Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 311 - Finnland

Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 311 – Finnland

Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 311 - Finnland
Normalerweise werden die Links hier nach Themen oder auch mal nach Aktualität gruppiert, aber es gibt noch ein anderes Merkmal, das die Texte verbinden kann, das ist die regionale Zuordnung. Der Wirtschaftsteil als Auslandsteil, mal sehen, was sich ergibt, wenn wir drei oder mehr Artikel aus verschiedenen Quellen zu einem Land oder einer Region, einer Stadt finden. Wobei auch interessant ist, was man nicht findet. Afrika etwa besteht größtenteils aus Ländern, die höchst selten irgendwo erwähnt werden. Aber erst einmal Finnland.

Interessantes über Finnland

Zu diesem Land gab es im Guardian einen Bericht über Bibliotheken, was hier wegen des sozialen Themenbezuges passt. Sind Bibliotheken in Finnland etwas Besonderes? Das kann man wohl sagen: “Finland is a country of readers,” declared the country’s UK ambassador Päivi Luostarinen recently, and it’s hard to argue with her. In 2016 the UN named Finland the world’s most literate nation, and Finns are among the world’s most enthusiastic users of public libraries – the country’s 5.5m million people borrow close to 68m books a year.” Der Freundeskreis Buchkultur beachtet bitte unbedingt auch den letzten Absatz.

Naheliegend, dass der Verkehr in Finnland eine Rolle spielt, die Situation in Helsinki hatten wir hier schon mehrfach. Und wir werden sie auch noch öfter haben, solange noch modellhaft wirkt, was da in der Vernetzung der Mobilitätslösungen angeboten wird. “Wie die Zukunft des Verkehrs ohne privates Auto aussieht, sieht man möglicherweise gerade in Finnland. In der Hauptstadt Helsinki hat Sampo Hietanen einen der aktuell wohl am besten funktionierenden Mobilitätsservices weltweit aufgebaut. Kern ist die Reiseplanungs-App Whim, die es der Nutzerin ermöglicht, den besten Verkehrsmittelmix für ihren geplanten Trip auszuwählen. Neben Bus und Bahn werden Carsharingangebote genauso berücksichtigt wie Mietwagen, Taxis oder Leihräder.

Über Endlager für Atommüll kann man aus verschiedenen Perspektiven diskutieren, technisch, politisch, ökologisch – und man kann wie ein Science-Fiction-Autor an die Menschen der Zukunft denken: “Als Letztes wird dann die Frage stehen, wie man den Menschen noch in 100 000 Jahren zuverlässig Angst wird machen können. Am meisten Chancen hat derzeit wohl ein gelbes Dreieck mit einem Totenkopf vor überkreuzten Schienbeinknochen. Dahinter steht Hoffnung, dass dieses Zeichen auch in fernster Zukunft als Omen für das Böse verstanden wird.

Klimawandel in Finnland – gut fürs Geschäft?

Zum Schluss kommen einige Themenfelder zusammen, der Klimawandel, das Meer, das Soziale, der Schienenverkehr, die Rohstoffe. In der ganz kurzen Zusammenfassung – das Eis geht zurück und was ist das? Ein Geschäft. Was sonst. “Das Eis geht zurück und macht deshalb für die Finnen eine bessere Eisenbahnanbindung an den eisfreien Hafen Kirkenes in Norwegen interessant: So könnte der Seeweg von Helsinki nach Tokio von 22.000 auf 11.000 Kilometer halbiert werden – Schweden und die indigenen Völker sehen das skeptisch.

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten und Blogs von Maximilian Buddenbohm, diesmal zum Thema Finland.

Photo by Sam Ekpil on Unsplash

  1. Werde das mal bei Google checken

  2. Gunhild Heck (ex-Brunheim)

    Nein, das wollen wir wirklich nicht! Danke für diesen guten und wichtigen Kommentar!

  3. Pingback: Mit Schluchten und Auen den Abend versauen | Buddenbohm & Söhne

  4. Die Mobilitätslösung in Finnland mag ja (vielleicht) bequem sein, aber so lange deren Nutzung nicht anonym möglich ist, bleibt sie ein Albtraum für alle, denen der Schutz ihrer Daten wichtig ist. (Der Zeit war dieses riesige Datenschutzproblem keine Erwähnung wert.) Ungeklärt sind auch die sozialen Auswirkungen des autonomen Fahrens. Was wird wohl aus den vielen Bus- und Bahnfahrern, aus LKW- und Taxifahrern, aus Pizzaboten und Kurieren?
    Ich frage mich manchmal: Wollen wir das eigentlich, dass diese tollen Techfirmen immer mehr Gewinn machen, während viele von uns bald keinen Job mehr haben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.