Der Bankspiegel 2022 / 1

„Im Umbruch – Initiativen, die Mut machen“

Die Welt ist voller Aufwachorte, zum Beispiel im Berliner Hauptbahnhof, als Ende Februar die ersten Geflüchteten aus der Ukraine ankamen und mit ihnen das Erleben: Es herrscht Krieg in Europa. Oder ein Gespräch mit einer 14-jährigen Klimaaktivistin, die in aller Nüchternheit und Klarheit von den nicht akzeptablen Perspektiven ihrer Generation spricht. Das sind Momente, die zur Entscheidung führen können, nicht einfach so weiterzumachen, sondern Wege einzuschlagen, wohin es vielleicht noch keine Wege gibt. Um solche Initiativen aus der GLS Gemeinschaft geht es in diesem Heft, das Mut machen soll für beherztes Handeln.

Inspiriert hat uns dabei auch das Wirken von Thomas Jorberg, der in diesem Jahr in der GLS Bank eine besondere Aufmerksamkeit hat. Denn nach über 40 Jahren wird unser Vorstandssprecher im Dezember die Bank verlassen. Jetzt ist es noch zu früh, seine Arbeit entsprechend zu würdigen. Aber als Person steht er ganz für einen unabdingbaren Willen zur Lösung gerade in scheinbar ausweglosen Situationen. Das Undenkbare und Nicht-Durchführbare übten immer einen besonderen Reiz auf ihn aus. Oft setzte er sich damit gegen etablierte Meinungen durch. Auch mit Blick auf das Ausscheiden von Thomas Jorberg stellt sich darum die Frage: Wo in der GLS Gemeinschaft finden wir diese Qualitäten?

Das wird auch Thema auf der Jahresversammlung der GLS Bank sein, zu der wir Sie am 23. und 24. September herzlich nach Bochum einladen. Wie gelingt es uns, auch in Krisenzeiten einen positiven Sog auszulösen — in Richtung einer Zukunft, die wir wollen? Wir freuen uns auf Sie!

Viel Spaß beim Lesen!
Falk Zientz, Chefredakteur 

Inhalt des Bankspiegels 2022 / 1, Heft 246 Titel: „Im Umbruch – Initiativen, die Mut machen“

Der Zwergenaufstand
Wechsel Strom Wechsel
Mein digitaler Zwilling
Wie lernfähig ist unser Bildungssystem?
100.000 Quadratmeter Gemeinwohl am „Alex“
Das unmittelbar Menschliche entdecken
Unser Alltag kreiert Menschenrechtsverletzungen
10 Fragen an Gerhard Schick
Geld selber machen
Nachhaltig anlegen: 5 Tipps für Einsteiger
GLS Banking App – Die Bank in der Tasche
Was brauchen wir im Alter?
Ist Sinnsuche Luxus?

Zusatzinformation: Einladung zur Jahresversammlung 2022

Den kompletten Bankspiegel 2022/1 – „Im Umbruch – Initiativen, die Mut machen“ inklusive der transparenten Kreditliste, kann man auch hier als PDF downloaden (3,5 Mbyte).


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Eine Antwort zu „Der Bankspiegel 2022 / 1“

  1. Avatar von Michael

    |

    Mit Robert Habeck und von der Leyen hat sich die GLS-Bank besonders herausragende Helden der Verhinderung und Verdrängung von (Selbst)Konfrontation eingeladen. Habeck schützt seine (potentiellen) Wähler und sich selbst besonders eifrig und erfolgreich davor, in die Fratze von Naturzerstörung, krankmachender Lebensweise und Verschwendungssucht zu schauen. In der Ukraine wird, viel mehr als zugegeben, die „Freiheit“ verteidigt, Stumpfsinn und extreme Abhängigkeit von billigen fossilen Brennstoffen besinnungslos weiterverfolgen zu können.

    Annalena Baerbock und Robert Habeck blühen auf in der Verkündung ihrer frohen Botschaft, dass Konflikte und Krisen, wesentlich verursacht durch extreme Abhängigkeit von billigen Rohstoffen und Wahren, sich ein weiteres Mal durch Aufrüstung, Lieferung schwerer Waffen und Militärbündnisse externalisieren lassen — wenigstens abseits eines selbstbeschränkten und sehr verkümmerten räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungshorizontes.

    Zu wirklicher Freiheit, Autonomie, Souveränität und Unabhängigkeit, welche durch konsequente und umfassende Minderung von Importen fossiler Brennstoffe nicht nur aus Russland zu erreichen wären, schweigt sich Habeck aus. Von ihm, Baerbock und von der Leyen favorisierte Militärbündnisse, Aufrüstung und militärische Abschreckung, bewahren lokal und kurzfristig die Generation vor Krieg und Verlust ihrer emotionalen und mentalen Erstarrung — etwa als Verstand, Standpunkt, Einstellung, Besitz, Wohlstand, Immobilie u. a. Allerdings nur um den Preis, dass global und längerfristig Konflikte in Leid, Krankheit, Verletzung und Tod um so heftiger eskalieren. Vergl.: „Klage gegen 2G und Impfpflicht“ ab S. 8*

    Auch der Krieg in der Ukraine nährt sich wesentlich aus Konflikt- und Kritikunfähigkeit z. B. auch innerhalb der Gemeinschaftsbank, der Angst und Panik davor, solche einzugestehen, zu kommunizieren, durchzuhalten und auszutragen. Der dumme und dreiste Militarismus eines Robert Habeck bedient Lustlosigkeit, schlechte Laune und Feigheit angesichts von Herausforderungen, Verantwortung, Veränderung und Transformation, welche z. B. in Form von Agrarökologie oder 80 % „Weniger PKW …“* in der Summe nicht nur keinerlei Verzicht bedeuten würden sondern im Gegenteil einen exorbitanten Gewinn an Leben, Freiheit, Unversehrtheit, Autonomie, Mobilität, Kinderspiel, sicheren und fairen Einkommen, Gesundheit, Intelligenz, Bildung, Ruhe, Raum, Grün und vielem mehr … Vergl. a.: „Der hohle Krieg oder die Fülle des Friedens“*

    Daraus folgt auch, dass das größte Hindernis für Naturschutz und Frieden und Gerechtigkeit in der Welt in der Angst und Panik vor dem Eingeständnis besteht, mit Naturzerstörung bzw. Aufrüstung eines Putin nicht nur nie etwas gewonnen zu haben, sondern im Gegenteil substantiell verloren ist, was dem (eigenen) Leben viel mehr Bedeutung, Fülle, Substanz, Vielfalt, Lebendigkeit, Freiheit, Entfaltung, Unversehrtheit, Nachhaltigkeit und vieles andere hätte geben können.

    Auf die Frage wie man sich selbst oder anderen Alkoholismus, Übergewicht oder das (übermäßige) Rauchen (sprich; Verbrennung fossiler Brennstoffe) abgewöhnt, gibt es eine einfache Antwort: Indem man lernt nicht nur auf nichts verzichten zu müssen, sondern in jeder Hinsicht exorbitant gewinnen wird. Verzicht ist verboten! Leben, Lebendigkeit, Entfaltung, Freiheit, Bildung, Intelligenz usw. bedeutet Natur und Teil von Natur zu sein … wer also meint mit Naturschutz auf irgendwas so essentielles verzichten zu müssen muss wissen, grundfalsch zu handeln.

    So radikal, tief, weitgehend und grundlegend die sich gegenseitig verstärkenden Krisen sind, so radikal, tief und weitgehend müssen auch die Lernprozesse sein. Thomas Jorberg selbst und durch ihn die GLS-Bank haben allerdings Fragen und Kritik eher verschleppt, weichgespült oder lieber gleich ganz vergessen wollen. Vergl. ? Geldgipfel 2021 – Respekt oder Rendite? ? 5 Kommentare und „Gretchenfrage“*

    Es ist zu befürchten, dass Jorberg seine Laufbahn mit der Einschmeichlung und Anbiederung an besonders militant denkende und handelnde Politiker krönen will.

    * https://www.fuehlenunddenken.de

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