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Werde Künstler deines Lebens – Gastbeitrag vom Gesellschaftsmagazin Werde

Mit dem Artikel “Werde Künstler deines Lebens ” setzen wir unsere Reihe mit Gastbeiträgen aus unseren Mitgliedermagazinen enorm, Wald, Werde und info3 fort. Lebenskunst. Eine Gesellschaft, die unsere Handschrift trägt. Ein Alltag, der erfüllt ist von unserer Kreativität und Lebenslust.Logo WerdeWerde Künstler deines Lebens. Nur wie? Die Realität hält uns fest im Griff und setzt uns permanent unter Strom: Noch mehr arbeiten, damit es am Ende reicht. Sich verbiegen, um nichts zu verlieren. Die Mieten steigen, die Kinder verschwinden bis in den Abend in Kitas oder den Hort, weil wir ihnen und uns mit Geld das Beste ermöglichen wollen. Angeblich geht es unserer Gesellschaft so gut wie nie, und dennoch füllen sich die Praxen der Therapeuten mit den Traurigen, Ratgeber preisen Glücksformeln an.

Der Kreislauf aus Zwängen und Ungleichheiten fühlt sich für immer mehr Menschen zunehmend falsch an. Gleichzeitig entstehen immer mehr Initiativen und Konferenzen, die sich mit Ideen für eine bessere, freiere Zukunft beschäftigen, in der der Mensch und seine Potenziale im Mittelpunkt stehen. Worte wie Wertewandel, Kulturwandel, Kulturimpuls fallen – neue Utopien. Utopien und Träume von einem friedvollen und freien Zusammenleben gibt es seit der Antike. Und doch schwingt oft ein zweifelnder Unterton mit: „Utopisch“ heißt eigentlich doch „nicht machbar“. Dabei wurde so manche Utopie durchaus Wirklichkeit – Demokratien entstanden, Gewerkschaften, Sozialsysteme und Friedensverträge.

Es ist also möglich, unsere Welt ganz anders zu gestalten! Aber wie? Der Aktionskünstler Joseph Beuys entwarf für genau diese Frage in den 1970er-Jahren die Theorie der „Sozialen Plastik“ mit der Formel „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Dahinter verbirgt sich nicht etwa die Ermutigung zu tanzen, zu malen oder Ton zu bearbeiten. Beuys glaubte: Jeder Mensch kann durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend, also gestaltend auf die Gesellschaft einwirken, sie verändern. Jeder Mensch ein Künstler, die Gesellschaft ein lebendiges Kunstwerk.

Dass der Vater von Joseph Beuys ein ausgebildeter Kaffeeröster war, dürfte Daniel Häni gefallen. Mitten in Basel betreibt er das ungewöhnlichste Kaffeehaus der Schweiz und kämpft zusammen mit Mitstreitern für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Idee: Der Staat soll jedem Bürger 2.500 Franken im Monat zahlen. Ohne Bedingung, einfach so. Würde mit so einem Schritt vielleicht eine Zukunft geschaffen, in der Menschen jenseits von Existenzangst leben und sich so neu entfalten können? Häni glaubt daran. Beim bedingungslosen Grundeinkommen gehe es nicht um das Entspannen in der sozialen Hängematte. „Es ist die Entwicklung auf ein nächstes Level. Durch das Grundeinkommen wird das Leben nicht einfacher, sondern auf eine Art schwieriger“, sagt er. „Du bist mehr fokussiert auf das, was du wirklich willst. Du hast weniger Ausreden.“

Die Idee des Grundeinkommens ist keine neue Utopie. Wirtschaftswissenschaftler diskutieren sie bereits Ende des 19. Jahrhunderts, der Humanist Erich Fromm beschäftigte sich damit, nächstes Jahr findet der 15. Internationale Grundeinkommenskongress statt, dieses Mal im kanadischen Montreal. Doch noch nie war diese Utopie der Realität näher als hier in der Schweiz. Auch dank Menschen wie Daniel Häni. Das ehrgeizige Ziel genug Stimmen für eine Volksabstimmung zu sammeln, ist ihm und seinen Mitstreitern von der Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ tatsächlich gelungen: 126.000 Menschen haben unterschrieben – 100.000 waren nötig.
Der Schweizer ist nicht alleine mit seinem Einsatz für eine neue Gesellschaftsordnung. Überall auf der Welt kämpfen Vordenker für eine Zukunft, in der Arbeit und Geld eine andere Rolle spielen, in der Wissen, Zeit, Gemeinschaft und Taten zählen: Die junge Familie Hufeland etwa, die in Berlin auf 600 Quadratmetern eine Alternativlandwirtschaft betreibt, Lars Zimmermann, der sich für die freie Verbreitung von Wissen einsetzt und die britische Moralphilosophin Michelle Hutchinson, die mit ihrer Charity-Organisation „Giving what we can“ neue Wege des Spendens aufzeigt.

Den vollständigen Artikel dazu lest Ihr in Werde Heft 2/2013.

Fortsetzung

folgt in loser Reihe mit weiteren Gastbeiträgen aus den Zeitschriften “Wald”, “Werde”, info3 und “enorm”.

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