Der Wirtschaftsteil Nr. 198 – Thema: Fleisch

Der Wirtschaftsteil Nr. 198 - Thema: Fleisch

Ein heikles Thema: Fleisch.

In dieser Woche gibt es ein heikles Thema, es geht um Fleisch. Die Lektüre ist vielleicht gerade überzeugten Fleischessern zu empfehlen, zum einen weil man wohl ohnehin wissen sollte, wie die Nahrung zustande kommt, die da auf dem Teller liegt. Zum anderen aber auch, weil die Produktionsbedingungen, die beim Fleisch auch die Schlachtbedingungen sind, nun einmal etwas mit dem Geschmack zu tun haben. Dazu ein langer und sehr informativer Artikel. Für sensible Gemüter ist er vielleicht nicht gut auszuhalten.

Er ist nicht gut auszuhalten, weil man dabei bei moralischen Fragen landet, die nicht gerade einfach zu beantworten sind und die viele erfolgreich verdrängen. Als Fleischesser muss man vielleicht etwas länger nachdenken, warum man was einfach so hinnimmt. Sonst wird es schwierig, wenn man etwa Argumentationen wie bei Hilal Sezgin begegnet.

Mobile Schlachter

Und direkt dahinter dann vielleicht diesen Bericht über den einzigen mobilen Schlachter in Deutschland lesen. Auch da lohnt es sich, den Artikel ganz zu lesen, da gibt es ein paar überraschende Aspekte.

Im letzten Herbst ist ein Buch zum Thema erschienen, es hat den Titel “Schweinesystem”. Beim Deutschlandradio Kultur gab es ein langes Interview mit dem Autor, da kommt man dann auch auf die Preise und die Macht der Handelsketten (und damit also auch der Konsumenten).

Wobei es wiederum auch nicht so ist, dass kein Bauer über das Tierwohl nachdenken würde. Hier ein Beispiel aus der Rinderhaltung. Wer einen typischen Kuhstall kennt, weiß wie anders es dort zugeht.

“Her mit dem guten Leben” heißt eine Schlagzeile bei Greenpeace, auch da geht es u.a um das Tierwohl. Ob das dann ein gutes Leben ist, wenn es doch unweigerlich mit der Schlachtung endet – dazu siehe oben, die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Aber um noch einmal ganz am Anfang anzuschließen – Tierwohl hat definitiv etwas mit dem Geschmack des Fleisches zu tun. Wenn man also Fleisch isst, sollte man den Begriff nicht ausblenden. Das ist keine Frage der Moral, das ist einfach eine Tatsache.

Foto: Bev Sykes „Meat!“/ CC BY 2.0

  1. Der erste verlinkte Artikel kann ebenfalls angehört werden, unten rechts auf dem Bild ist der Play-Button, um den zum Text identischen Radiobeitrag zu hören. Ist eventuell für manche attraktiver, als der lange Text ;)

  2. Ich hatte mich schon gewundert, warum eine Bank zu mir verlinkt :) Wenn man euer Blog nach anderen CC-Verweisen durchsucht (siehe https://www.google.de/search?q=cc+site%3Ablog.gls.de) findet man noch ein paar weitere fehlerhafte CC-Attributionen. Ihr verwendet keine Bilder von Skley, allerdings solltet ihr besser diese auch noch korrigieren. Viele Grüße, Christoph.

  3. Hey Leute,

    beim Lesen eures Beitrags ist mir der letzte Satz aufgefallen: „Foto: CC Lizenz von Bev Sykes”. Es ist ganz prima, dass ihr CC-Material verwendet, aber ihr wendet die Lizenz offenbar nicht richtig an. Dazu gab es auf Linux und ich (nach einer Abmahnung) einen wunderbaren Beitrag: https://linuxundich.de/politik/creative-commons-inhalte-rechtssicher-in-ein-blog-einbinden/

    VG, Micha.

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