„Covid19 Spezial“ – Kunst: Schöpferkraft und Kraftschöpfung

„Covid19 Spezial“ – Kunst: Schöpferkraft und Kraftschöpfung

Was wäre ein Leben ohne Kunst und Kultur? Undenkbar. Kunst und Kultur sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Überall, weltweit. Kunst verbindet. Kunst ist Freiheit. Kunst berührt. Kunst heilt. Gerade in Krisenzeiten wie dieser bedeutet sie für viele von uns auch eine notwendige Konstante, aus der man Trost, Kraft und Hoffnung schöpfen kann. Und ohne Hoffnung gibt es keine Zukunft. Aber die Kunst- und Kulturwelt steht wegen der Coronakrise gerade still.

Kunst – Abgesagt

Corona schickt auch die Kunst in Quarantäne. Wie lange, weiß niemand. Das Kulturleben ist weitestgehend zum Erliegen gekommen. Events, Auftritte, Ausstellungen, Lesungen fallen aus. Theater sind geschlossen.

Glück im riesigen Unglück, dass uns diese Pandemie in Zeiten des Internets heimsucht. Konzerte, Comedy-Shows, Opern & Co. können wir auch digital genießen, Museen virtuell besuchen. Streaming ist das Zauberwort. Alles ganz bequem vom heimischen Sofa aus. Doch wie (er-)leben wir Kunst damit? Auf jeden Fall anders. Musik, feine Töne und Schwingungen der Instrumente. Nur live sind sie auch körperlich spürbar. Schauspiel, Aura der Künstler*innen sind nur live wahrnehmbar. Bildende Kunst, haptische und visuelle Wahrnehmung, nur live (er-)greifbar. Digital kann analog nicht ersetzen. Kunst spricht alle unsere Sinne an. Kunst und Kultur sind ein Raum der Begegnung und des persönlichen Austausches. Das gelingt am besten live und vor Ort.

Aber ob digital oder analog, live oder via Internet. Eins steht fest. Es braucht die kreativen Menschen, um Kunst und Kultur zu erschaffen. Daher müssen wir dafür sorgen, dass sie durch diese Krise kommen und danach weiterarbeiten können.

Künstler*innen in Not

Das Corona-Virus trifft die Künstler*innen hart. In der Kultur- und Kreativwirtschaft sind rund 600.000 Selbstständige, einschließlich der Künstler*innen, tätig. Darunter sind 340.000 sogenannte Miniselbstständige mit einem Umsatz unter 17.500 Euro jährlich. Rücklagen für Notzeiten lassen sich davon schwerlich bilden.

Die Kulturschaffenden bangen jetzt um ihre Existenzen. Etliche stehen vor dem Aus. Aber auch freischaffende Künstler*innen müssen sich und ihre Familien ernähren, Miete zahlen, ihren Lebensunterhalt bestreiten. Wie soll es weitergehen?

Aus diesem Grund hat sich eine Initiative von Künstler*innen zusammengefunden und einen Nothilfefonds aufgelegt. Die #KunstNothilfe. Über sie konnten schon in kürzester Zeit Geld an 47 Künstler*innen zwischen 500 und 1.00 Euro ausgezahlt werden. Welche Menschen stehen hinter den Zahlen? Wie hat das Virus ihr Leben verändert? Vier von ihnen sprechen über ihre aktuelle Situation.

„Covid19 Spezial“ – Kunst: Schöpferkraft und KraftschöpfungRoman Grübner
„Durch die Förderung der Kunst des Elinor Netzwerks wurde mir etwas sehr Wichtiges geschenkt, nämlich Zeit! In dieser völlig chaotischen, ja dramatischen Situation – gerade für selbstständige oder freie Künstler- bietet mir die unbürokratische und schnelle Hilfe von Elinor eine nötige Verschnaufpause, um mir über meine finanziellen Verhältnisse und Möglichkeiten in Ruhe einen Überblick zu verschaffen (…) Danke!“

Sérgio Paulo de Freitas Fernandes
„Nach den Absagen aller Festivals in März, April und Mai in verschiedenen europäischen Ländern, ohne Einkommen und bisher auch ohne die Möglichkeit staatliche Hilfe zu beantragen, war #KunstNothilfe die einzige finanzielle Hilfe, die schnell und effizient wirkt. Diese Unterstützung zeigt, dass wir uns gemeinsam ausbalancieren können, obwohl dieses Coronavirus uns physisch trennt und vielen Menschen die Arbeit unmöglich macht.“

„Covid19 Spezial“ – Kunst: Schöpferkraft und KraftschöpfungTeija Vaittinen
„Die Unterstützung von #Kunstnothilfe hilft mir weiter, diese turbulenten Zeiten zu überstehen, um laufende Ausgaben zu finanzieren. Da viele geplante Projekte bei mir ausgefallen sind, ist finanzielle Unterstützung zurzeit ernsthaft hilfreich und geschätzt.“

„Covid19 Spezial“ – Kunst: Schöpferkraft und KraftschöpfungAndreas Schwaiger
„Für mich bedeutet eure großzügige Unterstützung ein wenig Sicherheit für meine Familie und mich. Ich hatte schon etwas Bammel, dass ich demnächst mal an der Kasse stehe und unsere Einkäufe nicht mehr bezahlen kann… Und da die Zuschüsse des Bundes bisher auch noch nicht final geklärt sind, und es in Sachsen gar keine Zuschüsse sondern nur Darlehen geben soll und auch unklar ist wie lange die Bearbeitung bis zur Auszahlung dauern wird, bin ich für die superschnelle und unkomplizierte Hilfe von der #KunstNothilfe mega DANKBAR!!!“

Solidarität mit Kulturschaffenden

Unter elinor.network/kunstnothilfe werden weiter Spenden für die #KunstNothilfe gesammelt. Betroffene können unkompliziert eine einmalige Unterstützung beantragen. Über die Vergabe entscheidet ein Beirat. Elinor ist eine Online-Plattform für organisierte Solidarität und Empowerment, die gemeinsam mit der GLS Bank gegründet wurde.

Wir brauchen die Kunst und sie braucht uns! Für ein Leben nach Corona. Bleibt gesund!

  1. Jorge Mario Arango

    Tolle Initiative, sehr wichtiges Thema, sehr gut der Rtikel! Vielen Dank!

  2. Sehr schön geschriebener Artikel.
    Ich wünsche allen Künstlern Durchhaltevermögen und hoffe, dass wir sie bald alle auch wieder live erleben dürfen. Viel Glück und eine super Sache hier ??

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