Posteo - Das grüne Postfach

Posteo – Das grüne Postfach

Überwachungseklats, Datenschutzskandal, Phishing – In Deutschland gilt das Postgeheimnis. Kann man das nicht ebenso im digitalen Postfach halten? Kann man! Sogar grün und das seit zehn Jahren mit Posteo.

Damals gründete das Ehepaar Sabrina und Patrik Löhr den Maildienst Posteo. Die beiden Unternehmer lernten sich durch ihr ehrenamtliches Engagement bei Greenpeace kennen. Sie war vorher im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig, er arbeitete in der System- und Mailadministration. Schon früh war Patrik Löhr klar, dass man eine Möglichkeit für umweltschonenden und sicheren Mailverkehr entwickeln kann. 2009 hatten beide dann die Idee für das grüne Postfach.

Made in Berlin

Der Firmensitz ist in Berlin. 20 Mitarbeiter*innen sind unbefristet – darauf legen die Löhrs Wert – in einem nachhaltig eingerichteten Büro am Viktoria-Park beschäftigt. Posteo ist das Paradebeispiel dafür, dass das Internet ohne Tracking, Datensammeln und Werbung möglich ist. Unter sicherheitsbewussten Internetnutzer*innen ist Posteo ein Synonym für höchsten Datenschutz. Darüber hinaus richtet sich der Betrieb an ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten aus. Das kommt bei der Viertelmillion Kunden*innen gut an. Auf die Frage, welches Wachstum man anstrebt, antwortet Sabrina Löhr mit „Ein weiterhin nachhaltiges“.

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Postfach: Auf Nummer sicher

Der Schutz aller personenbezogenen Informationen hat absolute Priorität. Bewusst wird auf Trackingtools verzichtet. Täglich werden Sicherheits-Back-ups erstellt.
Ein Postfach-Umzugsservice erleichtert die Eröffnung eines anonymen Postfachs. Das alles kostet einen Euro im Monat – statt persönlicher Angaben. Der Beitrag gewährleistet eine datensichere Arbeitsweise und macht eine Finanzierung durch Werbung überflüssig, diese lehnen die Löhrs nämlich strikt ab. Sein transparentes Handeln macht Posteo zum Vorreiter aller deutschen Telekommunikationsanbieter. Dafür wurde Posteo mehrfach ausgezeichnet.

„Wir haben bereits seit unserer Gründung 2009 ein Geschäftskonto bei der GLS-Bank“ Sabrina Löhr 

„Wir haben die DSGVO als guten Impulsgeber wahrgenommen“

Die neue Datenschutz-Grundverordnung betrachtet Sabrina Löhr entspannt.
„Wir haben die DSGVO als guten Impulsgeber wahrgenommen.“ Der Dienst setzte sich von Anfang an für digitale Bürgerrechte ein. Datenskandale machen Posteo nicht zu schaffen. Aus Sicherheitsgründen werden grundsätzlich keine Bestandsdaten der Kunden wie Namen oder Adressen gespeichert. Verkehrsdaten wie IP-Adressen werden nicht erhoben und Bezahldaten von den Postfächern getrennt.

Posteo – Ganzheitlich nachhaltig

Alle Server arbeiten mit Ökostrom von Greenpeace Energy. Ressourcen werden effizient genutzt, im Büro gibt es ausschließlich Recyclingpapier. Geschäftliche Flugreisen sind tabu. Sogar in Sachen Finanzen geht Nachhaltigkeit vor. Das Geschäftskonto führt man selbstverständlich bei der GLS Bank, denn grüne Einrichtungen vertrauen auf grüne Banken.

Foto: Posteo

  1. Ich bin sehr zufrieden mit posteo.de, in Sachen Haltung, Werte und insbesondere deren Sicherheitstechnik.
    Da sind sie wohl mit weltweit führend, soweit ich das beurteilen kann.
    Dinge wie PGP-Verschlüsselung finde ich für den Normaluser wie mich noch nicht praktikabel, da zu kompliziert. ABER, es wird angeboten und man ist in Einigem führend.
    Der Support dauert ein paar Tage und telefonisch sowieso nicht vorhanden, aber das ist wohl auch nicht anders machbar.

    Was posteo nicht anbietet, ist Webspace, aber man kann über den Umweg, Dateien in Mails zu speichern, ja dennoch dies „so nutzen“.

    Aber wir sind hier bei der GLS und nicht auf ner Techseite;
    posteo finde ich ein rundum gelungenes Gesamtpaket mit fairem Preis-Leistungsverhältnis!
    Und dazu kommt – wie erwähnt – die Motivation und die menschlichen Aspekte der Company an sich.

    Mehr solche Menschen, wären ein Fortschritt für unser Gemeinwohl!

    LG
    Frank

  2. Obwohl ich von der Idee „posteo“ sehr angetan war, mache ich dort gerade leider ziemlich schlechte Erfahrungen, was SPAM-Aufkommen im Fach und Support/Service angeht. Die vorgesehenen SPAM-Filter, die man einrichten kann, scheinen nicht zu funktionieren. Von „Nummer sicher“ kann in dieser Hinsicht leider nicht die Rede sein. Schade eigentlich, denn die Idee halte ich weiterhin für ausgezeichnet. Ich werde aber wahrscheinlich in Zukunft auf posteo verzichten müssen, denn seit über einem halben Jahr geht schon dieser Dauerbeschuss, und wie gesagt – keine Abhilfe in Sicht.

    • Ich habe etwas Spam durch öffentliche Mailadressen die ich auf mein Posteo Konto weiterleiten lasse, dass ist für einen Mailserver immer schwerer zu filtern, als Spam der direkt an die Adresse geschickt wird, da ein dritter Server dazwischenliegt.

      Ich würde empfehlen es mal mit mailbox.org zu versuchen (ähnliche Konditionen), deren Betreiber, JPBerlin, rühmt sich mit bestem Spam-Schutz. Die Filter bei Posteo sind meines Wissens auch nicht für Spam gedacht, sondern um Mails von bestimmten Absendern/Mailinglisten/Betreffs in Ordner zu sortieren oder anderes damit zu machen.

      Eine Viertelmillionen – krass das Posteo jetzt so groß ist, ich nutze es seit Anfang 2010 und erinnere mich, als durch Snowden die 25.000 Marke geknackt wurde (o.ä.) und es ein starker Wachstum für Posteo war, hat sich seit dem scheinbar nicht viel geändert ;-) und der Großteil meiner Mailkontakte – das sind viele – hat mittlerweile posteo.de am Ende.

      Die nicht mehr neue grüne Oberfläche des Postfachs finde ich an verschiedenen Stellen unpraktisch, nutze daher die Classic Variante, bzw. nutze Posteo eigentlich nie im Browser, zu ca. 99% der Zeit lieber via Thunderbird.

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