I should never give up ….

… because life is full of challenges and we should take risks to be able to overcome them.

Der Satz stammt von Jane Ndembu, Schülerin des Kimlea Kollegs in Kenia. Ein Aufruf dazu, sich nicht aufzugeben und für seinen Traum zu kämpfen. Ein Zeichen für den starken Willen und Ehrgeiz, sich eine eigene Zukunft aufzubauen.

Auszubildende für Auszubildende

Dieser Wunsch wird durch das Patenschaftsprojekt der Zukunftsstiftung Entwicklung bei der GLS Treuhand gefördert, das schon auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück blicken kann. In alter Tradition der GLS Bank haben wir Auszubildenden des dritten Lehrjahres uns für eine gemeinsame Patenschaft entschieden. Auszubildende unterstützen eine Auszubildende. Dieser Gedanke gefiel uns, und so übernahmen wir unsere erste Patenschaft gleich zu Beginn der Ausbildung. Seitdem pflegten wir einen regelmäßigen Austausch und lernten so eine Menge über die Lebensumstände, Denkweise und Kultur in dem afrikanischen Land.

Nun wollen wir unsere Erfahrung an Sie weiter geben und Ihnen berichten, wie wir diese Patenschaft wahrgenommen haben und was genau wir unterstützen. Eine Patenschaft vermittelt von der Zukunftsstiftung Entwicklung kann man für 31 € pro Monat übernehmen. Für einen alleine wäre das während der Ausbildung schon ein Kostenfaktor gewesen. Deshalb haben wir diese Verantwortung als Lehrjahr zusammen übernommen und teilen uns die Beiträge. Viele Abteilungen der GLS Bank sind ebenfalls seit Jahren als Paten aktiv, sodass viele Briefe und Bilder ihrer Patenkinder die Abteilungen schmücken.

Unser Patenkind ist schon eine Teenagerin und besucht das Kimlea College in Kenia. An dieser Schule wird Hauswirtschaft unterrichtet. In Kenia ist es üblich, dass man eine schulische Ausbildung aus eigener Tasche zahlen muss. Anders als hier in Deutschland gibt es dort keine kostenfreien staatlichen Schulen, und wer eine Schule besuchen möchte, muss für sein Schulgeld hart arbeiten. Die jungen Frauen kommen aus unterschiedlichen familiären Verhältnissen. Einige haben ihre Eltern verloren, leben bei Verwandten und mit vielen Geschwistern zusammen. Allen eine schulische Ausbildung zu ermöglichen stellt die Eltern oft vor eine unlösbare Aufgabe. Viele der Mädchen arbeiten noch nebenbei, um sich die Ausbildung leisten zu können. Umso dankbarer sind sie, wenn ihnen und ihren Eltern durch die Patenschaft ein Teil der Last von den Schultern genommen wird.

Eine gute Grundlage dank einer guten Ausbildung Wer in Deutschland eine Ausbildung in Hauswirtschaft macht, wird in unserer Gesellschaft wahrscheinlich nur müde belächelt. Damit kann man kein Geld verdienen, das werden die Meisten sage. In Kenia hat diese Ausbildung jedoch einen ganz anderen Status. Sie gibt den Mädchen die Möglichkeit, später einmal ein festes Einkommen zu erhalten, in einem Restaurant, Hotel zu arbeiten oder sich mit dem Betrieb eines Cafés, oder einer Bäckerei selbstständig zu machen. Ihre Eltern arbeiten oft auf ihren kleinen Feldern oder als Teepflücker auf Plantagen und wie alle Eltern wollen sie, dass es ihre Kinder es später einmal besser haben als sie.

Trotz guter Noten hindert das Schulgeld viele Mädchen daran, sich beruflich weiter fortzubilden und führt damit unweigerlich zu einer Verschwendung von Potenzial und zu einer Zerstörung von Träumen. Das College Kimlea bietet den jungen Frauen für relativ wenig Geld eine gute Ausbildung, die ihnen sowohl hilft, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken und zu fördern, als auch eine ethische Erziehung zu erhalten. Dort finden sie Gleichgesinnte und treffen auf Verständnis für ihre Lage. Sie werden nicht wegen ihrer sozialen Herkunft diskriminiert und können im Austausch mit Anderen eine eigene Meinung festigen. Wer eine Ausbildung am Kimlea College genossen hat, verlässt die Schule gestärkt und als selbstbewusste Frau.

Die jungen Frauen sind mit Ehrgeiz dabei, legen sie doch täglich viele Kilometer zurück, um zur Schule zu gelangen. Sie stehen um 4 Uhr morgens auf, um im Haushalt und mit den Geschwistern zu helfen. Für ihren Traum sind sie bereit hart zu arbeiten. „Ich möchte später einmal meine eigene Bäckerei haben“, sagt Lucy Wahu. Ihre Wünsche mögen für uns einfach klingen; für sie ist es jedoch ein Traum und wir helfen ihr diesen Traum zu erfüllen! Denn genau wie für uns Azubis gilt hier: Eine gute Ausbildung ist der Grundstock für das spätere Leben.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Erlebnisbericht Lust auf Mehr gemacht hat.

Weitere Vorstellungen von spannenden Projekten werden im nächsten Jahr folgen.

Hier finden Sie weitere Infos zu den Patenschaften.

Folgende Briefe der Patenkinder erreichten uns aus Kenia:

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Ein Artikel der GLS Auszubildenden des dritten Lehrjahres.

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