BS 2019 / 1 - Blockchain in grün?

BS 2019 / 1 – Blockchain in grün?

Die Blockchain-Technologie ist umstritten. Inwiefern können wir sie aber für nachhaltige Zwecke nutzen? Hier drei Beispiele aus der GLS Community

Vom Institute for Social Banking, Berlin

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Spekulativer Reichtum für wenige auf Basis eines obszön hohen Stromverbrauchs: Was über Bitcoins und andere Blockchain-Währungen zu hören ist, das klingt nicht besonders nachhaltig. Doch ein genauerer Blick lohnt sich, denn diese Technologie könnte unsere ökonomischen Beziehungen direkter und transparenter machen. Staatliche Behörden, Banken oder Plattformkonzerne verlören so an Relevanz. Im positiven Fall spart das nicht nur Kosten und Zeit, sondern sorgt sukzessive für eine Demokratisierung der Gesellschaft.

Aber ist eine solche Entwicklung realistisch? Gibt es bereits konkrete Ansätze, die funktionieren? Darüber hinaus: Sind technische Systeme ohne staatliche Kontrollinstanzen überhaupt wünschenswert? Mit solchen Fragen haben wir uns drei Blockchain-Initiativen im Umfeld der GLS Bank genauer angeschaut und stellen sie der Diskussion.

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Ein Artikel aus dem GLS Kundenmagazin Bankspiegel. Diesen und viele andere spannenden Artikel finden Sie im Blog. Alle Ausgaben des GLS Bankspiegel als PDF finden Sie unter: https://www.gls.de/bankspiegel/.

Foto: Hitesh Choudhary

  1. Jan-Peter Homann

    Hallo alle zusammen,
    Ich beschäftige mich jetzt privat seit ca. 8 Jahren als normaler Anwender mit der Blockchain (Bitcoin und Ethereum) und habe dazu kleinere Beträge (jeweils unter 100 EUR in verschiedene Projekte investiert. Zusätzlich lese ich einiges zu den Themen.

    Bei den derzeitig verfügberen Blockchains sehe ich folgende Probleme:
    – Sehr hoher Energie-Einsatz zum Betrieben der Infrastruktur
    – Derzeit kein Nachweise, dass die Blockchain mit 100% Ökostrom betrieben wird und die Ökostrom-Lieferanten aktiv die Energiewende unterstützen
    – Die Blockchain Kapazität wird zu maßgeblichen Anteilen für sinnlose Aktivitäten genutzt. Meines Wissens gab es in 2018 / 2019 z.B- in der Ethereum Blockchain das Problem, dass ca. 30% der Kapazität für Pyramidenspiele in Form von Smart Contracts aufgebraucht wurden/werden, die aufgrund der Blockchain Struktur kaum zu stoppen sind….
    Für mich stellt sich die Frage, ob viele „fortschrittliche“ Anwendungen auf der Blockchain nicht wesentlich energieeffizienter und mit kontrollierten Ökostrom btrieben werden können, wenn die auf Basis von offenen Protokollen und Open Source-Lösungen auf einer Handvoll Server betrieben werden, die z.B. von Genossenschaften oder Stiftungen im Sinne des Gemeinwohls betrieben werden, in die sich dann weitere Player (auch kommerzielle) einklinken können.
    Wenn schon eine Blockchain, dann sollte die Öko- / Transition Bewegung ihre eigene machen, die energieeffizient ist, die Energiewende fördert und die einem gemeinschaftliche Governance ermöglicht, um Schwachsinn zu verhindern.
    PS: Ich bin GLS-Mitglied und Mitbesitzer meines genossenschaftlichen Webhosters https://www.hostsharing.net der ebenfalls bei der GLS-Bank ist.

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