Alle, die ihre an Neujahr gefassten guten Vorsätze noch nicht in Angriff genommen haben, haben jetzt eine zweite Chance: die Fastenzeit. Also Schluss mit Rauchen, Alkohol, Süßigkeiten, Fluchen, Bequemlichkeit – zumindest für die nächsten sieben Wochen.
Entlasten und besinnen
Nicht nur religiös geprägte Menschen setzen sich mit dem Fasten auseinander. Kann es doch durchaus dazu motivieren, innere Widerstände zu überwinden. Ursprünglich basiert das christliche Fasten zwischen Aschermittwoch und Ostern auf Besinnung, Buße und Umkehr. Laut Altem Testament ging Jesus für 40 Tage in die Wüste, um dort zu verzichten. Auch im Islam, im Buddhismus, im Judentum und im Hinduismus gibt es das Fasten. Das Bedürfnis, sich von unnötigen Lasten und Lastern zu befreien, scheint in allen Religionen und zu allen Zeiten groß zu sein.
Wurde früher gefastet, um sich zu reinigen und Gott wieder näher zu kommen, fasten wir heute häufig, um dem Massenkonsum zu entkommen oder um etwas für die Gesundheit zu tun. Vielleicht wollen wir uns damit sogar selber wieder näher kommen. Alleine sich zu besinnen, was man braucht und was man will, ist sicherlich wohltuend für das seelische Gleichgewicht.
Weniger ist mehr
Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf Plastik oder nehmen häufiger das Rad, um die Umwelt zu schonen. Die „Degrowth“-Bewegung gewinnt immer mehr Anhänger*innen. Vielleicht ist weniger doch mehr. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, das auszuprobieren. Ganz nebenbei könnt ihr eure persönliche Ökobilanz verbessern.
Natürlich ist mit sieben Wochen im Jahr noch nicht viel gewonnen. Besser wäre es, wenn es uns allen dauerhaft gelingen würde, nachhaltiger zu leben und unser Bewusstsein auf die wirklich wichtigen Dinge zu richten. Vielleicht entstehen ja in diesen Wochen Impulse, die über die Fastenzeit hinaustragen.
Und ihr? Wie haltet ihr es mit dem Fasten? Worauf verzichtet ihr? Was wollt ihr ändern? Oder haltet ihr Fasten für überflüssig? Welche Strategien habt ihr, damit ihr in den sieben Wochen – und danach – nicht „rückfällig“ werdet? Diskuiert hier mit uns!
Foto: Sweet Ice Cream Photography
Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

Schreibe einen Kommentar