GLS Nachhaltigkeit

Dreifacher Gewinn und GLS Nachhaltigkeitsdefinition

GLS Nachhaltigkeit„Nachhaltig“ zu sein behaupten heute nahezu alle Unternehmen in irgendeiner Form. Die Definitionen reichen dabei von der einfachen langfristigen Orientierung der Unternehmensstrategie über das Verfolgen einer Gewinnmaximierung bei gleichzeitiger Begrenzung sozialer und ökologischer Kollateralschäden bis hin zu einer Gleichberechtigung von sozialen Faktoren, ökologischen Einflussgrößen und ökonomischem Gewinn.

All dies ist nicht der Weg der GLS Bank. Wir stellen mit der GLS Nachhaltigkeitsdefinition explizit den Menschen ins Zentrum unseres Handelns. Bezugnehmend auf die internationale Triple Bottom Line (people – planet – profit) übersetzen wir diese Begriffe für die GLS Bank mit menschlich, zukunftsweisend und ökonomisch. Was meinen wir damit?

Bei all unserem Tun und Handeln wollen wir vor allem die Grundbedürfnisse des Menschen finanzieren. Diese lassen sich aus der menschlichen Entwicklungsgeschichte herleiten und umfassen im Wesentlichen die Felder Ernährung, Energie, Wohnen, Gesundheit, Kultur und Bildung. In diesen Bereichen vergeben wir Kredite. Über ihren Mittelverwendungswunsch können die Kundinnen und Kunden wählen, wohin Ihr Geld fließen soll.

Der Begriff „zukunftsweisend“ meint, dass wir bei unserem Handeln stets sowohl die Bewahrung (z.B. bei der ökologischen Landwirtschaft) als auch die Weiterentwicklung (z.B. im Bereich der regenerativen Energien) unserer natürlichen Lebensgrundlagen im Blick behalten wollen.

Ökonomie ist dabei für uns kein Wert an sich, sondern schlichtweg das Instrument, dessen wir uns bedienen, um eine menschliche und zukunftsweisende Entwicklung zu gewährleisten. Wenn wir das Instrumentarium gut nutzen, ist wirtschaftlicher Gewinn eine Folge, aber niemals alleiniger Zweck unseres Handelns.

Abgeleitet aus der GLS Nachhaltigkeitsdefinition ist dann auch der Begriff des „dreifachen Gewinns“. Er meint keinesfalls eine Verdreifachung der monetären Rendite im herkömmlichen Sinne, sondern eben die drei Dimensionen unserer GLS Nachhaltigkeit. Es gibt bei allen unseren Angeboten

  1. einen Gewinn für den Menschen (z. B. durch die Sicherung von Arbeitsplätzen, durch die Schaffung von Bildungsangeboten etc.),
  2. einen zukunftsweisenden Gewinn (Lebensgrundlagen werden bewahrt oder weiterentwickelt; z. B. durch die Sicherung von Ackerböden für die ökologische Landwirtschaft oder den Ausbau regenerativer Energien) und
  3. eine ökonomische Rendite für den Bankkunden in Form einer monetären Rendite, die entweder bei ihm selbst oder bei Dritten entsteht (z. B. bei unseren Projektsparbriefen).

In diesem Sinne wollen wir auch unseren Leitsatz „Geld ist für den Menschen da“ verstanden wissen.

  1. Pingback: GLS Lexikon: Nachhaltigkeit | GLS Bank-Blog: Geld ist für die Menschen da!

  2. Besonders interessant finde ich, dass fast alle behaupten ‚irgendwie‘ nachhalötig zu sein ohne dass sich das eigentlich so recht überprüfen lässt. Jetzt ist Verbrauchertag und was gibt es da neben dem eher ernüchternd kleinen persönlichen Beitrag für einen TIPP in der Zeitung?:
    siehe ganz unten!

    Unter dem Titel: „Kommt nicht in die Tüte“ erschien am Wochenende in der SZ ein Artikel zum Weltverbrauchertag.
    http://www.sueddeutsche.de/leben/oekologisch-korrekt-leben-d
    Die Schilderungen des anstrengenden Alltags sind recht amüsant, aber lange Rede kurzer Sinn:
    Trotz all der Anstrengungen kommt fast nichts raus!?

    Auszug:
    „Man könnte den Weltverbrauchertag aber auch mal anders interpretieren, nämlich als den Tag, an dem man sich daran erinnert, dass wir die Welt verbrauchen….
    Elf Tonnen Kohlendioxid produziert jeder Deutsche im Jahr. Der weltweite Durchschnitt beträgt vier Tonnen.
    Wenn die Erde noch ein bisschen halten soll, dürften es nur zwei sein. Ich müsste mich also mit einem Fünftel von dem, was ein Durchschnittsdeutscher so an Kohlendioxid produziert, begnügen…
    Was aber meinen Versuch angeht, Müll zu sparen: Es waren am Ende vielleicht 20 Prozent weniger.
    !Trotz aller Anstrengungen…!

    Ansonsten: Geld zu einer Umweltbank tragen. Ist doch Irrsinn, wenn man mit 30 Euro im Ökoladen einkauft,während die 30.000 auf dem Konto von Ihrer Bank in Giftgasproduktionsaktien und Autobahnerweiterungen gesteckt werden“

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