Zwei männlich gelesene Personen stehen in einer Küche, unterhalten sich und trinken aus Tassen

Finanzen? Kriegst du hin – in 3 Steps

Du bist im Studium oder in der Ausbildung in Deinen Zwanzigern und hast so um die 1.000 Euro im Monat zur Verfügung? Dann geht’s jetzt darum, das Beste daraus zu machen. Entspannt, aber smart. Die gute Nachricht: Du brauchst kein Finanzprofi zu sein. Wenn Du ein paar Basics beachtest, kannst Du Dir Schritt für Schritt eine stabile finanzielle Basis aufbauen.

Autor

Diesen Beitrag hat Christoph Kanitz geschrieben. Christoph ist seit August 2025 Auszubildender bei der GLS Bank.

So könnte Dein Budget aussehen

Fixkosten (Miete, Ticket, Handy): ~550 €
Leben (Essen, Freizeit): ~300 €
Sparen / Rücklage: ~150 €

Wenn Du mehr oder weniger hast: einfach prozentual anpassen.

Tipp: Erstell Dir eine individuelle Tabelle, damit Du einen Überblick bekommst. Dazu kannst Du einfach die Kontoauszüge der vergangenen Monate durchgehen. Du findest diese in Deinem Postfach im Onlinebanking.

Bevor Du ans Investieren denkst: Bau einen Puffer auf.

Step 1: Notgroschen als Sicherheitsnetz

Bevor Du ans Investieren denkst: Bau Dir einen Puffer auf.

Ziel: Zwei bis drei Monatsbudgets zurücklegen
→ bei 1.000 € wären das 2.000 – 3.000 €

Warum? Falls etwas passiert, Dein Handy oder Laptop kaputtgeht, Du umziehen musst oder eine unerwartete Rechnung kommt, kannst Du entspannt bleiben. Das Geld legst Du am besten auf ein Tagesgeldkonto, z.B. das GLS Tagesgeldkonto. So liegt es nicht auf Deinem Girokonto für den Alltagsgebrauch und Du kommst trotzdem innerhalb von einem Tag dran.

Wichtig: Das ist kein „nice to have“, sondern Deine Basis.

Step 2: Für Deine Ziele sparen

Jetzt geht’s um Deine Wünsche und Ziele: Auslandssemester, Reisen, neues Bike, Umzug oder einfach mehr Freiheit?

Unterscheide hier zwischen:
Muss-Ziele → sicher sparen (z.B. Tagesgeld)
Kann-Ziele → auch mit Fondssparplan möglich

Chance: Dein Geld kann durch Kursgewinne schneller wachsen.

Risiko: Bei Investitionen in Fonds schwanken die Kurse. Dein Ziel kann sich verzögern oder vielleicht gar nicht umgesetzt werden. Es besteht das Risiko des kompletten Verlustes.

Für kurzfristige Wünsche kannst du einen monatlichen Betrag auf ein weiteres Konto überweisen. Das kann auch das Tagesgeldkonto sein oder ein weiteres Konto.

Tipp: Überweise Deinen Sparbetrag automatisiert am Monatsanfang zusammen mit den laufenden Kosten wie Miete, Strom etc. Dann fühlt sich Sparen leichter an, weil Du nicht aktiv verzichten musst.

Bei mehr Einkommen auch die Sparrate erhöhen, nicht alles direkt ausgeben.

Step 3: Investieren (wenn die Basics stehen)

Du kannst starten, wenn Du

  • Deinen Notgroschen hast
  • Deine Ziele im Blick hast
  • noch Geld übrig ist

Schon 25 bis 100 € im Monat reichen für den Einstieg.

Achte dabei auf:

  • breite Streuung in verschiedene Branchen & Länder, dann ist das Risiko im Vergleich zu Investments in Einzelaktien geringer.
  • eine nachhaltige Ausrichtung der Fonds.
  • automatische Abbuchung für mehr Entspanntheit. Bei der GLS Bank ist das ab 25 € pro Monat möglich.

Ganz wichtig: Bei mehr Einkommen auch die Sparrate erhöhen, nicht alles direkt ausgeben.

3 Dinge, die Dir beim Investieren helfen

1. Sprich drüber

Finanzen müssen kein Tabuthema sein. Sprich mit Freund*innen oder Familie – Du lernst schneller und vermeidest Fehler.

2. Lass das lieber

  • Daytrading = tägliche Aktiengeschäfte
  • Teure Kredite, z.B. für Autos, Technik oder Urlaube
  • mehr ausgeben, sobald Du mehr verdienst
  • nur sparen, aber nie investieren
  • Angst vor der Börse haben

3. Bleib dran

Vermögen entsteht nicht über Nacht, sondern durch Gewohnheiten.

1. Kenne und checke regelmäßig Dein Budget!
2. Bau Deinen Notgroschen auf!
3. Investiere monatlich!
4. Erhöhe Deinen Lifestyle nicht zu schnell!

Kurz gesagt

Du brauchst keinen perfekten Plan. Du musst einfach anfangen und dranbleiben. Dein zukünftiges Ich wird Dir danken.

Diesen Artikel teilen

Ein Kommentar zu „Finanzen? Kriegst du hin – in 3 Steps“

  1. Avatar von Hans-Florian Hoyer
    Hans-Florian Hoyer

    Lieber Christoph Kanitz,

    Du schreibst:
    „Chance: Dein Geld kann durch Kursgewinne schneller wachsen.“

    Ich bin überzeugt, dass Du einen perfekten Blog-Artikel schreiben kannst, in dem zutreffend ausgeführt wird, dass „Geld“ nicht arbeitet.
    Hier wäre jetzt die Stelle, diese unumstößliche Tatsache auch zum Ausdruck zu bringen etwa so:

    „Die Zahlen auf Deinem Konto können durch Kursgewinne wachsen.
    Bei der Kreditvergabe können wir mit den Kreditnehmern die Transparenz herstellen, wer mit dem Geld zu welchem Zweck arbeitet, das wir schöpfen konnten, weil Du Anteile gezeichnet hast und Einlagen bei uns unterhälst.
    Bei Kursgewinnen können wir nur sagen, dass wir teurer verkauft als gekauft haben, wobei die jeweiligen Geschäftspartner anonym bleiben und dass wir nicht wissen, warum genau die Kurse gestiegen sind.“

    Das hat nichts mit „Angst vor Börse“ zu tun, sondern damit, sich nicht vorzustellen, man fördere ein Unternehmen mit Börsengeschäften. Nach dem Gang an die Börse hat ein Unternehmen das Geld und man „fördert“ bestenfalls den Vorbesitzer der Aktie.

    Im Soll-Haben-System ist das Haben des einen das Soll eines anderen. Wenn die Zahlen wachsen, sollte man das im Bewusstsein haben.

    Ansonsten finde ich die Tipps OK.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorheriger Beitrag

Weitere aktuelle Themen