Nachhaltige Geldanlage steht bei Anlegern derzeit hoch im Kurs. Nur ein kurzfristiger Trend oder doch langfristiges Umdenken?
In den vergangenen Jahren haben Banken, die sozial-ökologische Kriterien berücksichtigen, einen enormen Zulauf erfahren. In der GLS Bank hatten wir 2009 rund 33% Wachstum. Bereits in den letzten Jahren lag das Wachstum um 20%, doch die Nachfrage hat gerade seit Ende 2008 einmal deutlich angezogen.Wir freuen uns darüber, dass wir mit diesem Plus an Kundengeldern immer mehr nachhaltige Projekte in Deutschland finanzieren und auf den Weg bringen können.
Wir stellen in unseren Gesprächen mit Kunden und Interessierten täglich fest, dass dieser Trend nachhaltig ist und weiter an Bedeutung zunehmen wird. Das sahen auch 43% der vom ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) in einer Studie befragen Finanzmarktexperten so. Die Gründe des aktuellen Trends identifizieren die Experten folgendermaßen:
- Die Kunden misstrauen "konventionellen" Kreditinstituten.
- Es besteht ein verstärktes Interesse an sozialen und ökologischen Themen.
- Das Vertrauen gegenüber "grünen" Banken ist groß.
- Die Kunden schätzen darüber hinaus deren gute Reputation und die hohe Transparenz.
Also: Kann die Bedeutung des "grünen Geldes" in Zukunft noch als kurzfristiger Trend abgetan werden? Wir sagen: Nein!
Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

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