Zuhören

Mehr Zuhören, mehr Empathie – mehr Abgrenzung?

Warum die Corona-Pandemie polarisiert und was wir dagegen tun können

Corona hat unglaublich viel Solidarität ausgelöst, auch in der GLS Community! Die Pandemie brachte aber  gleichzeitig viele Ängste an die Oberfläche, etwa die Angst vor dem Sterben. Kein Wunder, wie emotional manche Mitmenschen uns auffordern können, die Maske zu tragen. Denn die Angst vor dem Tod ist existenziell. Bei anderen hat Corona in erster Linie eine Angst vor Fremdbestimmung ausgelöst. Manche kommen dann kaum mehr los von Gedanken wie: Die Behörden wollen uns mit einer unnötigen Maskenpflicht gefügig machen. Wieder andere erleben das „Social Distancing“ als besonders einschneidend, weil es in die Einsamkeit führen kann: Wer hat das, zumindest im Ansatz, nicht schon selbst erlebt?

Lager

Es besteht die Gefahr, dass wir uns immer mehr voneinander entfremden und sich Lager bilden. Dass Risse quer durch alle gesellschaftlichen Milieus gehen. Was also tun? Unsere Ängste aufeinander loslassen, uns in Fanblocks organisieren und deren Kämpfe feiern? Oder als Menschen miteinander in ein echtes Gespräch gehen, zuhören und dabei die Ängste ernst nehmen?

Brücken

Damit soll hier nicht behauptet werden, dass alle Menschen jetzt nur noch angstbesetzt agieren. Im Gegenteil: Die Mehrheit steht zwischen diesen neuen Gruppierungen, vielleicht überrascht über die gewaltigen Bruchlinien. Dazu zähle ich mich auch, obwohl ich die genannten Ängste zumindest ein Stück weit selbst erlebe. Ich meine: Auf uns kommt es jetzt an, Brücken zu bauen und sich für ein demokratisches und vielfältiges Zusammenleben einzusetzen. Dabei können wir anknüpfen an die vielen solidarischen Aktionen, die in den letzten Monaten entstanden sind.

Mindset

Eine Spur in diese Richtung legte Otto Scharmer auf der GLS Jahresversammlung bereits im vergangenen Jahr. Er beschrieb das Ende alter gesellschaftlicher Polaritäten, etwa zwischen der politischen Linken und Rechten. Für die Zukunft entscheidend sei, ob wir ein „closed mindset“ oder ein „open mindset“ haben, also geschlossenes oder offenes Denken. Sind wir offen für die Komplexität der globalisierten Welt, ohne gleich zu vereinfachen und ohne für die neuen Probleme Sündenböcke zu suchen? Haben wir vielleicht sogar Spaß daran, einander trotz aller Unterschiede wertschätzend und mit einer fragenden Haltung zu begegnen? Dann geht es um „Verunsicherungsfähigkeit“ und einen Sinn für Widersprüchlichkeiten. „Sozial ist, was Vielfalt schafft“, so Wolf Lotter von „brandeins“, „…nicht Rechthaberei, sondern immer wieder neu die Frage, ob das, was man tut, das Richtige ist“. Eine solche Offenheit ist nicht mehr nur eine private Angelegenheit, sondern eine Voraussetzung für den Fortbestand unserer Demokratie.

The mind is like a parachute, it doesn’t work if it’s not open. Frank Zappa

Spaltung

Und wie bewusst ist es uns, dass es auch Profiteure der gesellschaftlichen Spaltung gibt? Akteure, die gezielt die Spaltung vorantreiben und daraus ein Geschäftsmodell entwickelt haben? Seit Corona erhalten beispielsweise einige Online-Medien immer mehr Zulauf, die sich auf Verschwörungen spezialisiert haben und damit die Angst vor Manipulation bedienen. Deren Methode ist, eine krasse Einzelperspektive heraus zu isolieren, um damit ihre Reichweite zu erhöhen, immer wieder auch mit antisemitischen und antiparlamantarischen Anspielungen. Werden sie damit konfrontiert, dass solche Anspielungen nicht akzeptabel sind, dann versuchen sie, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Sie sagen etwa: Das war gar nicht so gemeint. Oder: Das war nur eine Frage. Oder: Wir haben nur jemanden zitiert. Echte Gespräche sind auf dieser Basis nicht möglich und eine Änderung des Geschäftsmodells unwahrscheinlich, weil es ja gut läuft. Einige der Kritikpunkte von solchen Medien sind sicherlich anschlussfähig auch in Richtung der sozial-ökologischen Bewegung, etwa wenn es um die Dominanz wirtschaftlicher Interessen geht. Aber dahinter stets die immer gleichen Personengruppen auszumachen ist falsch und spaltet die Gesellschaft. Vollkommen inakzeptabel sind Antisemitismus und Rassismus. Gegenüber solchen Strategen und Profiteuren der gesellschaftlichen Spaltung hilft nur die Abgrenzung.

Widersprüche

Hier tut sich allerdings ein Widerspruch auf: Wenn es auf der einen Seite um die Offenheit für alle Positionen und Perspektiven geht, wie ist das vereinbar mit der Abgrenzung gegenüber einzelnen Personen? Ist die Aufgabe nicht vielmehr, den Rahmen für einen offenen Austausch zu schaffen, in dem sich wirklich alle einbringen können? Tun wir den Spaltern durch eine Abgrenzung nicht sogar einen Gefallen, weil sie damit eine Bühne für deren Lieblingsrolle bekommen: als Opfer eines manipulativen Machtapparates? Würde man sie damit nicht sogar in ihrem Business unterstützen?

Perspektiven

Mit solchen Fragen ringen derzeit viele Menschen, auch innerhalb der GLS Gemeinschaft. Eine verbindende und integrierende Rolle hat die Bank bereits seit über 40 Jahren. Stets nimmt sie unterschiedliche Perspektiven ein, etwa von Geldgebern und Geldnehmern, von Unternehmen und Konsumenten, oder von diversen gesellschaftlichen Gruppen. Immer wieder gelingt es ihr, Widersprüche zu integrieren. Das schafft Vertrauen. Ist die GLS Bank in dieser Rolle jetzt verstärkt gefordert, um der gesellschaftlichen Spaltung entgegen zu wirken? Wie kann sie das tun? Wo sind Abgrenzungen notwendig? Was heißt das konkret? Was steht aktuell an? Über solche Fragen wollen wir verstärkt in Austausch kommen. Denn notwendig ist „nicht mehr Rechthaberei, sondern immer wieder neu die Frage, ob das, was man tut, das Richtige ist“.

Was denkst Du dazu?

Wir freuen uns über deine Impulse, Fragen und Anmerkungen hier als Kommentar. Wir sind gespannt, was wir gemeinschaftlich bewegen können!

Herzlichen Dank für Anregungen von
Martin Kirchner „Brücken bauen zu Andersdenkenden in Zeiten von Corona“, Anders Zuhören – Tipps für Gespräche, in denen Neues entsteht
Dieter Halbach „Corona, Trauma und Demokratie“, Evolve Nr. 27
Wolf Lotter „Sozial ist, was Vielfalt schafft“, Taz.Futurzwei Nr. 14

  1. Vielen Dank für die differenzierte Darstellung samt Einbeziehung der Frage: Abgrenzen oder im Gespräch bleiben? Bei manchen der Onlineforen, welche ihre Einzelinteressen so sehr einseitig forcieren, merke ich: auch ich bin immer wieder in mir selbst gespalten, denn vieles lehne ich von den Darstellungen ab, bin aber an anderer Stelle dankbar, dass es eine Gegenmeinung gibt, die ich mir, zu den anderen Medien, ansehen kann. So etwa finde ich es nach wie vor schade, dass der Bestsellerautor Prof. Sucharit Bhakdi in den von uns gesamtgesellschaftlich finanzierten Medien nicht vorkommt – oder wenn, dann nur im Faktencheck. Die Stellung seines Buches in den Bestsellerlisten zeigt, dass im Grunde Interesse besteht. Warum müssen Randmedien diese Aufgabe übernehmen? Damit bekommen sie eine Aufmerksamkeit, die eigentlich dem Thema gehören sollte – un nicht den Machern der Plattformen.
    Für mich ist die GLS seit Jahren eine Mittlerin, was in heutigen Zeiten immer wichtiger zu sein scheint. Diese Haltung finde ich gespiegelt auch in diesem Post – danke! Sich als ökologische, liberale, offene und zukunftsgewandte Bank dem gesellschaftlichen Dialog zu stellen ist wesentlich. Alle Abgrenzung sollte dabei in meinen Augen heißen, gerade dann den Dialog aufrecht zu halten, wenn große Unterschiede in den Haltungen sich zeigen. Alle Menschen sind lernfähig, darauf baue ich.
    Meine Großeltern kamen auf der einen Seite aus jüdischer Familie, auf der anderen Seite war mit der Sozialisation in der „Hitler Jugend“ durchaus Begeisterung für die Nazi-Zeit vorhanden, was dann zwar im Laufe des letzten Jahrhunderts abebbte, aber die Seelenstimmungen von „Damals“ blieben ein Leben lang. Die grausamen wie die begeisternden. Wer, wenn nicht wir, können diese Spaltungen angehen? Da bleibt m.E. der Dialog das Mittel der Wahl – auch wenn es schier ausweglos scheint.

  2. Ein wichtiger Beitrag! Mir geht es auch so, dass ich erschreckt bin, welche Strömungen und Tendenzen auf einmal eine Bühne bekommen. Die Angst wird uns in den nächsten Jahren sicherlich begleiten. Angst um die Folgen von Corona, Angst um die gewohnte Wohlstandsgesellschaft etc. Allein wenn wir sehen, wie zögerlich der Kampf gegen den Klimawandel geführt wird und uns vorstellen, welche Maßnahmen irgendwann notwendig sein werden, um das Schlimmste zu verhindern, wird klar, dass Veränderungen in vollkommen ungewohnten Dimensionen auf uns zukommen. Und ja, diese werden bei vielen Menschen auch Ängste schüren.
    Wenn als Reaktion auf Corona Verschwörungstheoretiker, aber auch rechte und verfassungsfeindliche Gruppen im Windschatten der Angst scheinbar auftrumpfen, sollten bei uns allen die Alarmglocken schrillen.
    Die angemessene Reaktion? Reden vielleicht. Nicht im Blogkommentaren : ) und nicht laut sondern von Mensch zu Mensch. Und damit diejenigen die sich entgegen der Werte unserer Gesellschaft stellen als das wahrnehmen, was sie sind: Ein Teil von uns. Das ist ernüchternd und mag Nerven kosten, aber die Auseinandersetzung zu ertragen scheint mir der beste Weg zu sein, um Grenzen abzubauen.

    (Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, dass eine laute Minderheit gerade sehr viel Aufmerksamkeit bekommt. Nehmen wir es als Warnung und als wichtige Übung.)

  3. Vielen Dank für den interessanten Blogbeitrag, Falk. Klar überfordert uns die Globalisierung alle – das aber auch nicht erst seit Corona. Trotz aller Herausforderungen denke ich, dass wir uns gerade heute mehr denn je damit beschäftigen sollten, wie wir den „open mindset“ praktizieren können. Gerade in der globalen Zusammenarbeit können wir nämlich erfahren, wie wertvoll Diversität ist und wieviel Spaß das eben auch macht. Sich in neue und unbekannte Perspektiven hineinzuversetzen und durch andere Augen gesehen und gespiegelt zu werden – das stößt Veränderungsprozesse in uns an. Ich glaube genau das sind Veränderungen, die wir für die Zukunft brauchen.

  4. Danke für diesen Beitrag. Wir sind in der Tat alle gemischte Wesen, und wir tragen alle die Zustände von Offenheit und des Sich-Abgrenzen in uns. Idealerweise ergänzen sich diese beiden Bewegungen, die Offenheit lässt uns unsere Grenzen erkennen, und die Abgrenzung gibt uns die Kraft für das immer neue Einlassen auf Ungewohntes.

    Daher ist es so wichtig, dass wir als Gesellschaft im Dialog bleiben. Und dass wir dabei auch mit Menschen sprechen, die unsere Meinung nicht teilen oder die die Welt anders wahrnehmen, als wir selbst. Dass die GLS-Bank keine tröge, meinungslose Bank ist, sondern sich auch hier als eine Plattform und als Akteur versteht, Themen setzt, Denkanstöße gibt und Menschen vernetzt und ins Gespräch bringt, finde ich gut!

  5. Wer das Corona Virus verharmlost wie Bhakdi, Jebsen oder Wodarg, sind meiner Meinung nach einfach gefährlich. Z.b. zu Wodarg: Wenn Unsinn die Runde macht, sind Journalisten in der Zwickmühle. Sollen sie die Falschinformation richtigstellen, und dem Urheber damit eine Plattform bieten? Oder sollen sie den Quatsch einfach ignorieren? Dass seine Videos mit Vorsicht zu genießen sind, erkennt man bei genauem Hinsehen aber allein schon an den YouTube-Kanälen, in denen sie erschienen sind. Der eine verbreitet neben Wodargs Thesen Verschwörungstheorien aus dem Reichsbürgermilieu, es geht um Chemtrails und Satan. Der andere Kanal gehört einem freiberuflichen Filmemacher, der per Crowdfunding Zehntausende Euro für einen Film über den „Viruswahn“ sammeln will. Wodarg fordert, es sollten mehr abseitige und weniger „Mainstream“-Meinungen zum Coronavirus gehört werden. Das wäre wohl in seinem Sinne, aber nicht im Sinne einer guten Berichterstattung. Wenn abwegige Einzelmeinungen anerkannten Fakten scheinbar gleichberechtigt gegenübergestellt werden, entsteht ein falscher Eindruck – eine sogenannte false Balance oder falsche Gewichtung. Sie zu vermeiden, ist gerade in Krisenzeiten wichtig. Gruß Paul Janke

    • Kai Goerlich

      Vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihren Impuls Herr Zientz.

      Von einer Spaltung profitieren nicht nur die Medien meiner Meinung nach – da gibt es auch andere Profiteure – und die Mechanik der Medien bezieht sich nicht nur auf die Medien des Internets. Die sogenannten Leitmedien funktionieren mittlerweile nach demselben Schema, weil sie ebenfalls alle online sind. Einseitige Berichterstattungen und das Aufbauschen harmloser Vorgänge erhöhen überall die Klick- und Zuschauerraten. Das ist ein ganzheitliches Phänomen, das – sollten wir keine Lösung finden – unsere Demokratie scheitern lassen könnte, weil kein Austausch, kein Diskurs mehr möglich ist. Wir reden nicht mehr Miteinander sondern übereinander und sind in der Falle der dramatischen und einfachen Überschriften und Meinungen gefangen.

      Sie zielen in Ihrem Text auf Spalter der Gesellschaft, wer immer das ist, denn Sie geben keine Definition mit. Es gibt immer welche, die die Strömung der Zeit für sich ausnutzen, in allen politischen Richtungen, es gibt immer irgendwelche, die eine Demonstration für sich ausnutzen wollen und immer Medien, die die Schlagzeile suchen anstelle der Ausgewogenheit. Der Fokus auf Spalter ist die bereits die erste Spaltung, denn dies macht es den kritisch Hinterfragenden wie mir fast unmöglich, als Gesprächspartner gehört zu werden. Wir können das Experiment ja gerne wagen und darüber diskutieren, ob die gegenwärtige Situation die bestehenden Einschränkungen der Grundrechte rechtfertigt oder ob die Fallzahlen eine weitere Verschärfung der sogenannten Hygienemaßnahmen rechtfertigen. Wie Sie im Artikel von Milosz Matuschek in der NZZ und in der Reaktion darauf gut ablesen können (Link: https://www.nzz.ch/meinung/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096?fbclid=IwAR1cy5r3ATzowU3LRcU5onmbVn2xGbKHjXxmZTAm3k_2pvH8JT78szwpsCI), läuft hier eine Automatik, die wir durchbrechen sollten. Er schreibt über die kollabierte Kommunikation, eine gute Analyse.

      Ich habe mich entschlossen den Kreis zu durchbrechen und zuzuhören. Ich muss die Meinungen weder teilen noch annehmen aber wenn ich mein Gegenüber nicht als einen Menschen mit Meinung wertschätze, wird es keine ernsthafte Kommunikation und keine gute Zukunft, einfach weil wir Optionen ausblenden ohne sie durchdacht oder angehört zu haben. Wenn der übliche Reflex gelten würde, dass wir nicht mit den Spaltern reden sollten, weil wir uns mit ihnen gemein machen, würde der gesamte Bundestag sich bereits gemein gemacht haben. So funktioniert Demokratie nicht.

      Mein Angebot gilt: Lassen Sie anhand der Krise darüber reden, wie wir die Spaltungen wieder zu einem Austausch bringen.

      Mit besten Grüßen
      Kai Goerlich

    • Es gibt vier politisch unabhängige Rechtsanwälte, die sich den „abwegigen Einzelmeinungen“ angenommen und diese über mehrere Wochen untersucht haben.
      Es gibt ein Ergebnis unter „corona-ausschuss.de“ zu lesen.
      Das war eine neue Art offener Dialog, den jeder mitverfolgen und selber Beiträge beisteuern konnte.
      Einen offenen Dialog kann es nur geben, wenn eben auch scheinbar „abwegig Einzelmeinungen “ gehört werden.
      Die „mainstream“ Presse macht aber das genau unmöglich!

    • Stefan Charrois

      Sind diese anderen Meinungen tatsächlich so abwegig, wer maßt sich an das zu beurteilen? Nur weil eine scheinbare Mehrheit etwas behauptet, darf nicht mehr kritisiert werden, so daß man sie ausgrenzen muß?
      Sehr gefähliches Fahrwasser, hatten wir schon öfter in der Geschichte.

    • Jan Kinner

      Moin Paul Janke,

      Ich möchte bitte darauf hinweisen, dass Prof. Dr. Bhakdi und Dr. Wolfgang Wodarg bekannte und vor allem anerkannte Wissenschaftler und deren Meinung durchaus von Fakten und wissenschaftlichen Studien gestützt sind, denen aber leider in den öffentlich rechtlichen und in den privaten Sendern/Medien zu wenig Möglichkeiten gelassen wird, Gehör zu finden. Obwohl wir in einer Demokratie eine ernst zu nehmende Opposition in den allgemeinen Medien schon immer gebraucht haben.
      Einen Professor im Ruhestand, der Jahre lang Leute auf diesem Gebiet ausgebildet hat, tu ich doch nicht einfach so als Quatschkopf ab, ohne mir zumindest angehört zu haben, was er zu sagen hat. Auch Herr Jebsen ist meiner Meinung nach ein kompetenter Reporter. Er stellt interessante Fragen und spricht mit vielen interessanten Menschen sehr ausführlich über durchaus kontroverse Themen. Daraus kann man sich eine Meinung bilden. Ich brauch keine Angst zu haben hier einer “Gehirnwäsche“ zu unterliegen. Oder bin ich dann auch auf ein mal ein Verschwörungstheoretiker und obendrein noch ein Nazi?
      Natürlich nicht! Ich weiß, wer ich bin und bin kompetent genug mir meine Meinung selbst zu bilden.
      Ich finde nicht, dass die Journalisten in einer Zwickmühle wären und sie sollten diesen “Quatsch“ auch auf keinen Fall ignorieren. Selbst als Bürger habe ich doch schon die Pflicht mich mit solch enormen Anschuldigungen auseinanderzusetzen. Was ist, wenn das wirklich alles Nazis sind? Dann wären das schon eine ganze Menge Nazis. Gerade dann wäre es doch aber wichtig, sich auch damit auseinanderzusetzen um herauszufinden, was schiefläuft.
      Mit Igoranz löst man solche Probleme nicht. Grade in einer Demokratie setzt man sich zusammen an einen Tisch und redet miteinenander, egal wie unterschiedlich die Meinung und egal wie absurd manche Theorien sein mögen.

      Und wenn unter Videos von ernst zu nehmenden Menschen im Internet Geschichten von Reichsbürgern, oder über Satan und Chemtrails kursieren, dann entkräftet das nicht die Aussagen dieses Menschen,nur, weil eben auch Idioten sich damit auseinandersetzen.
      Wenn abwegigen Einzelmeinungen anerkannte Fakten scheinbar gleichberechtigt gegenübergestellt werden,
      dann entseht ein falscher Eindruck ? Warum ? Gerade dann wird doch um so klarer, was ausgemachter Blödsinn ( Reptilienmenschen und co.) und was ernst zu nehmde Fakten sind. Eine Meinung wird dann zum Fakt, wenn sie sich wissenschaftlich untermauern lässt.
      Vertrauen wir doch auf die Menschen- und Meinungskenntnisse von uns selbst und denen unserer Mitmenschen.

      Ich selbst bekenne mich mittlerweile offen dazu, dass ich mich auch über alternative Medien wie zum Beispiel KenFm informiere . Klar bin ich nicht mit allem konform, was jeder dort erzählt. Und erst recht bin ich kein Nazi, nur weil ich mich eben auch mit alternativen Meinungen auseinander setze.

      Vielen Dank für die hier offene Diskussion
      Liebe Grüße

      Jan Kinner

    • Imke J.S.

      Danke auch von meiner Seite an die impulsgebenden Artikel von Herrn Zientz.
      Ich beziehe mich jetzt hauptsächlich auf den letzten Absatz des im Bankspiegel erschienenen Beitrag „Alles richtig gemacht?“. Hier lautete eine Frage: „Warum distanziert Ihr Euch jetzt erst…?“ Ich würde fragen: „Warum distanziert Ihr Euch GENAU jetzt? – Weil es seit 2020 anscheinend zum guten Ton gehört, so genannte Verschwörungstheoretiker*innen ins Abseits der Gesellschaft zu befördern?“ Für mich sind Verschwörungstheorien nicht gleichbedeutend mit rassistischem Gedankengut (von welchem sich meiner Meinung nach jeder vernünftige Mensch distanzieren sollte), da ist ein himmelweiter Unterschied. Vor allem dieser: Nur mal angenommen, es gibt tatsächlich eine Verschwörung, und wir haben alle die, die Hinweise gegeben und uns gewarnt haben, mit dem sehr wertenden Begriff „Verschwörungstheoretiker“ mundtot gemacht, sanktioniert und von YouTube gelöscht, d.h. niemand ist mehr da, um es auszusprechen – dann haben wir ein ganz schönes Problem. Ich bin selber keine große Freundin der Berichterstattung von Herrn Jebsen, mir ist er einfach zu unsachlich. Jedoch kann ich sein Auftreten von den Inhalten seiner Plattform trennen und finde diese Inhalte (nicht immer, aber oft) bemerkenswert. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von sachlicheren Berichterstatter*innen mit den gleichen Inhalten. Auch hier lohnt sich ein genaues Nachlesen und „Zuhören“ (s. Kommentar u.). Als Bank müssen Sie natürlich selbst entscheiden, mit welchen Inhalten Sie in Zusammenhang gebracht werden wollen. Dass eine offene Diskussion auf dieser Seite möglich ist, rechne ich ihnen (trotz meiner gedämpften Stimmung ob des Artikels im Bankspiegel) hoch an.
      Herrn Janke möchte ich nahelegen, dass nicht jede Gegenmeinung zum Thema Corona mit der Reichsflagge einhergeht, und wenn man ein bisschen genauer hinschaut, erkennt man auch die großen Unterschiede.
      Ich persönlich finde das Wort „Verschwörungstheoretiker“ neben „Coronaleugner“ und „Coronahysteriker“ eins der Unwörter des Jahres 2020. Wertungen wie diese halten uns auf billige Art und Weise von echter menschlicher Begegnung und Diskurs auf Augenhöhe ab!
      Ich jedenfalls möchte meine Meinung nicht dem „guten Ton“ angliedern, sondern sie mit Haut und Haaren vertreten. Das erfordert seit 2020 umso mehr Recherche, Auseinandersetzung, Geduld, Toleranz und – Mut.
      Herzliche Grüße
      Imke J. S.

    • Johannes Baldur

      Lieber Paul,

      es ist schwierig für mich, eine offene Pforte bei Dir zu finden, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Verschlossen scheinen mir alle allesamt dadurch, dass Du genau weisst, wass „Unsinn“ ist und ich dieselbe Information allerdings als sehr, sehr hilfreich zum besseren Verstehen dankbar annehme.

      Die Medien, denen ich bis vor einem Jahr zwar kritisch, doch mit einem unerschütterlichen Grundvertrauen als Quelle traute – sie haben mich 2020 vollends entsetzt. Die Medien müssen zu einem Thema, insbesondere wenn es so tiefgreifend in uns allen wirkt, die Vielfalt der Informationen abbilden. Tun sie das nicht, und ich verfüge aber über Tatsachen, die ich für fundamental wichtig erachte, würde ich auch zu den Kanälen gehen, die mir Gehör und Öffentlichkeit bieten, um meine Mitmenschen zu informieren. Das würdest Du, so vermute ich, auch – oder wir tun es sogar beide gerade in diesem Blog.

      Grundsätzlich, so zeigt die Geschichte der Menschen, gibt es Verschwörungen und Menschen, die sich in Allmachtphantasien ergehen. Die deutsche Geschichte ist nur eine von vielen, die das beweisen. Wir sollten uns also bewusst sein, dass Geschichte jetzt geschieht und nicht gestern. Der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ ist eine Keule, die die Schwäche zur Debatte dessen zeigt, der sie schwingt. Diese Keule wird derzeit von zu vielen geschwungen und sie befördert die Trennung. Es ist, historisch betrachtet, auch immer dieselbe Keule, sie erhält nur je nach Bedarf einen neuen Namen.

  6. Nebenwidersprüche auszuhalten und als Mittlerin zwischen teils konträren Positionen aufzutreten ist wohl allen Organisationen bekannt, die auf gesellschaftliche Ziele hinarbeiten. Da eine Grenze zu finden, ab der man sagt ‚hier reicht es‘ ist nicht immer einfach. Besonders bei Grenzfällen, bei denen man den grundsätzlichen Impuls der Zuhörer nachvollziehen kann – egal ob die Ursachen in individuellen Ängsten oder politischen Themen, die uns alle betreffen, liegen.

    Umso wichtiger, dass man mit all jenen den Dialog sucht, die sich nicht in den gängigen Meinungen wiederfinden, die sich aus erlebter Frust über äußere Zustände kritisch äußern, aber noch erreichbar sind für eine Gegenperspektive . Die Offenheit zum Gespräch zu bewahren ist wie du schreibst da wirklich essentiell, auch damit sich niemand in die Echokammer der eigenen Kommunikationsgruppen zurückzieht. Dabei in die klare Abgrenzung zu denen, die diese Isolation weiter vorantreiben wollen, ebenso wichtig. So eine Abgrenzung auf Grundlage von Grundwerten darf auch gerne deutlich sein! Der Balanceakt, dabei die Gesprächswilligen nicht noch weiter in die Arme von Demagogen zu treiben, ist auf jedenfall schwierig – aber auch eine spannende Einladung zum Dialog. Hoffentlich gelingt dieser!

  7. Hans-Florian Hoyer

    Corona ist die aktuelle Gelegenheit, voran gegangen sind andere, die zu akuten Ausbrüchen des „Entweder-Oderismus“ geführt haben, einer grassierenden Volkskrankheit unter den Bewohnen der Plato’schen Höhle.
    Wenn meine Perspektive auf einen Schatten einen Kreis zeigt, kann jemand an einem anderen Platz nicht behaupten, ein Dreieck zu sehen. Wer das behauptet, ist mein Feind, denn er negiert mich. Ein Perspektivwechsel kommt nicht in Frage, ich liebe „meinen“ Standpunkt. Wer mag, kann einmal bei Ecosia nach „your perspective on reality may not be wrong“ suchen lassen und auf „Bilder“ umschalten. Da gibt es sechs in der Zweidimensionalität sich gegenseitig widersprechende Schatten eines Gegenstands.
    Nur wer mindestens 12 Perspektiven zusammen nimmt, kann von sich behaupten, einigermassen nah an der Wirklichkeit zu sein.
    Eine mangelnde Ambiguitätstoleranz kann dann dazu verführten, das Irritierende wegzudrücken. Es gibt aber kein „Weg“ – nirgends. Menschen wegen einer anderen politischen Meinung „aus“schliessen zu wollen ist kein Weg der Auseinandersetzung. Die Entscheidung, wie weit jemand gehen kann in der Freiheit seiner Meinung, wird nicht freihändig von Einzelnen oder Gruppen getroffen, dafür hat diese Gesellschaft Gerichte.

  8. Ausgesprochen positiv finde ich an der ganzen Sache, dass sich anhand Corona zeigt, dass wir uns letztlich entscheiden müssen, ob wir unser Hauptaugenmerk auf die Sicherheit oder auf die Freiheit legen wollen. Ich hoffe, dass uns dieser Zielkonflikt auch nach Corona noch im Kopf bleiben wird.

    • Hans-Florian Hoyer

      Warum soll Freiheit in Sicherheit nicht möglich sein? Ich denke, darauf sollte unser Hauptaugenmerk liegen.

  9. Danke für diesen ausführlichen Artikel. Ich gehe davon aus, dass er eine Reaktion auf den Bericht in der Taz vom 08.09.20 darstellt, in dem das GLS-Konto von Ken Jebsen kritisch kommentiert wurde. Die GLS-Bank hatte auf die Anfragen der Taz nicht geantwortet. Offensichtlich wurde aber wenigstens eine Diskussion innerhalb der Bank angeregt und wir als KundInnen werden über die Haltung unserer Bank informiert.
    Ich lese aus dem Artikel eine deutliche Distanzierung von Jebsen und seinen „antisemitischen und antiparlamentarischen Anspielungen“ heraus. Das freut und beruhigt mich als Kundin. Aber warum wird er nicht beim Namen genannt, wo man doch sein „Geschäftsmodell“ so präzise beschreibt? Wie sieht die Abgrenzung „gegenüber solchen Strategen und Profiteuren der gesellschaftlichen Spaltung“, die hier angedacht wird, denn in diesem konkreten Fall aus? Oder soll Ken Jebsen in den „Rahmen für einen offenen Austausch“ sogar einbezogen werden? Diese Antwort bleibt der Blog-Beitrag schuldig.
    Ken Jebsen war als Redner im Mai auf der Querdenken 711 Demo in Stuttgart präsent und es ist davon auszugehen, dass diese Proteste auch von Teilen des dort ansässigen anthroposophischen Umfelds mitgetragen werden. Die Taz hat den Verdacht geäußert, dass die GLS Bank es sich mit der eigenen Klientel nicht verscherzen will. Die verschämte Umschreibung des „Systems Jebsen“ ohne Nennung des konkreten Falles lässt diese Frage weiterhin offen.
    Und warum findet sich die Stellungnahme zum Taz-Artikel – und als solche lese ich diesen Beitrag – versteckt im Blog auf der GLS-Homepage? Warum wagt man nicht den öffentlichen Diskurs und positioniert sich im Rahmen eines Interviews? Ken Jebsen kann sein Konto behalten. Aber seine Bank gibt öffentlich kund, wofür sie eintritt. Wie wär’s?

    • Gerne konkretisiere ich das: KenFM passt aus meiner Sicht nicht zur GLS Bank, da dieses Unternehmen gezielt die gesellschaftliche Spaltung vorantreibt. Wenn es aber um die Frage geht, ein Mitglied aus einer Genossenschaftsbank auszuschließen, dann ist dies ein längerer Prozess, der nur sehr bedingt transparent gemacht werden darf. Darum kann unsere Kommunikation nicht so klar sein, wie wir das alle gerne hätten. Unsere Diskussion hier ist ein Teil des Prozesses.

    • Birgit Isfort

      Wie agiert die GLS-Bank in Bezug auf politische Organe der Rechten und dort aktive Personen, das ist doch hier die Frage, die KundInnen der Bank gerne beantwortet haben möchten. Das Thema „Perspektivwechsel und Ambiguität im Umgang mit Ansichten von Mitmenschen“ ist doch nur ein Ablenkungsmanöver. Wie sieht die Abgrenzung gegenüber Strategen und Profiteuren (Ken Jebsen) der gesellschaftlichen Spaltung und ihren Organisationen aus? Dazu sollte die Bank sich öffentlich positionieren.
      Viele Grüße
      Birgit Isfort

  10. Hans-Florian Hoyer

    Ein persönliches Urteil „gezielt die gesellschaftliche Spaltung vorantreibt, um damit Geld zu verdienen“, auch wenn andere das möglicherweise teilen, ist keine valide Grundlage für eine Diskriminierung. Mit solchen Diskriminierungen wird die Gesellschaft nur weiter gespalten. Aus gutem Grund ist das verboten.

    Das, was man verteidigen möchte, kann man nicht mit denselben Mitteln verteidigen, mit denen man es als angegriffen ansieht.

    Die „Begründung“, dass ein Ausschluss zu schwierig sei, halte ich in dem Zusammenhang für abwegig.

    Art. 14 Diskriminierungsverbot
    Der Genuß der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.

    Wer kommt dann als nächstes auf die Idee, dass die ausgeschlossen werden sollen, die auffordern, das Diskriminierungsverbot zu missachten?

    • Die GLS Bank arbeitet grundsätzlich nicht mit allen Unternehmen zusammen. Für die meisten unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden war dies auch ein Grund, zur GLS Bank zu kommen. Sie ist keine Bank etwa für Unternehmen der Massentierhaltung oder der Rüstungsindustrie. Die politische Ausrichtung der Unternehmensleitungen spielt dabei keine Rolle, sondern die sozialen und ökologischen Wirkungen ihrer Unternehmen. Sich über diese Wirkungen immer wieder aufs Neue urteilsfähig zu machen ist Teil der Bankarbeit. Dazu gehören auch Blogposts wie diese, die zum Austausch einladen.

    • Hallo Hans-Florian Hoyer,
      wie meinen Sie das, dass Sie die „Begründung“, dass ein Ausschluss zu schwierig sei, in dem Zusammenhang für abwegig halten?

  11. Bettina Hövener

    Die Diskussion, ob Ken Jebsen GLS-Kunde sein sollte, steht für mich in krassem Widerspruch zur eingangs erwogenen Haltung des miteinander redend. Diese Diffamierung gegenüber kritischen Meinungen zu den Coronamaßnahmen vereint gerade die gesamte Medienlandschaft, scheinbar je weiter link, desto heftiger. Wurden die Vorwürfe, die die TAZ gegenüber Ken Jebsen erhebt, von Seiten der GLS-Bank geprüft? Haben Sie sich den Blog mal angeschaut? Und warum müssen sich Kunden innerhalb eines bestimmten Gesinnungskorridors bewegen, um GLS-Kunde sein zu dürfen? Dass eine Kontokündigung überhaupt ernsthaft erwogen wird, finde ich erschreckend.

    • Den Widerspruch, auf den Sie hinweisen, beschreiben wir im Blogpost so: „Wenn es auf der einen Seite um die Offenheit für alle Positionen und Perspektiven geht, wie ist das vereinbar mit der Abgrenzung gegenüber einzelnen Personen?“ Eine Besonderheit der GLS Bank ist, dass sie auf die gesellschaftliche Wirkung von Unternehmen schaut und davon ihre Zusammenarbeit abhängig macht. Mit Bezug auf das Unternehmen KenFM mussten wir feststellen: Bei komplexen Problemen einzelne Personen oder Gruppen zu vermeintlich Schuldigen zu machen ist falsch und spaltet die Gesellschaft. Solche Unternehmen wollen wir weder durch Finanzierung noch durch Unterstützung beim Spendensammeln unterstützen. Unabhängig von unserer Zusammenarbeit mit Unternehmen sind aber alle Menschen unterschiedlicher Herkunft und Gesinnung bei der GLS Bank willkommen und können unsere Plattformen für ihren Austausch nutzen, unter der Maßgabe der Menschenwürde.

    • Hallo Bettina Hövener,
      haben Sie sich damit auseinandergesetzt, was Ken Jebsen schon lange vor Corona an antisemitischen und Holocaust relativierenden Positionen vertritt und wofür er in seiner Radioshow Raum bietet?
      Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie das mit den Grundsätzen der GLS Bank vereinbar sein soll. Daher unterstütze ich die Forderung ausdrücklich, dass das Konto von KenFM gesperrt wird.

    • raimund raytarowski

      Ich schlage den Leuten, die KenFM als antisemitisch usw. bezeichnen, vor:
      einfach mal reinschauen dort und aushalten, daß andere Sichtweisen auch mal sehr engagiert vorgetragen werden. Und nicht nur das. Es gibt genügend Informationen, die in den „normalen“ Medien unter den Tisch fallen oder bewußt weggelassen bis umgelogen werden. z.B. in dem man wider besseres Wissen die Informationen des Berliner Senats zu den Querdenken-Demonstrationen 1:1 weitergibt. Es ist mehr als beschämend, daß ich mittlerweile bei vielen Themen beim Russensender RTdeutsch nachschauen muß, um ausgewogene Berichterstattung zu erhalten. Oder bei rubikon. Oder bei Nachdenkseiten… oder…
      Ihr, die Ihr über alternative Medien mit den Kampfbegriffen der Regierung herfallt, habt vielleicht mal reingeschaut um Eure Scheuklappen zurechtzurücken, aber das war`s dann. Schaut doch mal vorbei bei KenFM Abteilung Umwelt Gespräch mit Erwin Thoma, dem österreichischen Förster und Mondholz-Häuslebauer und ihr werdet sehen: da ist die perfekte Entsprechung zu dem, was mich an der GLS-Bank interessiert: soziales, umwelt- und menschenverträgliches Streben. Deshalb bin ich bei dieser Bank gelandet.
      Un ich bin entsetzt, daß hier sich auch sich Leute durchsetzen, die offenkundig über die ARDusw. hinaus nicht zur Kenntnis nehmen, daß Kritik an Lockdownmaßnahmem neben Wodarg schon von vielen anderen Wissenschaftlern formuliert wird. Aber 90 Seiten des Stefan Kohnle oder 45 Seiten von Matthias Schrappe et.al. zu lesen ist anstrengender als mit häßlichen Klischees um sich zu werfen. wodarg.com bildet und gibt Literaturhinweise. Übelübel daß die GLS-Bank „nichtohneuns“ schon das Konto entzogen hat — wenn das mit KenFM so weiter gehen sollte, dann muß ich mich auf die äußerst schwierige Suche nach einer besseren, weil nichtausgrenzenden Bank machen.
      Keine Rüstungetc. finanzieren zu wollen ist was völlig anderes als Andersdenkenden die Teilhabe am Geschäftsverkehr abzuschneiden.
      Nehmen Sie Vernunft an! Zensieren Sie bitte nicht!!!!

  12. Ich als Kunde und Genosse der GLS Bank nehme es mit Erschrecken zur Kenntnis, dass die GLS Bank es offenbar ernsthaft erwägt, auf öffentlichen Druck einem linken, progessiven, friedensbewegten Menschen wie Ken Jebsen (ja, der sich auch manchmal in manche Dinge übermäßig reinsteigert und dabei über das Ziel hinausschießt) das Konto zu kündigen. Haben denn linke, progessive, friedensbewegte Menschen wie ich überhaupt keine Heimat mehr sondern nur noch die Wahl zwischen Zockerbanken und Cancel Culture?

    • Bettina Schmoll

      Lieber Jan T.
      mit öffentlichem Druck haben wir es auf jeden Fall zu tun, egal wie wir entscheiden.
      Die Frage ist darum ganz klar: Was passt zur GLS Gemeinschaft?

    • Hallo Jan T.,
      wie kommen Sie darauf, dass Ken Jebsen linke oder progressive Positionen vertritt? Da bin ich bislang nicht fündig geworden.
      Ich bin auch Kunde und Genosse der GLS Bank und ich begrüße es, wenn die GLS Bank ein Zeichen setzt und die Verbreitung der Positionen von KenFM nicht durch ein Konto unterstützt. Sie stellen für mich vielmehr Hetze als linke oder progressive Positionen dar.

  13. „Die Frage ist darum ganz klar: Was passt zur GLS Gemeinschaft?“
    In der Tat. Und wenn Sie sich die Mühe machen Person und Werk von Ken Jebsen insgesamt ausführlich und unvoreingenommen selbst anzuschauen, bin ich mir auch sicher, dass auch Sie feststellen werden, dass es sich bei ihm um einen linken, progressiven, friedensbewegten Menschen handelt, der ganz hervorragend zur GLS passt und bei dem es sicher auch kein Zufall ist, dass er überhaupt ein Konto bei der GLS hat, sondern eine bewusste Entscheidung, gerade weil er (auch seiner Meinung nach) zur GLS passt. Ich habe halt nur die Befürchtung, dass Sie sich eben nicht diese Mühe machen werden, sondern aufgrund einer verfälschenden medialen Berichterstattung, die an Rufmord zumindest grenzt, entscheiden werden. Wer sich einmal Gespräche von Jebsen etwa mit Erwin Thoma, Rainer Mausfeld, Daniele Ganser u.ä. angeschaut hat, kann ihn eigentlich ganz gut einschätzen und käme niemals auf die Idee, ihm das GLS-Konto zu kündigen. (Nur um es nochmal klarzustellen: Auch ich will nicht jede einzelne Äußerung Jebsens verteidigen, auch er verrennt sich manchmal und z.T. durchaus gewaltig. Aber das stelle doch seine Person und sein Werk insgesamt nicht infrage)

    (und nur btw: wenn Sie tatsächlich der Meinung sein sollten, dass es erst Ken Jebsen ist, der die Gesellschaft spaltet, und diese nicht schon längst durch skrupellose Geschäftemacher und deren Zockerbanken gespalten ist, dann könnten Sie doch eigentlich die GLS auch einfach auflösen. Denn die GLS ist doch gerade der Versuch etwas anders zu machen als der Mainstream der Zockerbanken und damit doch selbst eine Spaltung der Gesellschaft.)

  14. Hans-Florian Hoyer

    Banken stellen im Zahlungsverkehr der Gesellschaft Infrastruktur zur Verfügung, die allen unterbrechungsfrei zur Verfügung stehen sollte. Das Recht auf Teilhabe daran ist gegeben, ein Recht zum Ausschluß gibt es nicht. Vor zehn Jahren wurde Wikileaks systematisch vom Zahlungsverkehr, d.h. Spendeneingängen abgeklemmt. Nur noch Bitcoins funktionierten.
    Im Zuge der Kreditvergabe hat die Bank die Freiheit, mit wem sie wofür Zahlungsmittel bereitstellen will. Das ist im Falle der GLS gut. Andere Banken bewirken durch Ausübung dieses Rechts Folgen, die die Gesellschaft tragen muss.
    Das „Draußen“ einer Gesellschaft ist das Gefängnis, wohin man durch ein richterliches Urteil kommt. Jemanden von der Gesellschaft auszuschließen, außer durch die Jurisdiktion, ist durch das Verbot der Diskriminierung hoffentlich gesellschaftlicher Konsens.
    Die Anmutung, etwas für die Gesellschaft getan zu haben, indem man jemanden ausschließt, scheint mir absurd. An Ken Jebsen wird in zugespitzter Form ein gesellschaftliches Symptom deutlich, nämlich das, alles reflexartig in ein Extrem zu treiben. Solange diese Attitüde des Denkens nicht in der Gesellschaft geheilt ist, wird es Menschen geben, die dies bedienen. Eine Zeitung mit viel Großbuchstaben ist ein Symptom derselben Attitüde.
    Statt die besonders lauten Frösche zu bekämpfen, wäre das Trockenlegen des Sumpfes (in dem wir alle stecken) nachhaltiger.

  15. Leider kann man hier auf Anworten offenbar nicht erneut antworten, daher auf diesem Weg @Sabine Pauls:

    Wie ich bereits schrieb „sondern aufgrund einer verfälschenden medialen Berichterstattung, die an Rufmord zumindest grenzt, entscheiden werden“. Wer sich nur aus Sekundärquellen informiert, wird halt leider häufig in die Irre geführt.

  16. Hans-Florian Hoyer

    @Sabine Pauls
    Sie – und womöglich noch andere- fordern ihre Bank offen auf, gegen das Diskriminierungsverbot zu verstoßen.
    Soll so das Wirtschaftsleben zur Fortsetzung des Geisteslebens mit anderen Mitteln gemacht werden?

  17. Danke für den guten Artikel Herr Zienz.
    In Zeiten der medialen Eintönigkeit unserer „Qualitätsmedien“ sind Online-Plattformen, die eine andere und differnzierte Sicht auf die Dinge geben als diejenigen zu sehen, welche versuchen den gesellschftlichen Diskurs aufrecht zu erhalten. Mit Spaltung hat das aus meiner Sicht nichts zu tun.
    Auch die GLS-Bank wurde durch einen offenen, nicht ausschliessenden gesellschfaftlichen DIskurs erst möglich.
    Ein solcher Diskrus findet in den „Qualitätsmedien“, dazu gehört heute der Spiegel genauso wie der Taz oder die Süddeutche und sogar teilweise die Zeit, nicht mehr statt. Vom TV ganz zu schweigen.
    Sollte sich die GLS-Bank dazu entscheiden dem Medialen druck der „Qulitätsmedien“ nachzugeben, so können sie genauso gut ihre anderen ehrenhaften Ziele über Bord werfen sobald diese duch den „Meinungswolf“ der Mainstrem-Medien gedreht werden.
    Ich jedenfalls bin deshalb GLS-Bankkunde geworden, weil es Onlineplatformen wie KenFM, Rubikon und andere gibt, die dafür werben das Geld sinnstiftend anzulegen!
    Wenn Sie eine Entscheidung als Bank nicht treffen wollen, so sollte sie sich die Kommentare von Hans-Florian Hoyer zu Herzen nehmen.

    • Hans-Florian Hoyer

      „Qualitätsmedien“ – kann man heute solche Prädikate noch vergeben? Ich habe den Eindruck, dass ich in Medien solche und solche Artikel finde. Der Name des Mediums garantiert für kaum noch etwas. Selbst in einem Artikel kann man Wahres neben schlecht Recherchiertem finden. Anscheinend gibt es keinen Ersatz dafür, selber zu denken.
      Nicht nur im Internet ist jeden Tag 1.April. Irgendwer will immer irgendjemanden veräppeln, da heisst es auf der Hut sein. Und wenn man sich nicht auskennt – Ruhe bewahren und nicht der Emotion folgen, die im Framing angelegt ist.
      Rudolf Steiner hat mal davon gesprochen, dass wir mehr und mehr „gedankengetragene Seelenklarheit“ brauchen. Da hatte er wohl recht.

  18. Martin Reichert

    Also um es gleich klar heraus zu sagen: Ich bin sehr sehr dankbar dafür, dass die GLS-Bank weiterhin dem Medien-Unternehmen KenFM das Spenden-Konto gewährt. Und ich bin ebenso dankbar über den diesbezüglichen Artikel „Rechthaber in der GLS-Community“. Als langjähriger Kontoinhaber bei der GLS-Bank hätte ich ansonsten wahrscheinlich gekündigt, weil mir das Thema derart nahe geht.

    (Hoffentlich kurze) Begründung:
    Bereits ein Jahrzehnt vor Corona habe ich mich ziemlich intensiv mit dem Thema „Krankheitserreger, Ansteckung, Seuchen, Impfen… “ beschäftigt. Anlass war massiver Impfschaden in meiner Bio-Schafherde. Ich machte daraufhin u.a. eine breite Telefon-Recherche unter diversen Tierhaltern und fand raus, dass die „Blauzungen-Krankheit“ an Bio-Betrieben vollkommen harmlos vorüber ging. Die konventionellen hingegen hatten dabei bis zu einem Drittel der Herde Todesfälle und ansonsten extreme Krankheitsverläufe. Dann kam die Impfung und mit ihr die Folgeschäden: Missgeburten von 20 bis 100 (in meinem Fall) Prozent… Was war der Vorteil der Impfung? Bei den Tieren: nix – die Tiere, die die Krankheit überlebt hatten, waren sowieso immun. Bei den Menschen: Mancheiner hat sich etwas mit der Materie beschäftigt. Ich daraufhin über mehrere Jahre – auch mit vielen Experimenten am eigenen Leib. Mit der Folge, dass ich seit Februar diesen Jahres gar nicht so viel essen kann, wie ich k****n möchte und – wen wunderts – zu denjenigen gehöre, die Angst vor Fremdbestimmung haben.
    All jenen, die heutzutage über Verschwörungstheoretiker herum lamentieren, kann ich als hochwohlerzogener Skeptiker nur wärmstens ans Herz legen: Beschäftigt Euch mit den Themen Gesundheit und „Gesundheitswesen“ – und zwar lieber jetzt als in dem Moment, wo Euch das Leben dazu zwingt! (Denn eins ist für mich jedenfalls klar: Irgendwann WERDET Ihr Euch damit beschäftigen.)

    Skepsis ist bei der Recherche übrigens sehr hilfreich, Borniertheit eher nicht.

    Danke übrigens auch deshalb für den brillanten und doch schlichten Artikel, weil es mich in der nachfolgenden Recherche auf ein aktuelles Interview mit dem Bundessprecher der kritischen Polizisten geführt hat, was ich zu Guter Letzt hier noch verlinken möchte.

    Herzliche Grüsse – Martin Reichert

  19. Stefan Charrois

    Wer wird als nächstes dran sein? Und dann? Das ist Spaltung und Diskriminierung. Ich teile seine Ansichten selten, aber ausgrenzen? Passiert das nicht gerade dauernd? Wo endet sowas, wer bestimmt die Grenzen? Dann lieber Verschiedenheit aushalten.

  20. Habe den neuen Bankspiegel Ausgabe 2 von 2020 erhalten…..lese in Artikel „Alles richtig gemacht?“ …..Der Chefredakteur Falk Zientz schreibt auf die Frage : Warum distanziert Ihr Euch erst jetzt von KenFm ?
    Falk Zientz : Ich persönlich meine zwar, dass solche Stimmen recht haben. Aber geht es jetzt überhapt darum,
    Recht zu haben?
    Nun bin ich zum ersten Mal auf diesem Blog. so lese ich von Falk Zientz am 29. Sept. : KenFm passt aus meiner Sicht nicht zur Gls Bank, weil dieses Unternehmen gezielt die gesellschaftliche Spaltung voran treibt.“
    Diese Meinung bei dem Chefredakteur macht mich sprachlos ! Das kenne ich so aus den MMedien, die immer mit den gleichen Aussagen wie Verschwörungstheoretiker, Antisemith u.ä. polemisieren. So kenne ich studierte Leute, die Jebsen noch nie zugehört haben, ihm auch nicht zuhören wollen, die sich dann diese Meinung zu eigen machen…..!
    Für mich ist KenFm mit Abstand das qualifizierteste Portal, das sich für Frieden, die Grundrechte, eine Gemeinwohl Ökonomie und ein demokratisches Geldsystem einsetzt. Vielleicht hat das Geld aus dem Nichts einen Einfluß auf die Arbeit von Ken Jebsen…..Ich kann nur sagen, wer mehr Wissen will, kommt an KenFm nicht vorbei!

    • Hans-Florian Hoyer

      Sehr geehrter Herr Weirich, ich kann mit KenFM als GLS Mitglied leben. Dem Urteil, er hätte das qualifizierteste Portal, das sich „für Frieden, die Grundrechte, eine Gemeinwohl Ökonomie und ein demokratisches Geldsystem einsetzt“, kann ich jedoch nicht folgen.
      Auch in den Interviews, die ich -als studierter Mensch- mir vollständig angehört habe, schwang für mein Gefühl im Hintergrund immer mit: „Es muss aufregen, sonst wirkt es nicht“. Das ist für mich kein Merkmal von Qualität. Einige Beiträge, die er selbst in die Kamera gesprochen hat (Gates, Merkel), waren unter aller Kanone. Ich habe mich gefragt, für wie bekloppt er seine Zuschauer halten muss.
      So haben wir mit Ken Jebsen einen durchaus gemischten König vor uns, der es versteht, auf Empörungswellen zu reiten und sie nötigenfalls selbst ein Wenig aufzuschaukeln.
      Der Weg an Jebsen vorbei ist sehr breit und offen. An einigen Interviewpartnern sollte man jedoch nicht vorbei gehen.

    • Torsten Ruhm

      Mir geht es wie Herrn Weirich: gestern den Bankspiegel erhalten, den Artikel „Alles richtig gemacht“ gelesen. Nochmal gelesen. Versucht, die Aussage in den Kontext zum gesamten Artikel und den Ansprüchen der Bank, sozial, ökologisch, … zu setzen.
      Für mich hat Herr Zientz seine Meinung geäußert. Abgedruckt im Kundenmagazin der GLS. Fertig.
      Ob seine Meinung der meinigen entspricht ist unwesentlich. Es ist sein Beitrag.
      Ohne Meinungsvielfalt und deren Äußerung gibt es keinen Diskurs und kaum eine Erkenntnis. Als die Erde noch eine Scheibe war hat nur eine sehr kleine Minderheit von einer Kugel gesprochen. Was keineswegs heißt, dass die Minderheit in jedem Fall richtig liegt.
      In unserem Land sind Gerichte für die Feststellung, ob sich eine Person oder ein Unternehmen an geltendes Recht hält, zuständig. Dabei sollte es bleiben. Insbesondere wenn es eng wird.
      Eine Kundin oder einen Kunden auszuschliessen, nicht zubedienen: gab es das in unserem Land nicht schon einmal?
      Wie gesagt, ein Diskurs lebt von Vielfalt. Auch und gerade wenn nicht jeder Beitrag oder Teil eines Beitrages der eigenen/der Mehrheitsmeinung/dem Mainstream entspricht.

  21. @ raimund raytarowski
    Sie schreiben: „Übelübel daß die GLS-Bank „nichtohneuns“ schon das Konto entzogen hat“
    @ GLS
    Sollte dies zutreffen kann ich das nur aufs aller schärfste verurteilen.
    Spalten (ausschließen) um angebliche Spaltung zu verhindern ist so als würde man Waffen produzieren um Krieg zu verhindern.
    Ich finde das wirklich bedenklich! Welche informationen hat die GLS-Bank die ich nicht habe um „nichtohneuns“ das Konto zu entziehen? Oder andersherum müsste ich vielleicht fragen, welche Informationen zur GLS-Bank habe ich nicht um einen solchen Schritt verstehen zu können?
    Ich möchte hier ganz offen sagen, dass ich eher aus dem Links-Alternativen Spektrum bin und genau solche Bewegungen wie „nichtohneuns“ und viele andere linksorientierte demokratische Bewegungen deshalb unterstütze, und diese ebenfalls die GLS unterstützen! Und zum Dank wird diesen dann das Konto entzogen?
    Dann aber in Zukunft eher „nichtmitmir“.

  22. Die hier vorgetragenen Gedankengänge der GLS-Entscheider befremden mich sehr. Das Ansinnen, eine vermeintliche Spaltung durch Abspaltung überwinden zu wollen, führte immer noch fehl. Die Vorstellung der Spaltung beruht auf einer exklusiven Sichtweise, wie sie der materiellen und irdischen Sphäre notwendigerweise zu eigen ist. Die geistig-ideelle Sphäre hingegen schließt die inklusive Denkweise ein, das „sowohl-als-auch“. Das Verbindende ist ein zutiefst christlicher Impuls, den es zu kultivieren gilt, wie Rudolf Steiner betont, und dem sich die Anthroposophie verpflichtet fühlt. Dieser geistige Weg ist nicht immer einfach zu bewältigen. Aber nur so lässt sich das Einseitige, das aus dem gesunden Gleichgewicht geratene, korrigieren. Wie in so vielen anthroposophischen Unternehmen ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GLS-Bank zu wünschen, sich auf ihre geistigen Wurzeln zu besinnen.

  23. Mehr Zuhören, mehr Empathie – mehr Abgrenzung?

    Durch mehr Abgrenzung schafft man weder mehr Zuhören noch mehr Empathie. Mehr Zuhören und mehr Empathie gelingt durch ernst nehmen und Neugier. Was man aber beobachten kann, ist ein phänomenaler Mangel an Beidem und der Versuch, das Unverständnis, warum der andere meine Position nicht teilt, damit zu erklären, dass man ihm Standpunkte und Haltungen unterschiebt, die er nicht hat.
    Die einen werden zu Rechtsradikalen, Corona-Leugnern und Antisemiten uminterpretiert und die anderen zu machtgierigen Politikern und Geldbesitzern, denen es nur darum geht, die Demokratie auszuhebeln. Diese Haltungen spalten die Gesellschaft. Und die fast unvermeidlichen Beschimpfungen.

    Ich finde es erschreckend, wie wenig souverän die Deutschen sind, wenn sie nicht mal akzeptieren können, dass die Schweden sich für einen anderen Weg entschieden haben. Haben wir so wenig zutrauen in unsere eigenen Entscheidungen, dass wir jeden öffentlich an den Pranger stellen müssen, der von unserem Weg abweicht?

    Was KenFM angeht, kann ich nur jeden raten, sich selbst kundig zu machen. Seine Corona-Analyse finde ich auch wenig hilfreich, ebenso seine Haltung zum Klimawandel. Aber auf der website findet man viele interessante und wertvolle Beiträge. Von der Idee, ihm das Konto zu kündigen, halte ich nichts.

  24. Zitat: „sie brauchen mir keine holocaus informatinen zukommen lassen. ich habe mehr als sie. ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat. der neffe freuds. bernays. in seinem buch propaganda schrieb er wie man solche kampagnen durchführt. goebbels hat das gelesen und umgesetzt. ich weis wer die rassendatten im NS reich möglich gemacht hat.“

    Ganz klar Antisemitisch! – Auch wenn sich Jebsen noch so oft als Journalist bezeichnet, er ist nichts weiter als ein Demagoge, der es versteht die Unsicherheiten der Menschen auszunutzen. (Quelle: Antonio Amadeu Stiftung)

    • Sie haben die Quelle und die Zusammenhänge vergessen. Und die Antonio Amadeu Stiftung ist keine Referenz.

    • raimund raytarowski

      nicht nur die quellen hat er vergessen; mensch muß sich mal den „entschwörungsgenerator“ der antonio amadeu stiftung anschauen… mir ist da ersichtlich, daß da systematisch desinformation betrieben wird mit dem ziel, alle außerwertzusetzen, die als „verschwörunstheoretiker“ auf den abschußlisten der meinungs-zaren stehen.
      hier wird der ermordete schwarze namensgeber antonio ein zweites mal erschlagen.
      was waren das für zeiten, als noch sebastian haffner und günter gaus sprachen oder schrieben — und nicht relotius und kleber usw….
      und nocheinmal: kontosperrung ist keine meinungsäußerung, sondern ökonomische kriegführung (wie alle sanktionen) mit dem ziel, den anderen zu vernichten.
      das hat mit GEBENLEIHENSCHENKEN garnix mehr zu tun !

    • Dieses Zitat weist Ken Jebsen NICHT als Holocaustleugner aus. Ken erklärt hier (aus seiner Sicht), wie der Holocaust erdacht und gemacht wurde, er beschreibt den „Thinktank“: Bernays hat erfunden/erdacht, und Goebbels hat umgesetzt/gemacht. Mit freundlichen Grüßen!

  25. Hallo Sie alle, angenehm überrascht bin ich von dieser Diskussionsrunde! Mich hat der Artikel von Hr. Zientz im Bankenspiegel auf diese Seite gebracht. Ich hatte im Herbst Gerüchte vernommen, dass das KenFM- Konto gesperrt worden sei. Dies hatte mich sehr beunruhigt. Einmal mehr Meinungs- und Presseunterdrückung, Mind Control, Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlage von Andersdenkenden, in einer Zeit der (fast) totalen medialen Gleichschaltung. KenFM publiziert gute und wichtige Beiträge (z. B. M-Pathie), allerdings gibt es auch für mein Dafürhalten Autoren und Formate, deren Stil ich nicht mag. Die Bezeichnung von Hr. Hoyer für Ken Jebsen „gemischter König“ gefällt mir sehr. Sind wir das nicht alle? Die Diffamierung, der Rufmord ist ungeheuerlich, einer Demokratie unwürdig. Leider ist die TAZ eine sich selbst diskreditierende Königin geworden. Wir sind der Bernays`sche Meinungsmache ausgeliefert ohne die freien Medien! Sie müssen im Sinne der sozialen Dreigliederung – oder einfach : Vielfalt wertgeschätzt und erhalten werden! Seien wir neugierig auf die Sichtweise des Anderen. Fürs Zuhören brauchen wir Wohlwollen, für die Mitteilung unserer Perspektive brauchen wir Mut. In diesem umfassenden Diskussionszusammenhang empfehle ich Ihnen die Videos des Anthroposophen Axel Burkart. Ich bin froh, dass das KenFM-Konto noch existiert und hoffe, dass die GLS auch anderen Medienschaffenden und „Dissidenten“ in Zukunft die ökonomische Grundlage ermöglicht.
    Herzlichst Amelie

    • raimund raytarowski

      DANKEDANKE AMELIE
      das spricht mir ausm herzl !
      kenfm ist noch drin und erfreulich sind mir die (mittlerweile) vielen fürsprachen für die große toleranz.
      wahr bleibt leiderleider:
      „nichtohneuns“ hat die GLS schon rausgeschmissen und das nicht wirklich gut begründet auf meine nachfrage vor wochen.
      da würde ich gerne noch von einem bedauern der geschäftsleitung lesen.
      wo alles enden kann mit den gepflegten feindseligkeiten hat schließlich der große alte steiner-rudi schon in dornach leidvoll erfahren müssen….
      immerhin gibt es diesen blog; ein wenig tröstet er doch.

    • notfalldekon

      Ich bin ebenfalls durch den Artikel im Bankspiegel auf diesen Blogeintrag aufmerksam gemacht worden. Ich bin Kunde und Mitglied.
      Auch ich habe ein Problem damit, eine Diskussion vorschnell zu beenden und damit Ausgrenzung zu fördern, die man eigentlich verhindern will. Ein Gesprächsangebot sollte es von beiden Seiten immer geben.
      Allerdings ist das erbringen von Bankdienstleistungen ggü einem Unternehmen (oder was auch immer KenFM ist) etwas anderes als eine Diskussion. Die GLS sollte und muss sich ihre Geschäftspartner aussuchen, das ist ein wichtiger Teil der Bank. Und da die „Wirkung“ von KenFM wie schon vorher von anderen gesagt spalterisch ist, die Wissenschaft mit erfundenen Argumenten entkräften will (bspw. auch im Gebiet Klimawandel, was ja ein Steckenpferd der GLS im Bereich Wirkung ist) und zur Verunsicherung der Bevölkerung durch polarisierendes Auftreten beiträgt, sollte die GLS Bank für so ein Unternehmen keine Bankdienstleistungen erbringen, das hat dann nichts mit Ausgrenzung zu tun, sondern mit dem Selbstverständnis der GLS.
      Ob ein Privatmensch Kayvan Soufi Siavash („Ken Jebsen“), ein Konto führen dürfen sollte ist eine andere Frage. Das behagt mir persönlich zwar nicht, aber ich sehe nicht, auf welcher Grundlage das verboten werden sollte. Allerdings sollte er mit einem Privatkonto auch keine Spenden sammeln dürfen.

      Ein Gesprächsangebot sollte trotzdem immer möglich sein, sonst kann unsere Gesellschaft nicht zusammen finden. Wenn im Gespräch jedoch dann zT absurde Thesen geäußert werden, die nunmal einfach den Fakten widersprechen und man keine Gesprächsgrundlage bilden kann, so muss dann auch dieses Gespräch wohl abgebrochen werden.

  26. Claudia Herforth

    Bevor man Ken Jebsen dermaßen verurteilt,sollte man vielleicht mal das Buch lesen von Mathias Bröckers „Der Fall Ken Jebsen“. Danach kann man sich eventuell ein Urteil erlauben.

  27. Jan Kinner

    Hallo Ihr Lieben,
    auch ich bin geschockt mit welch harten Anschuldigungen und Beleidigungen mittlerweile gegen alternative Medien und Menschen mit alternativen Meinungen gekämpft wird.
    Das sind wirklich harte Worte ! Ich persönlich könnte es mir nie verzeihen nur auf Grund von Vermutungen Jemanden als Antisemit zu bezeichnen. Am Ende kommt das Gegenteil raus. “huch, und das Konto haben wir ihm jetzt auch schon gespert. “

    Ich verfolge Ken Jebsen seit er zum ersten mal bei den Montagsmahnwachen auf der Bühne stand.
    Durch ihn bin ich bei der GLS Bank gelandet und mittlerweile bin ich und meine kleine Familie auch MItglied und damit auch vollstens zufrieden.
    Im selben Zug entwickelte sich in mir das Bewusstsein und der Antrieb in dieser Gesellschafft wirksam zu sein. Nicht einfach passiv in die Welt rein zu leben. Mit dem was ich konsumiere, was ich sage, denke, arbeite, fühle…. Ich wirke. Und ich kann sogar selber entscheiden wie,was und wo. Das ist doch der Hammer.

    Dann bin ich 3 Jahre ohne Handy durch die Welt gereißt und habe eben auch meinen Medienkonsum voll runtergefahren. Währenddessen habe ich immer wieder von diesen harten Anschuldigungen und Beleidigungen mitbekommen. Ich war geschockt. Erst wollte ich das nicht wahr haben weil ich mit solchen menschenverachtenden Inhalten wie sie KenFm vorgeworfen werden nie etwas mitbekommen habe. Doch in dieser langen Zeit habe ich es einfach mal so akzeptiert. Mittlerweile habe ich wieder Fuß gefasst und gehe meiner Berufung als selbstständiger Zimmerer nach. Wieder wollte ich mich informieren und bilden doch jetzt war es so , dass genau die Medien die mich dazu animiert und inspiriert haben ,mir meine Meinung selbst zubilden und stets alles kritisch zu hinterfragen, verrufen waren als Rechte und oder Verschwörungstheoretiker.
    Alle meine Bekannten und sogar meine Frau waren dieser Meinung und ich hatte einfach Angst am Ende als Spinner da zu stehen. Merkwürdigerweise hat aber keiner von denen selbst was von KenFm gesehen oder gelesen. “ Das weiß doch Jeder, dass das voll der Nazi ist“
    Ich bin dem selbst auf den Grund gegangen und hab mir wie damals Interviews und Gespräche mit Ken angeguckt. Genau wie damals bin ich wieder auf super interessante Menschen und Inhalte gestoßen.
    Mittlerweile sogar richtige Gesprächsrunden mit Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zu relevanten Themen. Und nirgens nur den kleinsten Ansatz von menschenverachtenden Inhalten. Wer kann soll mir bitte das Gegenteil beweisen.
    Daraufhin war ich enorm erleichtert aber es stieg auch die Angst in mir auf als rechter Esoteriker abgestempelt zu werden.
    Ich arbeite daran diese Angst abzulegen und oute mich immer mal wieder unter meinen Mitmenschen.
    So weit mein Erfahrungsbericht.

    Ob KenFm zur GLS Bank passt? Auf jeden Fall !
    Nirgendwo sonst habe ich mehr über Themen wie Demokratie, Medienfreiheit, Meinungsfreiheit, GEO Politik, Klimawandel, Wegwerfgesellschaft/Wertschätzung und Umwelt/Mitwelt gelehrnt.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die offene Diskussion hier.
    Und zu guter Letzt ein besinnliches Weihnachtsfest
    Liebe Grüße
    Holzbau Kinner

  28. Martin Graupner

    Beschämend genug, „nichtohneuns“ das Konto zu verweigern, finde ich es erschreckend, überhaupt in Erwägung zu ziehen, KenFM selbiges evtl. zu kündigen. Für mich ebenso ein ungeheuerlicher Vorgang, wie eine Form von Zensur.
    KenFM ist ein Korrektiv zu den „Leitmedien“. Schließlich bedarf es leider solcher Korrektive, da die von uns allen gemeinsam zwangsfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen ihrem im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebenen Auftrag zur ausgewogenen Berichterstattung nicht mehr nachkommen. Beispiel Corona: Faktenbasiert ist genau das, was uns die Öffentlich-Rechtlichen wieder und wieder um die Ohren hauen, eben nun gerade NICHT. Einseitig Angst zu verbreiten, und eine fachliche Diskussion mit anderer Sichtweise nicht zuzulassen, ist nicht akzeptabel. Es gibt in Deutschland KEINE Übersterblichkeit, oder, wie Prof. Streeck es formulierte: „Wäre uns der Virus nicht aufgefallen, hätte man vielleicht gesagt, wir haben dieses Jahr eine schwerere Grippewelle.“ Zudem: Wann jemals hat man die Grippetoten ZWEIER Winter zusammengezählt, wie sie´s jetzt tun mit den „Coronatoten“?!
    Und zum ganzen Virusthema folgender Lesetipp: „Die Hygiene als soziale Frage“ von Rudolf Steiner.

  29. Sehr geehrter Herr Zientz, Liebe Gemeinschaft,

    zu dem Artikel im „Bank Spiegel“ Ausgabe 2/ 2020, Seite 37, Artikel „Rechthaber in der GLS Community“

    Ich bin Kundin der GLS Bank und habe neulich Ken FM Geld gespendet, da ich seine Arbeit schätze. Inhaltlich kann man sich sicher darüber streiten. Dabei fiel mir auf, dass er auch ein GLS Konto hat. „Aha“ – dachte ich. „Da ist also jemand, der sich Gedanken gemacht hat, welche Bank er benutzt. Und das ist ja auch noch die selbe Bank, die ich habe.“
    Wenn ich jemanden Geld überweise, ob Rechnung oder Spende, sehe ich ja, welche Bank die Person gewählt hat. Ob jemand bei der Deutschen Bank ist oder bei der GLS Bank, sagt ja etwas über die Person aus. Ist das ist in diesem Fall ein positiver Aspekt.

    Wo kommen wir denn hin, wenn eine freie Wahl der Bank nicht mehr möglich ist? Wer wird denn als nächstes ausgegrenzt?

  30. Hubertus Schubert

    Dank an Falk Zientz!
    ein guter Artikel, der persönlich und lebendig einführt und zur Diskussion einlädt!
    Ken Jebsen ist ein Feuerkopf, der sicher überkochen kann. Er lernt dazu. — Kulturell ist er meinem Empfinden nach ein wichtiger vergleichweise homöopatischer Ausgleich für die Flut der sanft an dem Brei vorbei schreibenden Vertretern gegenwärtiger politischer Korrektnes. Dass er von dort mit den vielfach bemühten Ausschluss-Stereotypen geprügelt wird, wen wundert’s?

    Gut, wenn ihre Bank nicht einfach auf dieser Rufmord-Schine mit rollt, sondern Mitdenken anregt.

    Bei der Initiative „Demokratischer Widerstand“ hatten Sie dies Aufwach-Erlebnis noch nicht?

    Den Finger in die Wunde legen ist nicht quälen, spalten oder zerstören, auch wenn es erst einmal Schmerz weckt und stört. Wir wachen auf für den Umweltschutz,die Corona-Gefahr, das Flüchtlingselend, unseren Überverbrauch und unsere selbstgefällige Urteilsgewohnheit weil es schmerzt. Dann machen wir es besser.

  31. Jan Kinner

    Ich fände es sehr schade würden KenFm das Konto sperren.
    Durch Ken Jebsen bin ich heute Mitglied mit meiner ganzen Familie bei der GLSBank.
    Und habe über KenFm so enorm viel gelehrnt über Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie, Umwelt/Mitwelt und und und, dass ich nicht verstehen kann woher die Frage kommt , ob “so etwas“ zu uns past?
    Meiner Meinung nach zu 100% . KenFm regt einfach zum denken an und das ist in unsere heutigen Zeit ja fast schon verloren gegangen. Selbst denken ! Super Sache.

    Desweiteren find ich es sehr schade, dass man der Zeitung “Demokratischer Wiederstand“ das Konto gesperrt hat. Ich lese diese Zeitung sehr gerne . Warum spalten ?

    Liebe Grüße Jan Kinner

    • Johannes

      Lieber Jan,

      ich stimme Dir zu.

      Ich bin dabei keineswegs ein Fan von Ken Jebsen und schaue ihn ebenso kritisch an, wie z.B. die ARD Tagesschau bin jedoch sehr dankbar für sein Tun.

      Würde die GLS-Bank das Konto von Herrn Drosten, Herrn Wiehler usw. sperren, wenn sich herausstellt, dass beide mit ihrer Darstellung des Geschehens eine Verschwörungstheorie kund tun, oder gar selbst Verschwörer sind?

  32. Johannes

    „Bei komplexen Problemen einzelne Personen oder Gruppen zu vermeintlich Schuldigen zu machen ist falsch und spaltet die Gesellschaft. Solche Unternehmen wollen wir weder durch Finanzierung noch durch Unterstützung beim Spendensammeln unterstützen.“ So schreibt Falk Zietz in einer der Anworten hier im Blog.

    Wie sieht es denn mit dem spaltenden Bewusstsein in den Redaktionen der nicht-alternativen Medien aus? Viele von ihnen haben ihr Logo behalten, doch die journalistische Ausrichtung stark der mittels Macht in den Vordergrund gedrängten Ansicht unkritisch eingeordnet.

    Wir sind dank corona deutlich herausgefordert, als Menschen und Menschheit im Ganzen zu reifen; der „Ausschluss“ aus der Gemeinschaft ist meines Erkennens nach ein deutliches Beharren auf der Richtigkeit alter, spaltender Rechthaberei wegen der in der Geschichte schon zu viel Unheil und folgendes Elend legitimiert worden ist. Die GLS übt hier Starr aus, statt Diskurs – und ich erkenne natürlich den Blog hier als Weg, das zu ändern.

    Sicherlich ist es richtig, zu entscheiden, mit wem ich Geschäfte eingehe und ihn dadurch mitfinanziere. Ich halte es aber für grundlegend falsch, diesen Anspruch nach allen Richtungen hin, bzw. in der Diskussion über meine Entscheidung anzuwenden. Die Berichterstattung der nicht-alternativen Medien bastelt aus mir und sehr, sehr vielen anderen Bürgern im Land derzeit einen spinnerten Haudrauf-Nazi mit wehender Fahne, der des Denkens noch nie fähig war. Das ist der näheren Betrachtung wert und m. E. der deutlichen Distanzierung seitens der GLS-Bank von solch strukturiert wiederholter Verhöhnung, deren Wirkung Spaltung ist.

    Es geht um die Qualtät des Spaltens ansich, nicht nur um einzelne Akteure. Die Qualität will in jedem nisten und es ist Lebensaufgabe an jede und jeden von uns Menschen, hier in sich zu arbeiten.

  33. Karin Hoffmann

    ich bin eine fleißige Leserin und Höhrerin aller möglicher alternativer Medien und bin entsetzt über die zunehmende Zensur im Internet, Viele der Herausgeber dieser für mich unabhängigen Seiten, wie Rubikon, Multipolar, Demokratischer Widerstand, etc. sind im Corona-Ausschuss zu Wort gekommen und es empfiehlt sich, sich selber zu überzeugen, mit welcher Akribie hier Fakten gesammelt werden und uns zur Verfügung stehen.
    Ich würde gerne wissen, mit welcher Begründung dem Demokratischen Wiederstand ein Konto verweigert oder entzogen wird und muss ausdrücklich betonen, dass ich als Mitglied der GLS-Bank damit nicht einverstanden
    bin. Ich empfinde dieses Verhalten ebenfalls als Zensur.

  34. Ich habe mich bewusst für ein Konto bei der GLS-Bank entschieden, weil ich nicht möchte, dass mein Geld für kriegsunterstützende Maßnahmen oder Spekulation mit Lebensmitteln und vielen anderen menschenverachtenden Aktivitäten benutzt wird.

    KenFM verfolge ich schon lange. Seine Zielgruppe ist der Mensch. Und ich habe keine antisemitische oder hetzerische Berichterstattung wahrgenommen. Er spricht Klartext. Und er zeigt die Mängel einer – leider sehr einseitigen – Berichterstattung der Mainstream-Medien auf. Und damit hat er absolut recht.

    Eine große Spaltung geht gerade von Mainstream-Medien aus, die alle Menschen als unsolidarisch oder rechtsextrem bezeichnet, die eine kritische Meinung zu den Maßnahmen haben. DAS ist genau das, was KenFM vorgeworfen wird.

    Doch immer, wenn man mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, zeigen 3 auf einen selbst zurück.
    Ich bin nicht mit allen Dingen einverstanden, die er sagt. Aber das bin ich bei unseren derzeitigen Politikern und Medienkonzernen schon dreimal nicht. Soll ich jetzt jeden Kontakt mit denen abbrechen, die eine andere Meinung als ich haben – vor allem, wenn sie unbequem ist?

    Wäre es nicht besser, wir setzen uns gerade mit Andersdenkenden zusammen, um dadurch weitaus mehr Lösungen zu finden, als wenn wir uns nur in unserer Blase befinden?

    Es gibt ein globales Problem. Um das zu lösen brauchen wir Menschen, die bereit sind über den eigenen Tellerrand zu schauen, und mit ehrlichem Interesse hinhören: ah, so kann man das auch sehen!

    Ich hoffe sehr, dass die GLS-Bank sich nicht an diesem Spiel der Spalterei beteiligt und Menschen den Hahn zudreht, bloß weil sie nicht regierungs- oder mainstreamkonform berichten!
    Ansonsten kann ich auch bei den Mainstream-Banken bleiben

  35. Timo Wittbusch

    Genau deshalb sind Menschen wie ein Ken J. so gefährlich! Ich hoffe man trennt sich bei meiner Bank von Ihm, dass ist kein Journalismus (!), das ist demokratiefeindliche Propaganda auf unterstem Niveau.

    „Eine klassische Verschwörungserzählung – garniert mit zum Teil falschen Zahlen. Wohl auch deswegen hat YouTube Ken Jebsens Kanal vor wenigen Wochen endgültig gesperrt.“

    Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/initiative-der-landesmedienanstalten-medien-aufseher-gehen.2907.de.html?dram:article_id=492565

    • raimund raytarowski

      das „unterste propaganda-niveau“ ist wohl bei herrn wittbusch:
      ich kann mir nicht vorstellen, daß er auch nur 10 sendungen von jebsen und kollegen von anfang bis ende zur kenntnis nahm. es ist mehr als primitiv, mit einem link zu einer deutschlandfunksendung rumzuwedeln und damit zu meinen, man habe irgendetwas belegt.
      DLF ist regierungssender und alles andere als neutral. ich höre ihn trotzdem regelmässig, weil es noch deutlich schlechtere/noch einseitigere programme gibt. (tip: die 6uhrnachrichten sind meist am eregiebigsten).
      und mit youtubes zensurpraktiken zu argumentieren hat die logik: weil die hexe verbrannt wird muß sie auch schuldig sein. gilt ihnen das auch bei navalny?
      es spalten m.e. jene, die diffamieren wollen mit wahlweise „verschwörungs.theorien-mythen-erzählungen“ und ähnlichem gerede. allein die wechsel von „theorien/mythen/erzählungen“ zeigen mir, daß die freunde der pandemie selbst merken, daß ihre übelwollenden kampfbegriffe das gegenteil des babsichtigten bewirken: sie fallen auf die eigenen füße.

      da bin ich ganz bei frau daniela m:
      wenn GLS andere meinungen zensiert, tut`s auch ne normal kriminelle deutsche bank (verurteilt in USA).
      und zuletzt lieber timo w: schon mal überlegt, warum kenfm sich für ein konto bei der GLS entschieden haben könnte?
      ich bin neugierig auf ihre denkergebnisse. aber bitte eigene, keine links!

    • Timo Wittbusch

      @raimund raytarowski sie schreiben „DLF ist regierungssender und alles andere als neutral. “ somit haben sie sich komplett dem sachlichen diskurs entzogen. es gibt nämlich keinen staatsfunk in deutschland und das seit dem 2. weltkrieg.

  36. raimund raytarowski

    im öffentlich-rechtlichen:
    der parteienproporz setzt sich durch und eine üppige karotte vor dem maul der esel: >300 000€ per anno für 1 intendanten.
    und wenn sich die erdrückende parteienmehrheit in der mitte zusammendrängelt: voilá !
    ich schrieb: „regierungssender“.
    timo macht „staatsfunk“ draus und bringts in goebbels nähe. („seit.2.WK“)
    mensch kann bewußt MISSVERSTEHEN, dann kann mensch sich argumente ersparen, weil er ja den anderen aus dem diskurs geschmissen hat.
    zu billig., wirkt auf mich wie so was wie bots im üblen sinn (um mich mal in ihrem niveau argumentfreier diffamierung zu üben)
    nix für ungut; auf eigene denkergebnisse wage ich nicht mehr zu hoffen.
    (warum ken jebsen gerade die GLS-bank gewählt haben könnte)
    war ja mein anliegen gewesen…..

    • @Raimund: Ich habe mir mehrere Stunden an Material von KenFM und Coautoren angesehen und halte KenFM ebenfalls für (gefährlichen) Nonsense – zwischen Beschimpfungen, Aufforderungen sich in die eigene Echokammer zurückzuziehen („Lest keine Systemmedien, holt euch eure Infos nur bei uns“) und dutzenden Falschaussagen kann ich keinen Journalismus erkennen, nur notdürftig mit Werbesprüchen wie „Meine Zielgruppe ist der Mensch“ ummäntelte Demagogie. Die Beiträge anderer Autoren sind oft noch schlimmer und reproduzieren klar antisemitische Argumentationen.
      Ihr Punkt interessiert mich aber: Warum glauben denn Sie, dass Jebsen sich für die GLS entschieden hat? Das passt in meinen Augen nämlich überhaupt nicht zusammen.

  37. Anna Klein

    Hallo zusammen, ich melde mich nochmal, weil der Themenkomplex sehr wichtig ist und Spaltung und Diskriminierung in den letzten Monaten noch zugenommen haben. In einem in der Bundesrepublik einzigartigen Mass werden Meinungen durch die Medien gemacht und promoted, kritische dagegen unterdrückt, zensiert und eliminiert bis hin zum wirtschaftlichen Ruin. Meiner Sicht nach leistet kenfm einen wichtigen Beitrag in der journalistischen Berichterstattung. Wir leben in einer Zeit des Epochenwechsels, gerade jetzt brauchen wir die freien Medien, um das grössere Bild, the bigger picture, sehen zu können. Mein Vorredner Maurice hat sich wahrscheinlich nicht mit Edward Bernays und der Kunst der Propaganda beschäftigt und kann das vielgeschmähte Jebsenzitat deshalb nicht einordnen. Das war für mich ein Augenöffner, ebenso das Buch von Bröckers: Der Fall Ken Jebsen. Bröckers war bei taz und Zeit!
    Da ich kenfm unterstützen möchte, habe ich einen Betrag aufs GLS-Konto gespendet. Ich weiss nicht, ob sein Konto noch existiert, bisher ist das Geld nicht zurückgekommen.
    Darüber hinaus ist kenfm nicht der einzige, dessen Bankkonto gefährdet oder gekündigt wurde!!!
    Dem Verein MWGFD, Mediziner und Fachleute aus dem Gesundheitswesen, die sich um das Wohlergehen der Menschen in dieser Krise bemühen, https://www.mwgfd.de/ ist das Spendenkonto bei einer anderen Bank gekündigt worden und eine Kontoneueröffnung ist von der GLS-Bank verwehrt worden. Ich dachte, es könnte nicht wahr sein!!
    So macht es mir keine Freude mehr, Teil von GLS zu sein.
    Übrigens ist dieser Epochenshift durch einen „Meinungs“shift getriggert, der uns sehr hellhörig machen sollte. Ebenfalls von Kontokündigung,( bei einer anderen Bank), damit quasi wirtschaftliche Existenzvernichtung betroffen ist Ovalmedia, die noch 2017 für ihre kritische Dokumentation über die WHO in der deutschen Presse und im Deutschlandfunk grosses Lob erhielt.
    https://www.oval.media/de/projects/trustwho/
    Da liegt es nahe, zu bemerken, dass grosse Geldsummen von grossen Geldgebern in die deutsche Medienlandschaft geflossen sind, ebenso in die Politik und in manche Industrien.
    Weitere Informationen zu den „Bankenaffairen“ in dem Artikel bei multipolar https://multipolar-magazin.de/artikel/oppositionsmedien-unter-feuer
    Ich bin sehr besorgt, und wünsche, dass dieses Thema in der Jahresversammlung zur Sprache kommt. Leider habe ich den Eindruck, dass sich die GLS bereits dem Druck angepasst hat und nur noch (auch wichtige) Oberflächenthemen anpackt, nachdem die Weichenstellung für die Zukunft bereits erfolgt zu sein scheint. Dazu die erhellende Leseempfehlung: Sven Böttcher: Wer, wenn nicht WIR!
    Herzliche Grüsse, und engagieren wir uns gemeinsam für eine menschenwürdige Zukunft für unsere Kinder und Enkel!! Anna Klein

    • Hallo Frau Klein,
      als Autor will ich gerne klarstellen, dass ich nicht aufgrund von Druck etwa von Geldgebern oder von der Bankenaufsicht handle. Das liegt mir wirklich fern. Dass sie dies unterstellen trägt nicht zum gegenseitgen Verständnis bei, sondern zur Vertiefung der Gräben. Bitte nehmen sie Andersdenkende ls Menschen wahr, nicht als Erfüllungsgehilfen – außer sie haben dazu konkrete Informationen.
      Herzliche Grüße, Falk Zientz

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