Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 302 - Thema Messen und Zählen

Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 302 – Thema Messen und Zählen

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten von Maximilian Buddenbohm.
Wir könnten messen, wie viele Menschen diesen Wirtschaftsteil lesen, wir könnten auch messen, wie viele den folgenden Link anklicken. Und Christine Finke, die den verlinken Text geschrieben hat, könnte wiederum messen, ob da viele oder wenig Leserinnen von der GLS Bank rüberkommen. Wir können das alles aber auch einfach lassen: “
Warum müssen wir eigentlich immer alles zählen? Und wer hat uns eingeredet, dass alles optimiert und kontrolliert werden muss? Ich halte diesen Optimierungswahn für keine gute Entwicklung. Schon lange nicht.

Das Messen hat natürlich etwas mit den hier üblichen Themen zu tun. In der Wirtschaft misst man normalerweise mit Hingabe das Wachstum und den Profit, aber es mehren sich die Stimmen, dass es viel mehr um andere Faktoren gehen müsse. Postwachstum, Degrowth, nachhaltige Wirtschaft, da wird man auch ganz andere Kennzahlen brauchen, die noch nicht feststehen, da muss das Messen grundsätzlich überdacht werden. Wie überhaupt bei Degrowth längst nicht alles klar ist, was man abschreckend oder erst recht anziehend finden kann: “Die Degrowth-Bewegung hat ein Endziel vor Augen, der genaue Weg dahin bleibt jedoch oft schwammig. Wirtschaft und Gesellschaft sind komplex. Den Stein der Weisen hat noch niemand gefunden.

Auch im Umweltschutz wird gemessen, gewogen und durchgezählt, manchmal mit Resultaten, die erschreckend einfach sind: There is no oak left in England. There just is no more. Weiter unten im Text wird auch erläutert, wieso es im Umweltschutz ein größeres Problem ist, wenn nicht gezählt wird.

Zum Schluß eine gerne gemessene Zahl im Verkehr, es geht um ein Thema, das sofort Aggressionen weckt, es geht um Tempo-Limits. Ob diese Agressionen in Frankreich wohl anders ausfallen als bei uns? Ist bei uns Tempo 80 auf Landstraßen überhaupt vorstellbar und würde eine Regierung die Einführung überleben? “Was in Deutschland undenkbar wäre, setzt die französische Regierung nun in die Tat um. Ab dem 1. Juli wird die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen auf 80 Kilometer pro Stunde gesenkt. Zuvor galten dort in Frankreich 90 Kilometer pro Stunde. Drei Viertel der Franzosen halten die Geschwindigkeitsbegrenzung für unsinnig.

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten und Blogs von Maximilian Buddenbohm heute zum Thema Messen und Zählen.

Photo by Steve Johnson on Unsplash

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