#refugeeswelcome:: Holzhaus für Flüchtlinge

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Bau am Fundament für das neue Gesundheitshaus auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft. Foto: Die Brücke e.V.

Der Übergang von der Schule zum Beruf – darum geht es in der BRÜCKE e.V. für 35 junge Erwachsene in Bramsche bei Osnabrück.

Es gibt vier Arbeitsbereiche: Holzbau, Hauswirtschaft, Trockenmauerbau sowie eine Fachwerkstatt für denkmalgeschützte Gebäude. Ganz praktisch werden dabei Grundqualifikationen wie Teamarbeit, Umgang mit Kritik, Zuverlässigkeit und Selbstorganisation gelernt. Seit der Gründung vor über 30 Jahren, unterstützt von der GLS Treuhand, haben dadurch viele Menschen den Einstieg ins das Arbeitsleben geschafft.

wie Flüchtlingen helfen?

Aber auf diesem Erfolg ausruhen will sich der Geschäftsführer der Brücke nicht. Michael Kaufmann ist immer offen für neue soziale und ökologische Vorhaben. So frage er sich Ende 2015: „Wie könnten wir den Flüchtlingen in unserem Ort helfen?“ Für geflüchtete Kinder wurde in den Räumen der Brücke bereits Unterricht angeboten. Aber dass der Amtsarzt, der die Geflüchteten vor Ort betreut, unter provisorischen Bedingungen in einem Container arbeiten muss, war eine Notlage für alle Beteiligten. Medizinische Untersuchungen im zugigen Container, der Winter stand vor der Tür – etwas musste geschehen. Kaufmann hatte die Idee, mit Jugendlichen aus seiner Einrichtung und mit angehenden Zimmerleuten ein Holzhaus in Modulbauweise zu errichten. Auch in der Ausbildung ist es wunderbar, etwas Sinnvolles und Bleibendes zu bauen. Ein langer Marsch durch die Instanzen konnte durch die gute persönliche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in der Verwaltung vor Ort vermieden werden. So erschienen bald die ersten Bagger, das Fundament wurde gesetzt, die Holzbauteile geliefert – das Haus nahm Formen an. Inzwischen ist es fertig und verströmt mit seiner dunkelroten Farbe etwas skandinavischen Charme in der Tristesse der Flüchtlingsunterkunft.

Kaum stand das Haus, gingen die Überlegungen weiter, ob solche Holzhäuser auch zur Unterkunft von geflüchteten Menschen errichtet werden könnten. Die verwaltungstechnische Lage ist aber zu kompliziert. Daher wurde als nächstes eine Turnhalle umgebaut. Darin entstand eine Begegnungsstätte mit viel ehrenamtlichem Engagement. Jetzt hat die Stadt Bramsche zugesagt, einen Ehrenamtskoordinator zu finanzieren. So geht es Schritt für Schritt weiter. „Ich bin mir sicher, dass die Jugendlichen nach ihren Erfahrungen die Flüchtlingsfrage anders sehen“, so Michael Kaufmann.

Autorin: Antje Tönnis, Leitung Kommunikation

  1. Peter Kraus

    Wär vielleicht eine tolle Sache, wenn man auch Flüchtlinge mit intigrieren könnte. Durch diesen Kontakt könnten beide Seiten profitieren und es würden Vorurteile abgebaut. Find es eh schon als sehr lobenswert, was da auf die Beine gestellt wurde und wird.

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