Zum Abschluss unserer Serie die Frage in die Runde: Können auch Finanzmärkte Allgemeingüter sein?
Gemeingüter entstehen in den von uns vorgestellten Bereichen in besonderem Maße durch soziale Innovationen und einen Reichtum an gesellschaftlichen Erfahrungen. Wir haben sie als Dinge bezeichnet, die einer bestimmten Gruppe von Menschen „gemein“ sind.
Können vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise auch die Finanzmärkte und das Vertrauen in das Wirtschaftssystem als Gemeingüter verstanden werden?
Erforderlich sind:
– transparente Bankgeschäfte als Voraussetzung für ein real gegründetes Vertrauen,
– ein verlässlicher Zugang zu Kapital aufgrund langfristig angelegter Kundenbeziehungen,
– die Finanzierung von Realwirtschaft statt Spekulation mit Gemeingütern.
Der nachhaltige Umgang mit Geld bewirkt nicht nur einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen, sondern auch tragfähige wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen, die Sinn machen.
Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

Schreibe einen Kommentar