
„Unfuck economy“, sagt der Kondomhändler einhorn. (Seite 16/17)
Mit Aktivist*innen in Behinderteneinrichtungen: Heim oder nicht Heim? (Seite 18/19)
Praktische Tipps für politisches Engagement und Alltagsökologie (Seite 20/21)
Die Klimakrise lässt sich nicht privat lösen. (Seite 30 – 33)
Die Mobilitätswende kommt vernetzt oder gar nicht. (Seite 34/35)
Bürgerräte: Neue „Krafträume für Demokratie“ (Seite 36/37)

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