Die neuen GLS Aufsichtsräte im Porträt

Drei Mitglieder des insgesamt neunköpfigen Aufsichtsrates der GLS Bank wurden von der diesjährigen Mitgliederversammlung neu gewählt. Wir möchten Ihnen die Menschen vorstellen, die ab sofort für die Mitglieder der GLS Bank die Arbeit des Bank-Vorstands begleiten und beaufsichtigen.

GLS Aufsichtsräte


Dr. Maria do Rosário Almeida Ritter (Bildmitte)

Geboren in Lissabon (Jahrgang 1957), studierte Dr. Maria do Rosário Almeida Ritter Volkswirtschaft in Münster und arbeitete für verschiedene Institutionen: Im Presse und Informations-Büro der EG-Kommission in Lissabon, dem Portugiesischen Außenhandelsinstitut, der Universidade Católica Portuguesa in Lissabon, dem Institut für Bankwesen in Lissabon und der European Banking Association in Paris. Sie leitete die Repräsentanz der Banco Espírito Santo in Frankfurt am Main, die Pressestelle des Europäischen Währungsinstitutes und der Europäischen Zentralbank. Sie ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Elektrizitätswerke Schönau eG und Mitglied des Aufsichtsrates der Energieversorgung Titisee-Neustadt GmbH.

Was ist der gesellschaftliche Auftrag der GLS Bank?

Ich bin der Meinung, dass die Gründung der GLS Bank notwendig und dass ihre Tätigkeit wegweisend war, ist und bleiben soll. Geld ist für die Menschen da und sollte sinnstiftend als soziales und wirtschaftliches Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Wenn wir die Zukunft mitgestalten wollen, müssen wir sehen, wo das Geld hinfließt und verwendet wird. Wir können durch den vorsichtigen Eingriff in den Fluss des Geldes auch unsere Umwelt, das unternehmerische Gebaren und den privaten Umgang mit dem Geld wesentlich mitgestalten. Durch ihre Tätigkeit ermöglicht die GLS Bank Projekte, die dem Wohle des Menschen, der Tiere und ihrer Umwelt dienen.

Warum braucht unsere Gesellschaft eine Bank wie die GLS Bank?

Die GLS Bank wurde in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet, weil sie in vorbildlicher Weise soziale und ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbindet, und zwar in ihrem Kerngeschäft wie auch in der Kunden-, in der Mitarbeiterpolitik und in der Unternehmensökologie. Wie der Philosoph Ernst Bloch sinngemäß sagte: man kann am besten Veränderungen herbeiführen, indem man die Zukunft mitten in die Gegenwart setzt: Die GLS Bank ist und wirkt wegweisend in der Finanz- und Bankenlandschaft.

Dr. Herrmann Falk (links im Bild)

Geboren in Essen (Jahrgang 1967), studierte Dr. Herrmann Falk Jura in Saarbrücken und Tübingen. Er begann als wirtschaftsberatender Rechtsanwalt und arbeitete später u. a. als Leiter des Rechtsbereiches des Goethe-Instituts in München, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Wohltätigkeitsstiftungen und von 2004 bis 2013 als stv. Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen in Berlin. Seitdem leitet er als Geschäftsführer den Bundesverband Erneuerbare Energie in Berlin. Nebenberuflich ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Naturstrom AG und ehrenamtlich in einigen Stiftungen engagiert. Er ist Autor des „StiftungsRatgeber Vermögensanlage“ sowie zahlreicher Artikel und Publikationen im Themenbereich Vermögen und Nachhaltigkeit.

Welche Impulse, die bei der GLS Bank Gründung eine wichtige Rolle gespielt haben, sehen Sie heute wieder als besonders aktuell an?

Offensichtlich sind die wesentlichen Gründungsimpulse heute immer noch lebendig und vor allem tragfähig – sonst gäbe es die Bank nicht mehr. Aus meiner Sicht entspricht das Menschenbild der damaligen Gründer heute sogar noch stärker dem „Zeitgeist“ als vor 40 Jahren: vor allem die Idee, dass sich Menschen in und durch eine Gemeinschaft selbst ermächtigen, erstarrte Strukturen abzulösen und mit Lust an der Verantwortung neu zu gestalten. Anders gesagt, das Misstrauen gegenüber großen, fürsorglich-entmündigenden Behörden und Unternehmen ist überall mit den Händen zu greifen – sei es beim gemeinschaftlichen Banking, Bauen, Pflegen, Stiften & Helfen, Gärtnern oder sei es bei der politischen-gesellschaftlichen Meinungsbildung und -äußerung. Eine zweite, tragfähige Säule ist die ganzheitliche Herangehensweise, die heute ebenfalls in der breiten Bevölkerung mehr Raum im Denken und Handeln gewonnen hat als vor 40 Jahren, jetzt unter dem Schlagwort Nachhaltigkeit.

Dr. Philip Lettmann (rechts im Bild)

Geboren in Mönchengladbach (Jahrgang 1965), studierte Dr. Phlipp Lettmann Betriebswirtschaftslehre in Köln, Paris, Oxford und Berlin. Er leitete den Bereich Finanzen der französischen Tochtergesellschaft eines deutschen Medizintechnik-Herstellers und war als Investmentmanager sowie stv. Geschäftsführer einer auf mittelständische Finanzierung spezialisierten Private Equity Gesellschaft tätig. Derzeit ist er Mitglied der Geschäftsleitung der WALA Heilmittel GmbH, wo er das Ressort Infrastruktur & Versorgung leitet. Er ist regelmäßig Referent zu Fragen des Umgangs mit Finanzen in gemeinwohlorientierten Unternehmen.

Was bedeutet für Sie Wandel im Allgemeinen?

Wandel ist idealerweise mit Wandlung verbunden. Wandlung führt zur Entwicklung, zur Steigerung. Keine Wandlung ohne Opfer. Aber welches Opfer? Zum Bespiel: eine Gewohnheit ohne Bewusstsein; eine Erfahrung, die zum Vorurteil geworden ist; ein Prozess, der die Kundenbedürfnisse nicht mehr gut versorgt.

Wo sehen Sie die GLS Bank in zehn Jahren?

Der phantasievolle Umgang mit großen Herausforderungen hat die GLS Bank weiter gestärkt. In einer sich permanent verändernden Welt ermöglicht sie mit einem breiten Spektrum an Bankdienstleistungen immer mehr Menschen, ihren Wunsch nach einem sinnvollen Umgang mit Geld durchgängig zu verwirklichen. Die internen Prozesse sind zuverlässig, schnell und kostengünstig gestaltet. Die erforderlichen Veränderungen bieten den Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.

Wenn ihr wissen wollt, wer die anderen Aufsichtsratsmitglieder sind, schaut soch mal auf unsere Seite
„Menschen in der GLS Bank“.

 

 

 

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