Eine empowernde Erfahrung – Mentoring mit Aysel Osmanoglu

Eine empowernde Erfahrung – Mentoring mit Aysel Osmanoglu

Vor einem halben Jahr gab es in dem Magazin EMOTION einen besonderen Aufruf: „Lerne, mit dem Herzen zu sehen, und werde Mentee von Aysel Osmanoglu“. Zahlreiche Frauen aus ganz Deutschland bewarben sich für das Mentoring-Programm bestehend aus bis zu drei Videotreffen mit der Vorständin der GLS Bank. 

Die Entscheidung fiel auf Sophie aus Frankfurt, 32 Jahre alt, Strategin in einer Beratungsagentur für New Work, Innovation und Strategie. Zwei von drei Treffen haben bereits stattgefunden – Zeit für ein kurzes Interview mit Sophie, wie es ihr ergangen ist und welche neuen Perspektiven sich für sie eröffnet haben.

GLS Bank: Liebe Sophie, erzähle uns kurz von dir, was machst du beruflich und wie kam es zu deiner Bewerbung für das Mentoring-Programm?

Sophie: Ich bin 32 Jahre alt, arbeite in Darmstadt bei einer kleinen Beratung im Bereich New Work, Teamentwicklung und Strategie-Prozesse. Wir beschäftigen uns mit so spannenden Themen wie Einführung einer Urlaubsflatrate, gleiche Gehälter für alle Mitarbeiter*innen und vielem mehr, also echt fancy Zeug. Es macht Spaß, dort zu arbeiten, dennoch frage ich mich, welche anderen Themen es noch gibt und wo es langfristig für mich hingeht. In meinem Kopf ist ein Dschungel von Themen und Ideen, wie finde ich mich da zurecht? Ein Kollege, der mich gut kennt, entdeckte das Mentoring auf LinkedIn und meinte: Sophie, da musst du dich bewerben. Dann habe ich sehr lange nichts gehört, denn die Mail mit der Zusage landete im Spam-Ordner. Irgendwann bekam ich eine Nachricht von Aysels Assistentin, dass wir nun endlich mal einen Termin ausmachen sollten. Das war wirklich eine Überraschung.

GLS Bank: Wie und wo hat dann die Begegnung mit Aysel stattgefunden? Wie ging es dir dabei?

Sophie: Im Juni fand unser erstes Treffen statt. Wir haben uns per Online-Konferenz verabredet und ich war im Vorfeld furchtbar nervös. Ich habe dann sehr viel geredet und Aysel meine 35 Ideen geschildert, was ich alles tun könnte, welche Möglichkeiten es gibt und wo ich Chancen sehe. Ich hab wirklich sehr lange geredet und als ich mit den 35 Ideen fertig war, meinte Aysel: Du hast viele gute Ideen. Aber welches Problem ist es, das du mit deinen Ideen lösen willst?

GLS Bank: Schöner Satz. Was hat dieser Satz mit dir gemacht?

Sophie: Das hat mich im ersten Moment stutzig gemacht. Aber es war dann so ein Aha-Moment, in dem ich dachte: Hey, richtig. Was ist eigentlich mein Problem? Mir ist klar geworden, dass es mir an Orientierung fehlt. In unserem zweiten Termin, der dann bei euch in Bochum stattgefunden hat, haben wir verschiedene Coaching-Übungen gemacht, das war sehr hilfreich. Es ging um Fragen wie: Wo stehe ich, wo will ich hin? Was wäre, wenn es gut wäre? Was wäre, wenn es perfekt wäre?

„Aysel hat sich am Nachmittag noch eine zusätzliche Stunde Zeit genommen. Am Ende des Tages bin ich mit einem klaren Gefühl nach Hause gefahren – ich weiß jetzt, wofür mein Herz schlägt.“

GLS Bank: Das freut mich. Klingt nach einem perfekten Match. Was war denn der für dich der eingängigste Moment des Mentoring? Was ist dir ganz besonders hängengeblieben?

Sophie: Bei unserem ersten Video-Meeting hat Aysel zu Beginn gesagt: „Ich möchte zuerst deine Energie wahrnehmen.“ Dann hat sie mich eine Minute angeschaut und nichts gesagt. Das fand ich schon sehr besonders. Und bei unserem letzten Treffen meinte sie, dass ich das nächste Mal Wachsmalstifte mitbringen soll (Sophie lacht).

GLS Bank: Was nimmst du nun für dich und deinen weiteren Lebensweg mit?

Sophie: Es war für mich unglaublich bereichernd zu sehen, dass auch Aysel mit manchen Dingen hadert – und das in ihrer Position! Ich weiß nun: Ich bin damit nicht allein. Die Fragen, die mich beschäftigen, sind unabhängig vom Alter und der Karrierestufe. Man muss lernen, innezuhalten und sich zu fragen: Wofür brenne ich? Aysel war sehr offen und konnte gut zuhören. Für mich war es anfangs ungewohnt, dass der Fokus in den Besprechungen allein auf mir lag – ich war die ganze Zeit im Mittelpunkt. Das hat mich echt irritiert. Irgendwann habe ich angefangen, Gegenfragen zu stellen. Aber am Ende konnte ich damit umgehen und hatte die Chance, mich zu reflektieren.  

GLS Bank: Gibt es etwas, das du Aysel zum Thema Mentoring noch sagen möchtest?

Sophie: Unser Mentoring war eine empowernde und super positive Erfahrung. Aysel hat mir das Gefühl gegeben: Du hast mich an deiner Seite, du bist intelligent und wir kriegen das hin. 

GLS Bank: Liebe Sophie, ich bedanke mich für das nette und offene Gespräch und wünsche dir alles, alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg.

Passend dazu, spannende Artikel rund um das Thema Bildung.

  1. Urs E. Gattiker, #drkpi, #PageTracker

    Liebe Frau Steinmeyer

    Danke für diesen Beitrag. Den habe ich zwischen 2 Meetings in der Pause gelesen… erfrischend… und jetzt noch ein Kommentar schreiben, das wollte ich unbedingt.

    Ich finde das Interview echt interessant… auch wenn ich nicht weiss was der Grund war warum es den Aufruf gab „Lerne, mit dem Herzen zu sehen, und werde Mentee von Aysel Osmanoglu“.
    Gibt es einen URL sodass man diesen Aufruf Online nachlesen kann?

    Ich war natürlich fasziniert , dass Sophie so viele Ideen hatte (echt beeindruckend) und wie Aysel versuchte ihr zu helfen das Ganze auf den Punkt zu bringen mit: „Du hast viele gute Ideen. Aber welches Problem ist es, das du mit deinen Ideen lösen willst?“

    Das ist auch für mich immer die Frage, welche Kundenprobleme lösen unsere Produkte und Dienstleistungen. Was ist deren Mehrwert für den Kunden.
    Oft fokussiert man auf was ein Produkt kann – dessen Vorteile – aber oft interessiert dies nur am Rande. Kunde hat Problem, können wir das lösen :-)

    Super Blogeintrag. Ihr schafft es immer wieder aus dem Rahmen zu fallen… im positiven Sinne. Das hätte ich von einer Bank nicht erwartet, echt. Chapeau!

    Danke
    Urs
    CyTRAP drkpi

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