Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 223 – Fünf Links zum bedingungslosen Grundeinkommen


Das bedingungslose Grundeinkommen wird gerade lebhaft diskutiert, nicht nur in den großen Medien, auch in Blogs. Bei “Kaffee & Kapital”
wird es abgelehnt, wobei dort wieder eines dieser seltenen Kommentarwunder passiert, es findet nämlich in den Beiträgen der LeserInnen unter dem Artikel eine sinnige und sogar spannende Diskussion statt. Der Autor des Blogs, Martin Oetting, ist jemand, der sich intensiv und öffentlich an diesen Themen abarbeitet, da werden mehr Texte zum Thema kommen. Er hat bereits erwähnt, dass dieser Text zum Grundeinkommen im Moment der meistgelesene Eintrag im Blog ist, es gibt eben Informationsbedarf.

Einige Antworten auf Martin Oetting fallen länger aus, die reichen dann auch zu eigenen Blogartikeln, etwa hier oder auch hier. Es ist kompliziert, aber die Diskussion ist doch ungemein reizvoll. Die große Sinnfrage ist immer nur einen Absatz entfernt und es geht häufig um grundsätzliche Aspekte der Wirtschaft und des Sozialsystems.

In den Medien findet man gelegentlich Berichte über die mittlerweile gar nicht mehr so exotischen Experimente, die weltweit mit dem Grundeinkommen laufen, in der Wirtschaftswoche z.B. ging es gerade um die finnische Variante.

Dort wird wieder die seltsame Allianz aus “linken Kapitalismuskritikern” und Tech-Unternehmern erwähnt, die für das Grundeinkommen ist, eine Allianz, die auf viele einigermaßen verwirrend zu wirken scheint. Faszinierend ist sie aber allemal, weswegen hier noch schnell Mark Zuckerberg und Bill Gates mit verschiedenen Meinungen zu Wort kommen.

Zwischenbilanz für 2017, wie auch immer man es findet: Die Idee geht nicht mehr weg und löst berechtigte Überlegungen aus.

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten von Maximilian Buddenbohm.

  1. Thomas Schulz

    Meines Erachtens geht es beim bedingungslosen Grundeinkommen eher um eine bedingungslose Grundsicherung, bei der die teilweise üblen Zwangsmaßnahmen der Jobcenter abgeschafft werden. Darüber kann man sicher reden. Wer allerdings glaubt von 750 oder 800 Euro im Monat leben zu können, nun gut, ich glaube es nicht. Zudem gibt es Menschen, die aufgrund ihrer Situation mehr benötigen, z. B. Behinderte, Pflegebedürftige usw. Das wollen wir ja wohl nicht vergessen. also kann von einer Vereinfachung des Sozialstaates keine Rede sein. Die Angelegenheit ist wirklich zu komplex um sie ohne Experten zu behandeln. Und bitte keine heile-Welt-Diskussion, nach dem Motto, wenn alle das BGE bekommen wird die Welt endlich glücklich und friedlich.

  2. Ich weiß gar nicht so genau, ob das ein „Wunder“ ist — ich glaube, dass letztlich der allgemeine Tonfall auf dem Blog, auch in diesem speziellen Text, und der Umgang allgemein mit Kommentaren eine Richtung vorgeben, die Einfluss auf die Kommentare hat. Das habe ich bei früheren Blogerfahrungen auch schon erlebt.

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