BKK ProVita: Krankenkasse setzt auf Nachhaltigkeit

Als eine der ersten Krankenkassen hat sich die BKK ProVita auf den Weg in Richtung Nachhaltigkeit gemacht.

Jede*r von uns kann etwas für unseren Planeten tun: auf Bio-Lebensmittel umstellen, Ökostrom beziehen, faire Produkte kaufen, Plastik vermeiden, zu einer sozial-ökologischen Bank wechseln. Aber Krankenkassen? Die BKK ProVita setzte sich als eine der ersten Nachhaltigkeit zum Unternehmensziel. Heute ist sie beispielhaft für ihre Branche. Sie unterstützt ihre 120.000 Mitglieder mit vielfältigen Programmen für ein gesundheitsbewusstes und nachhaltiges Leben und ist bundesweit tätig.

Verantwortungsvolle Ernährung über den Tellerrand hinaus

Pro Bio. Pro Veggie. ProVita – so charakterisiert sich die BKK ProVita selbst. Gesunde Ernährung ist gut für den Menschen und für unseren Planeten. Unser Hunger nach Fleisch, Zucker und der ständigen Verfügbarkeit aller Zutaten überschreitet die ökologischen Belastungsgrenzen unserer Erde deutlich. Eine vegane, vegetarische oder flexitarische Lebensweise schützt dagegen das Klima und schont Ressourcen. Die Erde sagt danke – der Körper auch. Die BKK ProVita predigt dabei nicht Verzicht, es geht ihr vielmehr um das Entdecken neuer Rezepte und unbekannter Zutaten. Deshalb fördert die Krankenkasse eine pflanzenbasierte Ernährung mit Kochschulen, Ernährungsberatungen, der Aktion Pflanzenpower in Kitas und Schulen und einem umfangreichen Bonusprogramm.

Warum nachhaltig?

Andreas-Schöfbeck Vorstand BKK ProVita
Andreas-Schöfbeck, Vorstand BKK ProVita

Die BKK ProVita gehört zu den ältesten Krankenkassen Deutschlands, legte aber nicht von Anfang ihren Fokus auf nachhaltiges Handeln. Diese Ausrichtung hat viel mit dem persönlichen Lebensweg von Vorstand Andreas Schöfbeck zu tun. Vor einigen Jahren ging es ihm gesundheitlich sehr schlecht. Nach einer Herz-OP gaben ihm die Ärzte nicht mehr viel Zeit zum Leben. Der heute 56-jährige begann, sich über ganzheitliche Gesundheit zu informieren. Nachdem er von den Vorteilen pflanzenbasierter Ernährung erfahren hat, stellte er seine Ernährung um, lebte zuerst vegetarisch, dann vegan. Das habe ihm nicht nur das Leben gerettet, meint er, ihm gehe es seither eindeutig besser. Diese Erfahrung möchte er mit und durch die BKK ProVita noch viel bekannter machen.

Ausgezeichnete Krankenkasse

Auch durch das eigene Wirtschaften versucht die Krankenkasse den Planeten so wenig wie möglich zu schädigen. Seit 2016 wirtschaftet das Unternehmen klimaneutral, indem es seine CO2-Emissionen ausgleicht. Es setzt voll auf Ökostrom, druckt auf recyceltem Altpapier, ist überzeugte Kundin der GLS Bank – und seit 2014 auch die erste gemeinwohlzertifizierte Krankenkasse, mehr dazu lest ihr im grünen Kasten.

Das blieb nicht unbemerkt. Im Jahr 2018 wurde das Gesundheitsförderungsprojekt „Aktion Pflanzen-Power“  von den Vereinten Nationen mit dem Klimaschutzpreis bedacht, 2019 erhielt die BKK ProVita den Deutschen Wertepreisfür und für 2020 ist sie für den Deutschen Nachhaltigkeitspreisnominiert.

Exkurs: Gemeinwohl-Bilanz

Bei der Gemeinwohl-Ökonomie geht es sowohl um Nachhaltigkeit als auch um faires Miteinander aller Menschen im und um das Unternehmen. Es geht also um Kund*innen, Mitarbeiter*innen, Geschäftspartner und das gesellschaftliche Umfeld. Bei der Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz werden viele Anregungen für ein gemeinwohlorientiertes Handeln geliefert, die dann ein strukturiertes Vorgehen ermöglichen. Bei Krankenkassen besteht die Besonderheit, dass sie sich an strenge gesetzliche Regeln halten und nach der gesetzlichen Norm der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit handeln müssen.

Die BKK ProVita beschäftigt einen Referenten, der die Gemeinwohl-Bilanz erstellt und immer neue Bereiche identifiziert, in denen das Unternehmen noch nachhaltiger handeln kann, und entsprechende Maßnahmen umsetzt. Bei ihrer ersten Gemeinwohl-Bilanz im Jahr 2014/2015 erzielte die BKK ProVita 374 Punkte. Bei der zweiten, im Jahr 2016/2017 waren es 604 Punkte. Aktuell erstellen sie in Bergkirchen bei München die dritte Bilanz, bei der sie sich nochmal steigern werden. Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der ständig weiterverfolgt werden muss.

Im Video wird das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie erklärt:

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Mehr Informationen

Fotos: BKK ProVita

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4 Antworten zu „BKK ProVita: Krankenkasse setzt auf Nachhaltigkeit“

  1. Avatar von Malte
    Malte

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    Erst ist man begeistertet: Endlich ein Krankenkasse-Equivalent zur GLS-Bank. Gleich auf die Webseite gegangen und interessiert die Gemeinwohlbilanz aufgerufen. Als größter Finanzpartner mit 83% ist dann die Hypovereinsbank genannt. Manche mögen sich noch vage an diese Bank erinnern, die der/die Deutsche Steuerzahler*in mit einer zweistelligen Milliardensumme retten musste, weil sie Geld entgegen jeglichem Gemeinwohl nicht aus Spareinlagen geschöpft sondern von zockenden Banken geliehen hatte. Da nützen auch das Kontokorrent-Konto bei der GLS Bank und die vor dem Firmensitz gepflanzte Blumenwiese wenig. Christian Eichbauers Empfehlung bleibt mir ein Rätsel.

    1. Avatar von Christian Eichbauer
      Christian Eichbauer

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      Hallo Malte,
      vielen Dank für Deinen guten Hinweis! Das hatte ich nicht recherchiert.

      Ich finde, man muss aber auch die nachhaltige Entwicklung bewerten. Und die Entwicklung finde ich beachtlich. Dass der Wille zur nachhaltigen Transformation hier ernst gemeint ist, dass wurde mir bei persönlichen Gesprächen auf Führungsebene glaubhaft vermittelt.

      Falls Du weitere nachhaltige Kassen/eine nachhaltigere Kasse findest, würde ich mich freuen, wenn Du es auch hier mit uns teilen magst.

  2. Avatar von Maurice Attenberger
    Maurice Attenberger

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    Super Christian, danke für Deinen Beitrag. Bin selbst auch Mitglied und vollkommen zufrieden. Die Leistungen (hast Du gar nicht erwähnt) sind darüber hinaus ebenso attraktiv!

  3. Avatar von Katja Stegemann-Jungbluth
    Katja Stegemann-Jungbluth

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    Ein guter Beitrag, eine sehr gut verständliche, prima gestaltete Vorstellung der Gemeinwohlbilanz. Ich würde mich freuen, wenn sie zur Pflicht für alle Unternehmen würde. Es ist eine Chance…

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