Der Wirtschaftsteil

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Wir wollen einmal auf Produkte gucken, bevor wir uns wieder in allzu theoretischen Betrachtungen verlieren. Dinge, die man anfassen kann, nutzen kann, wegwerfen kann. So wie die gemeine Plastikflasche, die wir im Leerzustand meist als Problem wahrnehmen. Es gibt aber auch andere Ideen dazu.

Oder, wir greifen einfach wahllos hinein in die pralle Vielfalt der Dinge, Luftballons. Die werden knapp, wer kommt denn auf so etwas? Und schon gehören wir wieder zu denen mit dem Wissensvorsprung, da kann man kleinen Kindern gleich lehrreiche  Vorträge halten. Dann sind sie, wenn ihnen der Ballon wegfliegt, nicht nur traurig, sondern auch noch altklug, da können sie später wenigstens deutsche Liedermacher werden. Immer eine interessante Option!

Oder Brot! Quasi das Urprodukt unserer Ernährung, wenn man von gesammelten Beeren einmal absieht. In der taz ein Bericht über einen Bäcker. Einen richtigen Bäcker, so einen Handwerker nach alter Art. Auch kein hipper Biobäcker, nein, ein ganz normaler. Nur dass es eben  fast keine normalen Bäcker mehr gibt. Sondern nur Aufwärmöfen mit angeschlossenem Ladengeschäft.

Die gesammelten Beeren haben Sie jetzt eben vermutlich für einen Scherz gehalten, schon klar, die sind aber auch topaktuell und wachsen so vor sich hin. Man muss sie nur finden.

Oder Wasser, der erste Drink der Menschheit. Auch da gibt es etwas Neues, diesmal aus Australien.

Die ersten zucken schon mit den Fingern und wollen “Fleisch, Fleisch!” in die Klasse rufen. Ja, schon recht, Fleisch verzehrt der Mensch auch schon eine ganze Weile und zu Fleisch findet man immer etwas in den Wirtschaftsnachrichten. Aber wenn Sie jetzt mit einem Link zu einer Meldung rechnen, die über ungesundes Fleisch berichtet, liegen Sie falsch. Es geht um die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Ja, allein das Wort schon…

Genug von der Ernährung, kümmern wir uns um beständigere Produkte. Kleidung etwa. Kleidung, die man reinigen lassen kann. Dazu gibt es in Frankreich eine interessante Idee.

Und die Meldungen, die einen eher ein wenig mutlos machen, die gibt es natürlich auch. Als hätte es die ganze Umweltschutzbewegung nicht gegeben, als hätte es die letzten zwanzig Jahre nicht gegeben. Schlagzeilen, die man einfach nicht mehr sehen möchte.

Und es gibt Meldungen, bei denen man ein wenig staunt, dass die Welt so ist, wie sie ist. Und man staunt vielleicht auch wieder, wie viel man nicht weiß. “Die Arabischen Emirate sind von Sandimporten abhängig”. Und alle so: Hä? Man hat eben nie genug Sendungen mit der Maus gesehen.

Staunen kann man auch über die Erkenntnis, dass Biogurken in Plastik verpackt werden, damit es weniger Müll gibt. Ja, tatsächlich.

So. Schluss mit den Dingen. Man kann ja auch mit viel weniger Dingen auskommen. Kann man? Oder einfach einmal über die 11 Punkte am Ende dieses Interviews nachdenken. Ist das so richtig? Nachdenken geht immer, Nachdenken ist super. Kostet nichts und schadet der Umwelt nicht. Wenden wir uns also ruhig noch weiter Theorie zu. Und gleich richtig. Dafür holen Sie sich jetzt bitte einen Kaffee, setzen sich Kopfhörer auf und hören einmal genau zu. Andrej Holm, der hier in einem dreiteiligen Film etwas über Gentrification erzählt, spricht nämlich ziemlich schnell und elaboriert, es lohnt sich aber sehr, ihm zu folgen. Da ist vermutlich der eine oder andere Gedanke dabei, den Sie noch nicht hatten, und zwar selbst dann nicht, wenn Sie als Cleverle vom Dienst seit Jahren im Prenzlauer Berg wohnen. Trigger-Warnung: In den Filmen wird einmal kurz Marx erwähnt. Aber als sittlich gereifter Mensch kann man das auch einmal aushalten.

Nachdem der Designlink der letzten Woche zu Toilettenhäuschen führte, machen wir ähnlich profan weiter und sehen uns Parkdecks an. Die Kolumne soll ja bodenständig bleiben, wie eingangs bereits erwähnt. Vielleicht finden wir für die nächste Woche ein paar aparte Kreisverkehrinnenflächendekorationen oder dergleichen.

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