On oder off – wie wollen wir uns zukünftig vernetzen?

Weltweit wachsen Netzwerke der Nachhaltigkeit, das ist gut für Zeiten der Krise. Das Coronavirus hat in den vergangenen Monaten die Welt ins Wanken gebracht. Wir sehnen uns nach einer Normalisierung. Doch was bedeutet normal?

Wie wollen wir zukünftig leben und wirtschaften? Welche Gesellschaft wollen wir den nächsten Generationen hinterlassen? Wir wissen nicht, was in den kommenden Monaten noch passieren wird. Sicherlich wird nicht alles wieder so, wie es einmal war. Aber das wäre völlig in Ordnung, denn vorher war nicht alles in Ordnung! Netzwerke helfen.

Eins hat uns die Pandemie sicherlich gelehrt. Wie wichtig Zusammenhalt ist. Wie wichtig der Verbund von Mensch zu Mensch ist. Wie wichtig Netzwerke sind. In Krisenzeiten können sie sogar überlebenswichtig sein. Denn gemeinsam lässt sich vieles viel besser meistern als allein.

Wir leben in einer digitalen Zeit. Viele von uns bewegen sich mehr digital als analog. Aber erst ein persönlicher Austausch, eine Begegnung von Mensch zu Mensch verbindet wirklich. Klar, wir können uns online finden – wahrhaftig verbinden funktioniert aber nach wie vor nur offline. Und hier liegt der Knackpunkt. Wie kommen wir von on nach off? Es bedarf einer neuen digitalen (Um-)Gestaltung und Vernetzung. Diese Herausforderung wurde bereits angenommen. Drei Plattformen haben den innovativen Sprung gewagt – lokal, regional, global.

Future Cooperative – Lokale Gemeinschaft mit globaler Wirkung

Netzwerke Team Future Coop
Team Future Coop

„Was bedeutet für Dich das neue Normal?“ Diese Frage hat Future Coop Menschen in Berlin und München gestellt und möchte so gemeinsam mit uns allen ein neues Normal definieren. Weg von schnellem Konsum und großen Ketten, hin zu inhaber*innengeführten Unternehmen und Initiativen, die Menschen fair behandeln und unseren Planet schützen wollen. Um diese Vision zu verwirklichen, nutzt die Genossenschaft Future Coop digitale Technologie und verbindet Dich mit gleichgesinnten Menschen in Berlin, München und weltweit.

Egal wo Du bist, egal was Du brauchst: Future Coop hat eine Online Karte entwickelt, die Dir nachhaltige Alternativen in Deiner Nähe aufzeigt: Die Future Map. Neben Geschäften, Restaurants und Cafés findest Du zum Beispiel auch Tausch- & Reparaturmöglichkeiten oder gemeinnützige Organisationen & Projekte.

Climate Connect – Ein Netzwerke für globalen Klimaschutz

Climate Connect ist ein internationales, gemeinnütziges Startup aus Erlangen. Die Online-Plattform zielt darauf ab, Klimaschützer*innen weltweit zu vernetzen, um den Klimaschutz zu beschleunigen und eine internationale Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Wir erleben gerade, wie die Auswirkungen der globalen Erwärmung immer stärker werden, dass die Polkappen schmelzen, Waldbrände in Sibirien wüten, Dürren ausbrechen, der Meeresspiegel ansteigt, und der Amazonaswald immer schneller abgeholzt wird.

Netzwerke
Team Climate Connect / Foto©Nicolas Martin-Beaumont

Die Aufgabe, das alles zu verhindern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen, ist unglaublich groß, aber nicht unmöglich. Viele globale und lokale Gruppen wie auch einzelne Menschen tun mit Leidenschaft ihr Bestes, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, die Gesetzgebung zu ändern und nachhaltige Alternativen zu unterstützen. Um jedoch erfolgreich zu sein, müssen die Aktionen effektiver sein und ihre Wirkung maximiert werden.

Climate Connect vernetzt Aktivist*innen weltweit. Denn Klimamaßnahmen sind eine globale Aufgabe, die von einem globalen Netzwerk übernommen werden muss.

„Wir wollen alle, die gegen die Klimakrise kämpfen, verbinden. Von Greta Thunberg und Greenpeace über das lokale nachhaltige Startup bis hin zu deinem Freund, der erst kürzlich erkannt hat, dass es bereits einen Unterschied macht, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, anstatt mit dem Auto.“ Thomas Bove

Die drei Gründer, Christoph Stoll, Tobias Rehm, Thomas Bove von Climate Connect sind alle selbst aktive Klimaschützer. Sie wollen Organisationen Entwürfe für erfolgreiche Projekte mit hoher Wirkung zur Verfügung stellen.

„Wir haben festgestellt, dass wir selbst in unserer Heimatstadt nicht genau wussten, was die anderen Nachhaltigkeitsgruppen tun oder wo sie Unterstützung brauchen könnten.“ Christoph Stoll

Über die Plattform Climate Connect wird es möglich sein, Projekte zu teilen und auf der ganzen Welt zu wiederholen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen wird so einfach wie möglich gestaltet und damit die Wirkung ihrer Aktionen erhöht.

Wer Interesse hat, findet bei Climate Connect ein Projekt, das er mit seinen spezifischen Fähigkeiten unterstützen kann, vielleicht um die Ecke, vielleicht fernab auf einem anderen Kontinent. Darüber hinaus dient die Plattform als übersichtliche Datenbank, die zeigt, was weltweit gegen die globale Erwärmung unternommen wird. Außerdem soll Climate Connect dazu inspirieren, sich selber zu engagieren.

“Erfolgreiche Basisbewegungen brauchen ein stabiles Netz, das sie unterstützt. Wenn wir globale Politik und Entscheidungen so verändern wollen, dass Klimaschutz möglich wird, brauchen wir ein engmaschiges globales Netzwerk.” Tobias Rehm

Futopolis – das digitale Angebot der GLS Bank für nachhaltiges Leben

In der digitalen GLS Bank Futopolis treffen sich Menschen, die nachhaltiges Leben gestalten wollen. Hier können sie gemeinsam zukunftsweisende Projekte umsetzen und ihr Wissen mit der Gemeinschaft der GLS Bank teilen.

„Die Daten der Nutzer*innen werden bei uns nicht zur Ware und unter keinen Umständen verkauft. Wir verwenden keine Algorithmen, die Menschen analysieren. Alle entscheiden selbst, welche Beiträge sie mit wem teilen.“ Aysel Osmanoglu, IT-Vorstand der GLS Bank

Außerdem werden alle Daten auf mit Ökostrom betriebenen Servern in Deutschland gespeichert.

Netzwerke Futopolis Kernteam v.l.n.r Patrick Held, Sonja Strahl, Johannes von Streit
Futopolis Kernteam v.l.n.r Patrick Held, Sonja Strahl, Johannes von Streit

Kern der GLS Bank Futopolis ist die „Projektschmiede“, in der sich kreative Ideen für den Alltag, gemeinsame Aktionen oder auch Konzepte für mögliche Finanzierungen gemeinsam erarbeiten lassen. Hier tauschen sich Kund*innen, Mitglieder, Unternehmen und Mitarbeitende der GLS Bank direkt aus. Durch Wissen, Debatten und Events wird gezeigt, wie sich sozial-ökologischer Wandel gestalten lässt.

„Wer bislang dachte, er könne alleine nichts ändern – ist ab sofort nicht mehr allein.“ Aysel Osmanoglu

GLS Bank Navi – die Landkarte der GLS Bank Gemeinschaft

In der GLS Bank Navi App verbindet Ihr Eure Unternehmung mit den Kund*innen der GLS Bank. Die Nutzer*innen der App finden mit ihr ganz einfach online ihren Weg zu den sozialen und ökologischen Angeboten von GLS Geschäfts- und Firmenkund*innen in ihrer Nähe.

Netzwerke in Deutschland

Lasst uns gemeinsam mit dem GLS Bank Navi unser Netz der Nachhaltigkeit und der sozial-ökologischen Werte noch enger knüpfen und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft schaffen.

 

 

 

 

 

Weitere spannende Artikel zum Thema Netzwerke und Digitalisierung.

Diesen Artikel teilen

Eine Antwort zu „On oder off – wie wollen wir uns zukünftig vernetzen?“

  1. Avatar von Karim Chabrak

    |

    Es gibt eine weitere Plattform Coinsence.org, die ein Schritt weitergeht und zusätzlich zur Vernetzung, Netzwerke und Gemeinschaften ermöglicht eigene Währung kollektiv zu schöpfen und zu nutzen. Es wäre großartig wenn mehr Synergien zwischen den verschiedenen Plattformen entstehen könnten. Wir brauchen heute dafür eine gemeinsame dezentrale Infrastruktur.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere aktuelle Themen