Armut

Der Wirtschaftsteil :: kompakt Nr. 254 – Drei Links zum Thema Armut

Es gibt durchaus Meldungen, bei denen man beim ersten Blick auf die Überschrift nicht ganz sicher ist, ob man beim Postillon liest oder doch auf der Seite irgendeines anderen Mediums: “Jobcenter kürzt bettelndem Mann Hartz IV”.  Aber rechtlich, versteht sich, ist das alles in bester Ordnung: “Das Betteln wird vom Jobcenter als Beruf oder Selbstständigkeit eingeordnet.”

Die taz hat ein ABC der Armut aufgelistet. Von A wie Armut bis Z wie Zahlen: “Egal ob durch Nutztierpraxen betreute landwirtschaftliche Betriebe oder die Preise für Schädlingsbekämpfungsmittel – in in Deutschland gibt es für fast alles eine amtliche Statistik, nur nicht zu den Wohnungslosen.”

Das mit der Armut ist womöglich ein größeres Problem, und auch in den Blogs stößt man auf das Gefühl, dass man da allmählich aufpassen muss, etwa bei Herrn Fischer: “Wir müssen aufpassen, ganz schrecklich aufpassen … dass die Schere zwischen arm und reich nicht zu weit auseinander klafft. Vielleicht könnten wir als Anfang Hartz IV-Beziehern 5,- mehr im Monat geben. Oder sogar 6,-?”

Der Wirtschaftsteil „kompakt“ ist eine Kolumne aus kuratierten Beiträgen der Wirtschaftsgazetten und Blogs von Maximilian Buddenbohm.

 

  1. Gabriele Zampiccoli

    In Deutschland liegen die Sozialkosten pro Kopf bei über 8000 Euro pro Jahr. Mit diesem Geld werden auch die Verwaltungssysteme und Sanktionierungssysteme der hausgemachten Armut finanziert. Ganz zu schweigen von der Branche, die Langzeitarbeitslose gegen viel Geld in einen festen Job bringen soll – mit nachweislich minimalem Erfolg! Das bedingungslose Grundeinkommen ist mehr als überfällig. Es würde viel Potential frei, Menschen können in Würde leben – ist übrigens ein Grundrecht!

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