Der Wirtschaftsteil

Wirtschaftsteil

Während wir wir noch ganz oft über bio und regio und vegetarisch und vegan nachdenken, ist die Vorhut schon längst weiter und ernährt sich paleo. Paleo unterscheidet sich selbstverständlich grundlegend von allen anderen Richtungen, aber da es eben eine Richtung ist, teilen die Anhänger doch eines mit denen aller anderen Richtungen: Nervtötende Besserwisserei. Paleo hört man immer öfter, das Thema ist längst in Frauenzeitschriften, Kochmagazinen und Foodblogs angekommen, das geht wohl auch so schnell nicht wieder weg. Da geht es kurz gesagt darum, sich wie Jäger und Sammler zu ernähren. In der National Geographic gibt es einen langen, wirklich langen (und englischen) Text mit eingebetteten Filmen dazu. “The evolution of diet”, wer hat wann was und warum und mit welchen Folgen gegessen. Das lohnt sich zu lesen – und das Thema ist so kompliziert, dass sich jeder aus dem Text irgendwo die passenden Argumente heraussuchen kann, um das zu rechtfertigen, worauf er beim Lesen womöglich gerade herumkaut. Passt schon. Wir lassen unten mal zwei, drei Links weg, dann hat man auch genug Zeit für diesen Text, er erhellt nämlich so einiges.

Und irgendwie ist es doch auch amüsant, dass es beim neuesten Trend um die älteste Moden geht. Und was für ein irrer Zufall, dass wir auch beim nächsten Link zum Thema Finanzierung ganz alt und ganz neu kombinieren können.

Wir haben noch einen längeren Text. Aber das ist der vermutlich spannendste Wirtschaftsartikel der letzten Tage, der ist aufregend, faszinierend, unheimlich, den sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Es geht ganz banal um Sand.

Dann legen wir noch etwas bei der letzten Woche an, da ging es u.a. um die Preise für Biolebensmittel. Dazu hier ein Interview mit dem Chef von Alnatura. Und noch einen Link können wir anlegen: In der letzten Woche ging es auch um Energiespeicherung unter Ausnutzung der Schwerkraft, in dieser Woche machen wir damit Licht. Immerhin 25 Minuten lang.

Wir haben heute gleich mehrere längere Texte, manchmal reichen aber ganz kurze Artikel, um nachdenklich zu werden, um die Idee im Kopf etwas weiter zu spinnen. Etwa bei der Frage, was der Medienwandel eigentlich mit Bankgeschäften zu tun hat. Ach guck.

Wir haben oben schon den Begriff “Paleo” für einen Ernährungstrend eingeführt, noch etwas informierter kann man sich im Smalltalk zu Ernährungsthemen beim mittäglichen Kantinengang vermutlich mit dem Hauptbegriff aus dem folgenden Artikel geben. Einfach mal die Kollegin oder den Kollegen mit dem Salatteller auf “orthodiätische Askese” ansprechen.

Etwas ganz anderes, hier geht es um einen Traum, eine Vision: Bessere Flüchtlingspolitik. Fast schon satirereif direkt daneben ein anderer Artikel im gleichen Medium: Bayern nimmt keine Flüchtlinge mehr auf. In diesem Zusammenhang wollen wir die sympathische Kleinstadt Meßstetten loben – und zwar nachdrücklich. Im folgenden Artikel geht es zwar nicht um Flüchtlinge, er passt aber dennoch ganz gut dahinter. Es geht um den Missbrauch von Sozialleistungen durch EU-Bürger, die nach Deutschland ziehen. Oder sagen wir besser, es geht um den Nichtmissbrauch.

Zum Ende der allgemeinen Hauptreisesaison schließlich werfen wir noch einen Blick auf den Tourismus und die Folgen, etwa auf den Malediven. Etwas Ernüchterung kann man ja gewiss vertragen, wenn das Berufsleben überall wieder beginnt.

  1. Hausverwaltung Essen

    Spannender und auch etwas krasser Beitrag.
    Sicherlich nicht ganz unberechtigt aber sehr direkt.

  2. Ich haette gern etwas mehr konzept. Es erscheint mir als wuerde der autor einmal woechentlich einige seiten die ihm gefallen haben hier verlinken und noch je ein, zwei saetze schreiben, weil sie sonst zu nackt da stuenden. Das hoert sich jetzt vernichtend an, ist jedoch bloss ausdruck meines starken missfallens. Ich verstehe nicht, welchen sinn es macht, wenn meine bank einmal pro woche einen linkueberblick zu vollkommen verschiedensten themen bringt. Was hat diaetentwicklung mit dem wirtschaftsteil zu tun? Vielleicht waer das auf einer persoenlichen facebookseite, nem blog besser aufgehoben. Oder der titel wird zu ‚links die einigen mitarbeitern gefallen‘ geaendert. Wenn, dann richtig und gut, mit konzept, gewisser kohaerenz. Und im wirtschaftsteil laesst sich woechentlich ueber interessante entwicklungen berichten. Aber wenn so, dann lieber als linkaggregator ausgliedern. Denn ne bank hat gewisse kompetenzen, und scheinbar nicht jene einer gemischtthemenredaktion.
    Danke.

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