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Preis- und hochwert(ig): Bio-Assam-Tee der teealternative

Thomas Zimmermann hat die ‚teealternative‘ 2010 gegründet und vertreibt seitdem hochwertigen Assam-Tee zu günstigen Preisen. Ich habe mit ihm über Nachhaltigkeit, Teeproduktion und die Unterstützung sozialer Projekte gesprochen.

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Thomas Zimmermann

Vom Teeliebhaber zum Teelieferanten

Da er auf der Suche nach gutem Assam-Tee, seinem Lieblingstee, nicht fündig wurde, nahm er die Sache selbst in die Hand. „Ich bin ‚Teejunkie‘ und trinke ca. zwei Liter Tee am Tag.“ Aus dieser Liebe entstand ein ganzes Unternehmen. Damit war die ‚teealternative‘ nach dem Konzept der Teekampagne geboren.

Ausschließlich Schifftransport aus ökologischen Gründen

„Assam-Tee ist im Geschmack kräftig und würzig. Außerdem ist er herrlich kupferrot“ schwärmt Thomas Zimmermann auf die Frage, was das Besondere an dieser Teesorte sei. Die Teeblätter werden auf den Plantagen in Assam geerntet und dort in der ‚Teefabrik‘ zu Tee verarbeitet. Danach werden sie in mehrschichtige Papiersäcke zu einem bis 20 Kilogramm gefüllt und per LKW nach Kolkata transportiert. Dort wird der Tee für die internationalen Kund*innen auf Paletten zu Sendungen zusammengestellt und per Schiff oder Flugzeug in die große, weite Welt transportiert.  „Ich veranlasse aus ökologischen Gründen ausschließlich Schiffstransport und versende nicht per Flugzeug“, betont er.

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Thomas Zimmermann pflanzt einen Teestrauch

Nachhaltiger, günstiger, fairer Bio-Tee aus Indien

Als kleines Unternehmen, das den Tee kostengünstig anbieten möchte, verwendet Thomas Zimmermann ausschließlich das europäische Bio-Siegel. „Der Teeproduzent ist von zig Nachhaltigkeitsinstitutionen aus etlichen Ländern zertifiziert. Die Kontrolleure der Zertifizierer geben sich in Kolkata und in den Teegärten die Klinke in die Hand. Das kostet natürlich viel Geld“, erklärt er. „Ich persönlich werde hier in Bayern von ‚meinem‘ Bio-Zertifizierer kontrolliert. Das jährlich neu ausgestellte Zeugnis finden Sie auf meiner Hompage.“

Im Vergleich zu Bio-Tees aus deutschen Supermärkten sei der Assam-Tee der ‚teealternative‘ wertvoller, das heißt, von viel besserer Qualität. „Im Vergleich zu anderen Bio-Tees ist unser Tee außerdem deutlich günstiger“, ergänzt Thomas Zimmermann.

Das traditionell-hinduistisch geprägte Familienunternehmen, von dem Herr Zimmermann den Tee bezieht, legt Wert auf faire Arbeitsbedingungen. Neben einem kostenfreien Wohnrecht in den Teegärten oder der Verpflichtung des Arbeitgebers, für Bildung und medizinische Versorgung der Arbeiter*innen und ihrer Kinder zu sorgen, besteht eine Einigung zu einem Mindestlohn und ein Verbot von Kinderarbeit. Arbeits- und Urlaubszeiten sind genauso geregelt wie die Rentenversicherung und die Vergütung bei Krankheit.

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Buddhistische ‚Andacht‘ anlässlich der Einweihung eines neu bepflanzten Abschnittes des Teegartens

Unterstützung sozialer Projekte

Das Schulprojekt H.E.L.G.O. e.V. des Hamburger Arztes Dr. Meyer-Hamme für Kinderarbeiter in Kalkutta wird mit dem Verkauf von Bio-Tees mit 80 Cent pro Kilo unterstützt. „Ich sah 2010 einen Beitrag über das Schulprojekt in Kolkata auf phoenix. Danach nahm ich Kontakt zu Dr. Meyer-Hamme auf und wir vereinbarten die Kooperation.“ Seitdem wurde unter anderem ein Schulhaus gebaut. Näheres können Sie der Homepage des Projektes entnehmen.

Der Versand der Bestellungen lässt Thomas Zimmermann durch die Werkstatt für Menschen mit Körperbehinderung der Stiftung Pfennigparade in München erledigen.

Eigene Abfüllung per Hand mit Teelager im eigenen Haus

Thomas Zimmermann verrechnet bei der Kalkulation des Verkaufspreises seines Tees keine Kosten für Miete, teure Werbung und Hochglanzkataloge. „Man muss ein echtes Alleinstellungsmerkmal haben. Das ist bei der ‚teealternative‘ das Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Das Teelager befindet sich im eigenen Haus und der Tee wird per Hand selbst abgefüllt: Ohne Maschinen, in Papiertüten, ohne Plastik und ohne Alu.

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Das Teelager in Pfaffenhofen

Durch redaktionelle Zeitungsartikel (Süddeutsche, TAZ) und einen Fernsehbeitrag (BR Abendschau) konnte er seine Bekanntheit bereits erhöhen, ohne Geld für Werbung auszugeben. „Außerdem kümmere ich mich auch als Online-Händler so persönlich wie eben möglich um meine Kund*innen. Das wird honoriert“, freut er sich.

Fotos: Teealternative

  1. „Das Teelager befindet sich im eigenen Haus und der Tee wird per Hand selbst abgefüllt: Ohne Maschinen, in Papiertüten, ohne Plastik und ohne Alu.“ Chapeau! Das nennt man dann wohl konsequent. Allerdings erscheint es heute fast unmöglich Umsatzvolumen gänzlich ohne Werbeetat und nur über redaktionelle Berichterstattungen generieren zu können.

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