Azubi vor Ort 2012: On Tour in NRW

Alljährlich besuchen unsere Auszubildenden Kreditprojekte der GLS Bank. Durch den intensiven Austausch erfahren und erleben sie die Arbeit der GLS Bank auf einer ganz persönlichen Ebene und erhalten  einen genaueren Einblick in die finanzierten Projekte. In diesem Jahr besuchten sie  vier verschiedene Projekte in und um Münster sowie in Wuppertal. Ute Becker blickt für uns zurück auf den Ausflug:

Am Freitag besuchten wir zuerst die Vollkornbäckerei Cibaria in Münster, die uns als Biobäckerei nicht nur ein leckeres Frühstück servierte, sondern auch einen kleinen Rundgang durch die Backstube und die hauseigene Mühle, in der das Mehl ganz frisch gemahlen wird, ermöglichte. Die Bäckerei als Ganzes hat uns sehr gefallen und war definitiv einen Besuch wert. Besonders beeindruckt waren wir von der reibungslos funktionierenden Hand-in-Hand-Arbeit im Betrieb, die die tägliche Frische der Produkte garantiert.

Gestärkt ging es weiter zu dem Wohnprojekt Haus Coerde. Der teilweise unter Denkmalschutz stehende ehemalige Bauernhof wird im Zuge des Projektes restauriert, sodass bald neben den schon bestehenden Ateliers von verschiedenen Künstlern auch kleine Wohnungen bezogen werden können. Idyllisch gelegen zwischen Wald und Wiese haben sich auf dem Münsteraner Hof eine Töpferei, Bildhauerei, Malerei, ein Musik- und Tanzzentrum, sowie ein Redaktionsbüro, Kochstudio und Designbüro niedergelassen. Die neu hergerichteten Wohnungen hinterließen bei uns Azubis einen guten, angenehmen Eindruck und so manch einer konnte sich vorstellen, ebenfalls hier zu leben. Es wurden viele Fragen zu dem Konzept des Hofes gestellt, vor allem, weil sich dessen Restaurierung durch den Denkmalschutz als schwierig erweist.

Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir zum nächsten Projekt, dem Biohof Schulze-Schleppinghoff. Der Bauer empfing uns höchstpersönlich, führte uns herum und erzählte uns nebenbei etwas über die Geschichte des Hofes. Neben Pferden und Hühnern gibt es auf dem Hof auch Schweine, Katzen, Hasen und Pfaue. Besonders der Schweinestall kam bei den Azubis gut an. Wir beobachteten das Verhalten der Tiere und wie der Bauer sie liebevoll umsorgte. Der Hofladen bot allerlei Köstlichkeiten und einige Azubis nutzten die Gelegenheit, um den eigenen Kühlschrank wieder aufzufüllen.

Am Samstag waren wir zu Gast bei der Behindertenarbeits- und Wohnstätte Troxlerhaus in Wuppertal. Nach einer Führung durch die Werkstätten besuchten wir den Kindergarten und eine Wohnstätte für Behinderte. Kleiner Tipp: Die Erzeugnisse der Werkstatt können auf dem jährlichen Weihnachtsbasar am ersten Advent erworben werden.

Besonders im Kindergarten kamen wieder Erinnerungen hoch und begeistert nahmen wir die altbekannten Kinderspielzeuge wie Xylophon und Schaukelpferd in Beschlag. Ebenfalls angeschlossen sind eine kleine Gärtnerei und eine Betreuungseinrichtung für behinderte Senioren. Ein überaus reichhaltiges Mittagessen beendete den letzten Projekttag und hinterließ insgesamt einen sehr positiven Eindruck. Die bunte Mischung aus verschiedensten Projekten sorgte für stete Abwechslung und während der Fahrten zwischendurch  herrschte durchwegs eine gute Stimmung.

Für uns war dieser Ausflug eine sinnvolle Ergänzung zu unserer Ausbildung, denn vor Ort entwickelt sich ein ganz neues Gefühl, ein viel intensiverer Bezug zu den Projekten und Ideen. Aus diesem Grund freuen wir uns schon auf den Ausflug im nächsten Jahr!

 

Ute Becker, Auszubildende im 1. Lehrjahr

  1. StolperSteiner

    Das „Troxlerhaus“ ist eine Einrichtung für sogenannte „Seelenpflege-bedürftige“ Kinder, damit genuin anthroposophisch. Im Leitbild wird diese pseudo-therapeutische Stoßrichtung mit Bezug auf Steiner unmissverständlich hervorgehoben. Der anthroposophische Umgang mit behinderten Kindern wird in folgendem Artikel ebenfalls deutlich gekennzeichnet:

    http://www.rudolf-steiner.blogspot.de/2010/seelenpflege-bedürftige-kinder_17.html

    Und solcherart rückwärtsgewandter, von okkult-esoterischer Weltanschaung tiefgreifend geprägte Pseudo-Pädagogik, die letztlich in umständlich verschleierte Menschenverachtung mündet, unterstützt und finanziert die GLS Bank?!

    • GLS Online-Redaktion

      Die GLS Bank finanziert im Bereich Behinderteneinrichtungen seit fast 40 Jahren Wohnheime, Lebensgemeinschaften, betreutes Wohnen, Werkstätten, Förderschulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, denn wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Würde hat. Bei der Finanzierung legen wir nicht nur Wert darauf, dass neben der notwendigen Unterstützung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen angestrebt wird, auch der Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Einbindung Ehrenamtlicher sind uns wichtig. All diese Faktoren wurden bei der Entscheidung über die Kreditvergabe an das Troxler -Haus positiv bewertet. Wir sind davon überzeugt, dass die Einrichtung einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und gute Arbeit für die Menschen, die dort leben und arbeiten, leistet.
      Ihre Online-Redaktion

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