Claytec – ein Baustoff zwischen Tradition und Moderne!

Lehmverschmiert und in kurzer Latzhose nahm er sein Abiturzeugnis entgegen: Peter Breidenbach gründete schon im Alter von 21 Jahren die erste deutsche mit Lehm hantierende Firma. 1985 in die Handwerksrolle eingetragen, wird sie heute unter dem Namen Claytec geführt. Breidenbachs Leidenschaft wurde ihm quasi in die Wiege gelegt.

Geweckt wurde sein Interesse durch die Arbeit seiner Mutter. Als Architektin verschrieb sie sich der Fachwerk- und Denkmalpflege. Getragen von den Eindrücken, die er in jungen Jahren immer mehr verinnerlichte, war schnell klar, dass Peter Breidenbach die Begeisterung zu diesem Baustoff  wohl nicht mehr loslassen würde. „Lehm hat ein eigenes Wesen, eine eigene Ausstrahlung. Jeder, der einmal mit Lehm gearbeitet hat oder sich in Räumen aus Lehm aufgehalten hat, spürt diese besondere Tiefe“, schwärmt er.

Aber was ist das besondere am Lehm? Als einer der ältesten in der Natur vorkommenden Baustoffe der Menschheit ist Lehm heutzutage gefragter denn je. Dabei hat die Alternative zu herkömmlichen Baumaterialien auch noch schöne Nebeneffekte: Allergierisiken und Emissionswerte werden reduziert, das Raumklima sowie der Feuchtigkeitsgehalt der Luft regulieren sich besser und Gerüche werden absorbiert. „Lehm wird in einer energie- und ressourcenschonenden Produktion hergestellt. Bei der Verarbeitung entstehen keinerlei Abfälle und das Material ist komplett wieder verwendbar“, erklärt Breidenbach.

Von modernen Bauformen bis zum Passivhaus, Lehmbau kann vielfältig genutzt werden. “Raus aus der Ökonische und rein in die Gesellschaft“, sagt Breidenbach. Wie aus der Denkmalpflege eine moderne und auch künstlerische Gestaltung entstand, zeigen Beispiele wie das Haus der Nachhaltigkeit oder auch das Maya Guesthouse in der Schweiz.

„Wir legen großen Wert auf das Wohl unserer Mitarbeiter und den Erhalt unserer Umwelt. Diese Ansätze waren uns bei der Suche nach einer Bank sehr wichtig. So sind wir auf die GLS Bank gestoßen, bei der wir nun schon seit 20 Jahren Mitglied sind“,  erläutert Breidenbach, der auch heute noch tatkräftig dazu beiträgt, den Wunsch vieler Menschen, die gesund und bewusst wohnen wollen, zu erfüllen.

 

Bildunterschriften: Peter Breidenbach bei einer Lehmprobe / Die Produktionsstätte

Daria Thon

Vanessa Bolmer

  1. Lehm ist wirklich ein toller Baustoff. Schön, dass es Banken gibt, die mutig genug sind, um so „innovative“ Dinge zu finanzieren. Wenn sich erst in der breiten Bevölkerung der Vorteil solcher Baustoffe herumgesprochen hat, kann man auch zur Bank vor Ort gehen. Anfangs ist denen das Risiko zu hoch.

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