Optimistisch: Gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Schönau und der Naturstrom AG macht sich die GLS Bank für eine Prokon-Genossenschaft stark.
Am nächsten Donnerstag steht eine Entscheidung von großer energiepolitischer Tragweite an: Prokon könnte eine erfolgreiche Energie-Genossenschaft werden. Das wäre nur sinnvoll.
Die Zustimmung ist beachtlich: Mehr als 36.000 Anleger haben schriftlich erklärt, Teil der Genossenschaft werden zu wollen. Eine starke Basis. Viele weitere werden hinzukommen, denn der Insolvenzverwalter sorgt dafür, dass Anleger bis zur Gläubigerversammlung am 2. Juli eine formale Erklärung abgeben können, zuvor hatte eine Frist bis zum 26. Juni gegolten.
Aus diesem Anlass machen die GLS Bank, die Elektrizitätswerke Schönau und die Naturstrom AG klar, dass sie hinter dem Genossenschaftsmodell stehen. Sie befürworten, dass der Windparkbetreiber in Bürgerhand weiterbetrieben wird. Dies können alle Genussrechteinhaber erreichen, indem sie ihre wandelbaren Genussrechte in Geschäftsanteile der zukünftigen Genossenschaft umwandeln.
Die GLS Bank, die Elektrizitätswerke Schönau und die Naturstrom AG haben jahrzehntelange Erfahrung mit einer dezentralen und bürgernahen Energiewende. Sie engagieren sich im Bündnis Bürgerenergie.
Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

15 Kommentare zu „Rückenwind für Prokon-Genossenschaft“
Die Genossenschaftsidee finde ich großartig. Ich bin zwar kein Prokongenussrechtsinhaber würde mich aber sehr gern an einer zukünftigen Genossenschaft beteiligen. Ist es möglich bereits jetzt als Neumitglied einzusteigen, seine Absicht verbindlich anzumelden und über das Treuhandkonto bereits Geld zu Verfügung zu stellen?
Hallo,
schön, dass Sie sich für die Genossenschaft interessieren. Wenden Sie sich bitte an die Hotline der „Freunde von Prokon“: 0180 3000 183 oder an die GLS Treuhand, die das Treuhandkonto verwaltet: 0234-5797-5421 und 0234-5797-5663 oder per E-Mail: sekretariat@gls-treuhand.de
Hallo, ich bin Mitglied der FvP und habe mich aufgrund der Übertragungsmöglichkeit der Genossenschaftsanteile am Wochenende für die Unterzeichnung der Zustimmungserklärung entschieden. Ich denke die Chancen für eine Genossenschaft stehen gut.
Die GLS Bank unterstützt die Umwandlung von Prokon in eine Genossenschaft bereits seit Wochen. Anfang Juni hat sich Vorstandssprecher Thomas Jorberg öffentlich geäußert, mehrfach hat die GLS Bank ihre Position zum Ausdruck gebacht. Das wichtigste Ziel ist, dass eine Mehrheit der Prokon-Gläubiger bereit ist, sich bei der Genossenschaft als Mitglieder einzubringen. Nach der bundesweiten und einseitigen Kampagne von EnBW gegen das Genossenschaftsmodell sind einige Genussrechteinhaber verunsichert. Deswegen haben die GLS Bank, die Elektrizitätswerke Schönau und die Naturstrom AG nun betont, dass sie hinter dem Genossenschaftsmodell stehen.