Biohof May

Biohof May Schweineställe Junkershausen

Hier spart die Sonne den ein oder anderen Tierarztbesuch: Im zukunftsweisenden Schweinestall des Biohof May, der sich in die schöne Hügelkulisse der Ausläufer der bayrischen Rhön einpasst. Gebaut mit 155 Kubikmetern unbehandeltem Holz, gehobelt und verarbeitet wie für ein Wohnhaus.

Biobauer May ist sicher: „Schweine lieben Holz.“ In vierter Generation bewirtschaftet er den Hof, den seine Eltern bereits 1989 auf ökologischen Landbau umgestellt haben. Er beschränkt sich auf 40 Muttersauen und 350 Mastschweine. Eine „handliche Größe“ sei das. May stellt sich damit gegen die Konzentration in der Landwirtschaft, die immer größere Ställe hervorbringt.

Der Stallneubau wurde mit dem Deutschen Landbaukultur-Preis 2018 ausgezeichnet, dem bedeutendsten Preis für innovatives und nachhaltiges Bauen im ländlichen Raum. Die Jury überzeugten die Nutzung nachwachsender Rohstoffe (ungedämmte Holzrahmenbauweise) und die vorbildliche landschaftliche Einbindung mit Hecken und begrüntem Dach. Die Ställe sind ganz aus den Funktionsabläufen heraus entwickelt und dem Tierwohl verpflichtet. Sowohl der Stall für tragende Muttertiere als auch jener für die Sauen mit Ferkeln sind nach Süden ausgerichtet, sodass Sonne und Wärme dorthin gelangen. „Wo die Sonne hinkommt, braucht es keinen Arzt“, zitiert May. Ein chinesisches Sprichwort, das ihm sein Vater   beibrachte. Da Schweine auf Hitze empfindlich reagieren, besitzt die Rückseite des Stalls ein Fundament aus Sichtbeton, das souterrainartig ins Gelände gesetzt wurde. Dieser Boden liefert selbstständig und kostenlos die wichtige Kühlung. Das ist selbst in heißen Sommern ausreichend.

„Dass Stallneubauten einen Architekturpreis gewinnen, hat Seltenheitswert.”

Begrünte Dächer unterstützen das ausgeglichene Raumklima: Sie kühlen im Sommer und halten im Winter die Wärme. Ganz abgesehen von ihrer Wasserrückhaltefähigkeit, die bei Starkregen die Entwässerung entlastet. Die windexponierten Westseiten sind mit einem Rollo und Windschutznetzen ausgestattet. Energieeffiziente Infrarotstrahlungsplatten, die zum Großteil von der hofeigenen Photovoltaikanlage gespeist werden, wärmen die kälteempfindlichen Ferkel. Die Fassade ist mit Lärchenholz verkleidet, Stützen, Träger, Decken und Wände bestehen aus Fichtenleimhölzern.

Im Gegensatz zu den hohen Investitionskosten sind die laufenden Betriebskosten niedrig. Lüftung und Klimaanlage, zwei wesentliche Kostenfaktoren in der konventionellen Zucht, entfallen. Auch der gute Gesundheitszustand der Tiere senkt die Kosten.

Biohof May: Abferkelstall Mistgang
Abferkelstall Mistgang

Um die Wohnqualität der Dorfgemeinschaft im Ortskern zu erhalten, befinden sich die Ferkelaufzucht und Mast außerhalb des Hofes. Die beiden neuen Ställe für Muttersauen sind weiterhin auf der Hofstelle am Rande des Dorfs zu finden.

Für die GLS Bank war schnell klar, dass sie die Finanzierung übernimmt. „Wir wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung im ökologischen Landbau, dass die Investitionskosten pro Stallplatz bei artgerechter Tierhaltung wesentlich höher liegen. In diesem Fall liegt der Standard noch über dem üblichen Biostandard“, sagt Kundenbetreuer Jens Kaufmann. „Dass Stallneubauten einen Architekturpreis gewinnen, hat Seltenheitswert. Familie May hat außerordentlich durchdachte Stallgebäude geplant und umgesetzt. Das zeigt sich in allen Details. Die Gründächer enthalten zum Beispiel eine barrierefreie  Dachterrasse, um Besucherinnen und Besuchern die Anlage zu zeigen. Das unterstützt wiederum die Direktvermarktung des hochwertigen Fleischs. Für unsere Finanzierungsentscheidung betrachten wir die finanzielle Situation des Gesamtbetriebes, nicht isoliert den Stallbau.“

Neben dem Schweinefleisch vermarktet Familie May Eier aus Mobilställen sowie eigene Getreideprodukte im Hofladen, per Onlineshop sowie in Naturkostläden. „Unser Hof ist der schönste Arbeitsplatz der Welt“, freut sich Biobauer May.

2018 erhielt der Biohof May den Deutschen Landbaukultur-Preis.

Mehr Informationen zum Biohof May

Fotos: Abferkelstall – ADphotography; Rebekka und Christian May – Büro Schramm

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Ein Artikel aus dem GLS Unternehmer*innen-Magazin Sinnmacher zum Thema nachhaltige Immobilien. Diesen und viele andere spannenden Artikel finden Sie hier im Blog. Alle Ausgaben des Sinnmachers als PDF finden Sie unter: https://www.gls.de/sinnmacher/.
  1. alle 14 Tage werden Gastronomiebetriebe, Büros und private Haushalte in Frankfurt mit Lastenrad beliefert.
    Die Ware wird mit einem Transporter in unser Lager gebracht, von wo wir es dann verteilen.
    Wir sind auch Geschäftskunde der GLS, wie viele weitere tolle Unternehmer in Frankfurt

  2. und 14-tägig liefert uns der Biohof May Produkte in unser Lager in Frankfurt, von wo wir alles mit unseren Lastenrädern an die Kunden ausliefern.

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