Der Wirtschaftsteil

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Leugnen zwecklos, in wenigen Tagen ist Weihnachten. Dies ist daher schon die letzte Ausgabe des Wirtschaftsteils in diesem Jahr. Da der Donnerstag der nächste Woche im allgemeinen Feiertagssumpf untergeht, machen wir auch eine Woche Pause und melden uns erst im Neuen Jahr wieder. Was sehen wir uns vorher noch an?

Bei all der Schenkerei in der kommenden Woche wollen wir die Armut in diesem Land nicht vergessen, das ist doch ein guter Anfang. Es ist z.B. für Hartz-IV-Empfänger nicht ganz einfach, Weihnachten in der hier traditionellen Form über die Bühne zu bekommen, da gibt es ziemlich gruselige Regeln für die Geschenke, haben Sie das gewusst? Und warum fällt einem eigentlich beim Lesen solcher Artikel Charles Dickens ein, Charles Dickens mit seinen Schilderungen armer Menschen, die von unbarmherzigen Aufsichtspersonen gegängelt werden? Ganz seltsam. Denken wir auch noch kurz über Fairness nach, das bietet sich an dieser Stelle vielleicht an.

Und ein paar Gedanken voraus, ein paar Jahre weiter, in Richtung Altersarmut, das passt schon in diesem Kontext. Aber die ist ja vermeidbar, die Altersarmut. Na, vielleicht jedenfalls.

Apropos Weihnachten – haben Sie die Geschenke auch online bestellt? Das gefällt bekanntlich nicht jedem. Andere wiederum können allerdings durchaus erklären, warum sie online bestellen, es ist wieder einmal kompliziert. Aber wenn man schon online Geschenke für Kinder oder dergleichen bestellt, dann kann man doch zumindest die Geschenke aus Kinderarbeit ausschließen?

Ein Fest der Geselligkeit übrigens, das da vor der Tür steht, und auch dazu haben wir einen Link gefunden. Da geht es um ein Tauschgeschäft, also passt das auch hierher, und kurz vor dem Festessen passt es wohl erst recht, wenn jemand sagt: „Tausche Gespräch gegen Braten„. Ja, ein Gespräch sucht der Mann, mehr nicht. Gespräche sind nämlich wichtig, viel wichtiger als Produkte. Von Produkten haben wir eh genug, findet mittlerweile sogar die Wirtschaftswoche, da guckt man auch zweimal hin, wenn man das liest. Es geht aber auch noch viel verblüffender: die FAZ über das bedingungslose Grundeinkommen. Und nur scheinbar zusammenhangslos geht es bei Heise gerade um den Werbedruck, dem wir alle ausgesetzt sind. Mehr als 5.000 Werbebotschaften am Tag? Um zu kaufen, zu kaufen, zu kaufen? Und wenn niemand kauft, wie sieht das dann aus?

Nichts kaufen, das können wir auch noch einmal kurz auf das Weihnachtsessen beziehen, das bei Veganern und Vegetarierern natürlich etwas anders ausfällt als bei den Traditionalisten mit der teuren Gans auf dem Tisch, ob nun bio oder nicht. Vegetarische Ernährung und christliche Feste, finden wir da wohl einen Link, der das verbindet? Aber ja. Und er bietet sogar noch den Smalltalkbegriff der Woche: Orthorexie. Nachzulesen hier.

So, und nun wird es aber wirklich Weihnachten. Wir denken jetzt nicht mehr an Kommerz, Wirtschaft und Geld, wir denken besser an unsere Lieben, an die Liebe und auch unsere liebsten Verrückten. Der Religionsgründer, den man an Weihnachten feiert, der war schließlich auch etwas anders, nicht wahr? Mehr so der Hippietyp? Und hier kommt noch Maike Rosa Vogel.

Peace, liebe Leserinnen und Leser! In diesem Jahr sind 44 Wirtschaftsteile erschienen. Ganz herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, danke auch für die Hinweise auf Themen und Artikel. Wir wünschen fröhliche Festtage. Und melden uns wieder mit dem nächsten Wirtschaftsteil am 2. Januar.

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