Hilfe für Nepal:: Ein Zwischenstand

Anfang der Woche haben wir um Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal gebeten. Wie ist der Stand heute?

Mit den Spenden werden Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen der Partnerorganisationen der Zukunftsstiftung Entwicklung in Nepal finanziert. Die Zukunftsstiftung Entwicklung gibt einen ersten Zwischenstand:

Bis heute, 29. April, 9 Uhr, sind 34.000 Euro an Spenden eingegangen.Dafür dankt die Zukunftsstiftung allen Spenderinnen und Spendern.

Für 10.000 Euro wurden bereits Lebensmittel und Medikamente vor Ort gekauft, für 5.000 Euro Decken, Zelte und Planen angeschafft. Voraussichtlich 3.000 Euro kosten drei Wasserfilteranlagen. Heute gingen 10.000 Euro für Wellbleche für Behelfsunterkünfte an die Partnerorganisationen. Denn es ist davon auszugehen, dass viele Menschen längere Zeit in provisorischen Unterkünften leben müssen.  Weitere 7.000 Euro werden für eine Luftbrücke eingesetzt.

Nachbeben

Zerstörtes Haus in KathmanduImmer wieder erzittert in Kathmandu, Bhaktapur und Umgebung die Erde. Seit Sonntagabend regnet es. Es ist sehr kalt. Dennoch campieren die Menschen aus Angst in provisorischen Zelten im Freien.

Renu Sharma, die Leiterin der Women‘s Foundation Nepal, beschreibt die Situation in Kathmandu: „Zurzeit haben wir keinen Strom, die Trinkwasserversorgung funktioniert nicht und die ersten Meldun­gen zum Ausbruch von Cholera kursieren. Uns geht die Milch für die Kinder aus, auch rationieren wir die Lebensmittel. Die Handykommunikation funktioniert sporadisch. Es gibt keine Toiletten, es gibt nicht genügend sauberes Wasser. (…) Die nepalesischen Medien berichten, dass Hilfskräfte aus den Nachbarstaaten eingetroffen sind – aber es scheint so, dass sie aus Angst und wegen der schwierigen Straßenverhältnisse nicht in die Gebiete vordringen, in denen sie am dringendsten benötigt werden. (…) Das Krankenhaussystem in Kathmandu ist überlastet. Vielen Familien fehlt das Geld, um ihre getöteten Angehörigen zum Verbrennungsort beim Pashupatinath Temple transportieren zu lassen. (…)“

Wie sieht es bei einzelnen Projektpartnern aus?

Die Frauenunion (Women´s Foundation Nepal), die in zwölf Distrikten Nepals organisiert ist, stellt u.a. die Verbindung zu den schwer zugänglichen Dörfern in der Region Pokhara und weiteren Distrikten her, um Soforthilfe zu leisten. Der Hof und der Vorplatz des Produktionszentrums der Frauenunion in Kathmandu sind zu einem Camp mit Feldküche umfunktioniert worden. Sämtliche Nachbarn des stark beschädigten Viertels kommen dort unter und werden versorgt. Dafür hat die Frauenunion bereits Zelte, Decken, Planen, Essen, Hygieneartikel und Medikamente gekauft und verteilt. Dieses Camp muss weiter ausgestattet werden, denn es wird vermutlich länger dauern, bis die Menschen an anderen Orten untergebracht werden können.

Bei der Bergbäuerinnenorganisation SECARD ist das fünfstöckige Gebäude, in dem ihr Büro untergebracht war, eingestürzt. Unter den Trümmern des Gebäudes wurden mehrere Menschen begraben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SECARD sind unverletzt. Sie haben die vergangenen drei Tage damit verbracht, ihre Familienangehörigen zu finden und versucht, Verschüttete zu bergen.
Am Dienstag, 28.04.2015, haben die Mitarbeiter von SECARD per Handy Kontakt zu den verschiedenen Dörfern aufgenommen, in denen sie tätig sind. Per Jeep bringen sie dringend notwendige Medikamente, Lebensmittel, Planen und Zelte in die Dörfer. Sie arbeiten mit 300 Bergbauernfamilien in zwei Distrikten am Rande des Kathmandutals.

Trinkwasseranlagen und Luftbrücke

Drei Trinkwasserfilteranlagen, so genannte „Portable Aqua Units for Livesaving“, kurz PAUL sind auf dem Weg nach Nepal und werden voraussichtlich am Samstag, 02.05.2015, dort ankommen. Sie gehen an die drei Partnerorganisationen ACP, WATCH und die Frauenunion.

Unser Projektpartner RESIC in Nepalgunj im Nordwesten von Nepal,  direkt an der indischen Grenze,  einer Zone, die vom Erdbeben nicht betroffen ist, wird mit einem Kleinflugzeug dringend benötigte Planen, Decken, Medikamen­te und Nahrungsmittel nach Kathmandu bringen. Die Landepiste in Kath­mandu für internationale Flugzeuge ist überfüllt –  nationale Kleinflieger können aber auf einer Piste landen.

Weitere Spenden dringend benötigt

Die Partner der Zukunftsstiftung Entwicklung sind dringend weiter auf eure Spenden für Decken, Planen, Wellbleche, Lebensmittel und Medikamente angewiesen.

Wenn ihr spenden möchtet, hier die Kontoverbindung:

Zukunftsstiftung Entwicklung
Konto-Nr. 12 330 010
Spendenzweck: Erdbeben Nepal
IBAN: DE05 4306 0967 0012 3300 10
GLS Bank
BIC:GENODEM1GLS

 

Herzlichen Dank!

 

Mehr Infos

zur Lage bei weiteren Projektpartnern der Zukunftsstiftung und aktuelle Informationen findet ihr auf der Website der Zukunftsstiftung Entwicklung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.