Mut zur Verantwortung: GLS Bank setzt Banken- und Energiewende um

73 Mrd. Euro betrug das Volumen nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland Ende 2012. Diese Nachricht verkündete kürzlich der Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen im Jubiläumsjahr des Nachhaltigkeitskonzeptes. 300 Jahre nach seiner Entstehung trifft ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen also weiterhin den Kern der Zeit. Ein Trend, den auch die aktuelle Entwicklung der GLS Bank bestätigt, die unsere Vorstände heute auf einer Pressekonferenz in Bochum vorstellten.

Unsere Bilanzsumme beträgt Mitte Juni rund 3 Mrd. Euro, das entspricht einem Wachstum von über 8%. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 entschieden sich zudem bereits 11.000 Menschen, zu uns zu wechseln. Durch Neuzeichnungen und Erhöhung ihrer Anteile stärkten die GLS Mitglieder zudem das Geschäftsguthaben der GLS Bank: Es wuchs um 19% und weist eine Höhe von 110,9 Mio. Euro auf – Danke!

Die Bankenwende.
Ein nicht zu leugnender Klimawandel, halbherzige Energiepolitik, notwendige Veränderungen in der Wirtschaft –  Im Generationenmanifest 2013 verfasste die GLS Bank gemeinsam mit bekannten Köpfen aus Wirtschaft, Politik und Popkultur zehn Warnungen an die Politik. Ergänzt werden sie durch zehn konkrete Forderungen, die Handlungsempfehlungen an die Regierung wie auch die Opposition darstellen. „Betrachten wir die aktuell herrschende mutlose Politik, die lässigen Versprechungen, dann fahren wir mit dem Rückwärtsgang in die Zukunft“, begründete unser Vorstandssprecher Thomas Jorberg das Engagement. „Eine Kulturrevolution ist erforderlich, die Wirtschaft und die Banken müssen wieder dem Menschen dienen – und nicht umgekehrt.“

Bereits Anfang des Jahres formulierte die GLS Bank im Rahmen der Global Alliance for Banking on Values (GABV) drei Bedingungen für einen erfolgreichen Wertewandel des Bankensektors. In der Berliner Erklärung identifizierte der Verband nachhaltiger Banken Transparenz, Vielfalt der Banken sowie Nähe zum Kunden als notwendige Voraussetzungen. „Wir wollen ein positives Bild der Banken entwickeln, und die Frage stellen, wie Geld ein soziales Gestaltungsmittel werden kann“, erläuterte Jorberg den anwesenden Journalisten.

Die Energiewende.
25% des Strombedarfs werden inzwischen durch erneuerbare Energien gedeckt – Tendenz stark steigend. Davon liegen 51% in der Hand von Privatpersonen und Landwirten. Den Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland treiben die Bundesbürger somit ausschlaggebend voran. Gemeinsam mit u.a. dem BUND rief die GLS Bank die Kampagne Die Wende – Energie in Bürgerhand ins Leben. Sie entwarfen eine Energiewende-Charta, die diese wahren Träger der Energiewende zeigen und ihnen eine starke Stimme geben will. „6,5 Mio. Bundesbürger beziehen bereits grünen Strom“, so Jorberg. „Gemeinsam stellen wir uns den Herausforderungen der Energiewende, wie der dezentralen Struktur, der Steuerung sowie der Speicherung, und werden sie lösen.“

Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung: Seit den 80er Jahren investieren wir in erneuerbare Energien, 1991 folgte der erste Windkraftfonds. Inzwischen vergeben wir etwa 34% der Kredite in die Branche. „487,4 Mio. Euro investieren wir derzeit in den Auf- und Ausbau der regenerativen Energien. Die Vision von einer 100% Versorgung durch grünen Strom nimmt Gestalt an“, erläuteret Andreas Neukirch, Finanzvorstand der GLS Bank, auf der heutigen Pressekonferenz.

Auf den Spendenaufruf der Zukunftstsiftung Landwirtschaft und den Bio-Verbänden wiesen die Beiden ebenfalls hin und konnten eine stolze Ziffer nennen:  In nur wenigen Tagen spendeten die Menschen bereits 45.000 Euro – Lieben Dank!

Auch die GLS Bank wird sich beteiligen und einen Betrag in Höhe von 20.000 Euro für die Unterstützung der Bio-Höfe spenden.

  1. Energiewende ist gut, aber das Angebot des Energiesparbriefes finde ich doch sehr eigenartig (2% für 7 Jahre). Die Zinsen werden ja wohl über 7 Jahr nicht so bleiben.

    • GLS Online-Redaktion

      Hallo Uwe,

      bei unseren Geldanlagen möchten wir marktgerechte und verlässliche Zinsen bieten. Beim GLS Energiewende-Sparbrief handelt es sich im aktuellen Zinsumfeld um ein sehr gutes Angebot. Zum Vergleich: der „normale“ GLS Sparbrief 7 Jahre ist mit 1,30 % verzinst, eine Bundesanleihe mit vergleichbarer Laufzeit hat aktuell eine Rendite von ca. 1,29 %.

      Niemand kann die zukünftige Zinsentwicklung für die nächsten sieben Jahre vorhersagen. Aus heutiger Sicht spricht allerdings wenig dafür, dass die Zinsen in den nächsten Jahren stark steigen sollten, dafür sind die wirtschaftlichen Probleme innerhalb der Eurozone wie Staatsverschuldung, Bankenkrise, schwache Konjunktur doch sehr gravierend.

      Weitere Informationen zu unserer Zinsgestaltung gibt es auf unserer Internetseite.

      Viele Grüße

      Bettina Schmoll
      Für die Online-Redaktion

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