Archivbeitrag

Der Wirtschaftsteil

Wirtschaftsteil

Das frische Jahr sollte man vielleicht hoffnungsfroh beginnen, mit fröhlichen Nachrichten, positivem Input und erhebenden Kommentaren, was? Na gut. Fröhlich und munter geht die Frau im ersten verlinkten Artikel zur Arbeit, auch wenn ihre Berufsbezeichnung auf den ersten Blick etwas seltsam klingt – sie ist Armenärztin. Und zwar nicht in Rio oder Kalkutta, sondern in Berlin.

Dem wollen wir gleich etwas gegenüberstellen, sozusagen zum Wachwerden und um unsere Sinne für seltsame Nachrichten auch in diesem Jahr gleich wieder zu schärfen. Es empfiehlt sich, den folgenden Beitrag auszudrucken, einen Rotstift bereit zu legen und bei der Lektüre alle  Aussagen anzukringeln, die einem arrogant vorkommen. Oder selbstverliebt, ignorant, blasiert, schönfärbend. Statthaft ist es auch, an die Fragen der Journalisten gelegentlich etwas wie “schärfer bitte” zu schreiben. Und dann sieht so ein Interview mit Herrn Zumwinkel womöglich ziemlich rot aus, nicht wahr.

Womit wir diese Quelle auch gleich wieder verlassen wollen, es gibt wirklich genug andere, wir können das ignorieren. Obwohl man eine gewisse Wut wahrscheinlich nicht leugnen kann, wenn man so etwas gelesen hat. Und warum  auch, Wut kann so gut tun. Und Wut verhilft manchmal auch zu sehr klaren Texten, das kann durchaus nützlich sein.

Es gibt viele Themen, bei denen man wütend werden kann, auf Dauer ist das natürlich kein Zustand. Nüchtern und klar kommt man vielleicht doch weiter? Man sortiert in Ruhe Argumente, wägt ab, man zieht Bilanz und hat am Ende irgendein Ergebnis.

Und dann kommt man vielleicht auch auf andere Denkansätze und bricht aus den immer gleichen Mustern aus. Ist die “Sharing Economy”  vielleicht doch keine so tolle Sache, von Gutmenschen erdacht, von engagierten Nachbarn belebt, von kritischen Konsumenten befeuert? Das vielleicht lieber in Ruhe lesen, da sind interessante Aspekte dabei. Wie Kempowski gesagt hätte: Da mal nachhaken! Aber muss denn wieder alles so kompliziert sein, fragt man sich da? Wie soll man da wissen, was richtig ist?

Nun, richtig ist womöglich das, was ein wenig verrückt ist.  Das beweist doch schon das Lächeln, das man mit etwas meschuggenen Projekten erntet, etwa mit dem Recycling von verlorenen Einzelhandschuhen. Toll, oder? Irre Projekte anschieben, seltsame Dinge tun, seinen Ideen ruhig einmal über den Weg trauen, das ist es wohl – dann schafft man nämlich auch einen so reichen Jahresrückblick wie hier beispielhaft beim Herrn Wurstsack zu sehen.

So enden wir dann doch noch ermutigend, ist es nicht schön? Man muss eben auf die Menschen sehen, nicht auf die Konzerne. Manchmal ist es einfach.

Und zusammen essen. Ganz wichtig. Aber dann nicht mit den Lebensmitteln spielen!

Ein schönes Neues Jahr für Sie alle. Ein bisschen Spaß muss sein.

Hinweis zur Einordnung

Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.

Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

Diesen Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere aktuelle Themen

No related posts found with matching tags.