GLS Kreditprojekt: Wesermühle – Bio-Speiseöle als kulinarische Botschaft

wesermuehle_blog1

Zwischen Bremen und Verden steht die Wesermühle – idyllisch eingebettet in Wiesen und Felder, auf einer kleinen Insel zwischen Schleusenkanal und Weser, die sich nur einen Steinwurf entfernt durch die Landschaft schlängelt. Seit sechs Jahren erzeugen Anna Hubach und Andreas Meyer in ihrem Familienbetrieb hochwertige, kontrolliert-biologische Speiseöle.

Mit Ölpflanzen die Artenvielfalt erhalten

„Meine Großmutter hat schon im Krieg mit einer kleinen Handpresse Rapsöl hergestellt, insofern bin ich ein wenig familiär geprägt“, berichtet Andreas Meyer. Die Motivation der beiden, eine Ölmühle zu betreiben, hat allerdings einen anderen Grund: Sie erleben, wie die wunderschöne Landschaft rings um den Hof immer mehr den Monokulturen Raps und Mais weicht. Mit dem Anbau traditioneller Ölpflanzen möchten sie dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten und zu bereichern. Deswegen werden nur europäische Saaten verpresst. Diese stammen von kleinen Händlern oder direkt von den Landwirten. Lein, Leindotter und Kürbiskerne kommen mittlerweile ausschließlich aus Deutschland. Auch eigene sehr exklusive Kreationen werden in der Wesermühle gepresst: Zum Beispiel das Haselnuss-Zitronenöl oder das Pistazienöl, das es nicht das ganze Jahr über gibt und es immer Glückssache ist, ob und wie viel Pistazien die Wesermühle von den spanischen Erzeugern bekommt.

Verarbeiter und Landwirte kooperieren

Der Wunsch vieler Konsumenten nach biologischen, regionalen Speiseölen ist nicht immer einfach zu erfüllen. Nur wenige Landwirte haben ausreichend Kenntnisse über den Anbau von Ölsaaten, oft scheitert es auch an den Maschinen oder es ist einfach keine Anbaufläche vorhanden. Die Wesermühle ist dafür ständig auf der Suche nach Kooperationspartnern. Ein Anbauversuch von Ölhanf hat beispielsweise nur geklappt, weil es einen mutigen Drescherfahrer gab, der sich traute, mit seiner Maschine zu experimentieren. Mit den üblichen Maschinen sind die zähen Hanffasern nämlich nicht zu bearbeiten.

Wesermühle wurde ausgezeichnet

Die Herstellung der natürlich kaltgepressten Speiseöle bedarf spezieller Sorgfalt und Fingerspitzengefühls. „Besonders beim Leinöl, aber auch beim Hanföl, achten wir besonders auf eine schonende, langsame Pressung“ erklärt Anna Hubach. „Um die Geschmacksstoffe und wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, filtern wir unsere Öle nicht, denn beim Pressen durch einen Schichtfilter würde schädliche Hitze entstehen.“

Sehr stolz sind Anna Hubach und Andreas Meyer auf ihr Auszeichnung aus dem letzten Jahr: Die Wesermühle ist im Juni 2013 mit ihrem Leindotteröl „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“ geworden. Lebensmittel mit dieser Auszeichnung sind authentische, verantwortungsvoll hergestellte Lebensmittel. Sie werden jährlich von einer unabhängigen Fachjury aus Köchen, Feinkost- und Marketingexperten ausgewählt.

Zur Homepage der Wesermühle geht’s hier: www.wesermuehle.com

Weitere GLS Projekte findet Ihr auf diesen Seiten: Kreditprojekte der GLS Bank

Diesen Artikel teilen

Eine Antwort zu „GLS Kreditprojekt: Wesermühle – Bio-Speiseöle als kulinarische Botschaft“

  1. Avatar von nicole

    |

    ich finde es eine gute Sachen, wenn in solche Projekte investiert wird! Es ist mit Sicherheit nicht einfach für Vorhaben dieser Art Kredite zu bekommen. Wobei das ist generell nicht so einfach, ausser man hat Geld 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere aktuelle Themen