Ein heikles Thema: Fleisch.
In dieser Woche gibt es ein heikles Thema, es geht um Fleisch. Die Lektüre ist vielleicht gerade überzeugten Fleischessern zu empfehlen, zum einen weil man wohl ohnehin wissen sollte, wie die Nahrung zustande kommt, die da auf dem Teller liegt. Zum anderen aber auch, weil die Produktionsbedingungen, die beim Fleisch auch die Schlachtbedingungen sind, nun einmal etwas mit dem Geschmack zu tun haben. Dazu ein langer und sehr informativer Artikel. Für sensible Gemüter ist er vielleicht nicht gut auszuhalten.
Er ist nicht gut auszuhalten, weil man dabei bei moralischen Fragen landet, die nicht gerade einfach zu beantworten sind und die viele erfolgreich verdrängen. Als Fleischesser muss man vielleicht etwas länger nachdenken, warum man was einfach so hinnimmt. Sonst wird es schwierig, wenn man etwa Argumentationen wie bei Hilal Sezgin begegnet.
Mobile Schlachter
Und direkt dahinter dann vielleicht diesen Bericht über den einzigen mobilen Schlachter in Deutschland lesen. Auch da lohnt es sich, den Artikel ganz zu lesen, da gibt es ein paar überraschende Aspekte.
Im letzten Herbst ist ein Buch zum Thema erschienen, es hat den Titel “Schweinesystem”. Beim Deutschlandradio Kultur gab es ein langes Interview mit dem Autor, da kommt man dann auch auf die Preise und die Macht der Handelsketten (und damit also auch der Konsumenten).
Wobei es wiederum auch nicht so ist, dass kein Bauer über das Tierwohl nachdenken würde. Hier ein Beispiel aus der Rinderhaltung. Wer einen typischen Kuhstall kennt, weiß wie anders es dort zugeht.
“Her mit dem guten Leben” heißt eine Schlagzeile bei Greenpeace, auch da geht es u.a um das Tierwohl. Ob das dann ein gutes Leben ist, wenn es doch unweigerlich mit der Schlachtung endet – dazu siehe oben, die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Aber um noch einmal ganz am Anfang anzuschließen – Tierwohl hat definitiv etwas mit dem Geschmack des Fleisches zu tun. Wenn man also Fleisch isst, sollte man den Begriff nicht ausblenden. Das ist keine Frage der Moral, das ist einfach eine Tatsache.
Foto: Bev Sykes „Meat!“/ CC BY 2.0
Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.


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