Eine Frau präsentiert Gebäck auf zwei Tabletts.

Frauen ökonomisch stärken: Für eine stabilere globale Gemeinschaft

Die Genossenschaft Oikocredit und die GLS Investments fördern Mikrofinanz für Frauen

Ein regelmäßiges, gesichertes Einkommen ist für Frauen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen in Ländern des sogenannten Globalen Südens1 nicht die Regel, eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Wirtschaftsleben häufig nicht gegeben – dabei kommt es nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Familien und sogar ganzen Gemeinschaften zugute. Doch gerade Frauen fehlt oft der Zugang zu Finanzdienstleistungen wie Darlehen, Spar- und Versicherungsangeboten. Oikocredit und die GLS Investments fördern seit Jahren Mikrofinanz für Frauen und so deren finanzielle Inklusion. Nun wollen beide verstärkt kooperieren, um mit vereinten Kräften mehr Menschen vom achtsamen Umgang mit ihren Finanzen zu überzeugen.

Frauen nutzen ihr Einkommen für die Familie

Dass es sich lohnt, in Frauen2 und ihre persönliche wie berufliche Entwicklung zu investieren, ist unbestritten. Untersuchungen, etwa die der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization), zeigen, dass Frauen einen höheren Anteil ihres Einkommens in den Haushalt zurückfließen lassen als Männer – für Gesundheit und Wohlergehen ihrer Familien und für die Bildung ihrer Kinder zum Beispiel. So profitieren Familien und ganze Gemeinschaften davon, wenn Frauen Darlehen, Sparmöglichkeiten, Versicherungen und Altersvorsorge in Anspruch nehmen.

Mit der Auflage des GLS AI – Mikrofinanzfonds haben wir uns zum Ziel gesetzt, die finanzielle Inklusion benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu fördern. Um dies zu erreichen und um die Kreditnehmer*innen zu schützen, haben wir eine Vielzahl an Maßnahmen und Kriterien aufgestellt und in unseren Anlagerichtlinien festgeschrieben. Wir achten insbesondere darauf, dass die Institute, in die wir investieren, anspruchsvolle und extern zertifizierte Kundenschutzrichtlinien befolgen.

Eine Frau trägt Kochtöpfe auf ihrem Kopf. Hinter ihr laufen zwei Kinder.

Die Benachteiligung von Frauen sorgt für ökonomische Verluste

Der sogenannte „Global Gender Gap“ – also die „Gleichheitslücke“ zwischen Frauen und Männern – liegt laut Weltwirtschaftsforum bei 68,4 Prozent. Gemessen werden vier Bereiche in 146 Ländern: ökonomische Partizipation, Bildung, Gesundheit und politisches Empowerment. In all diesen Aspekten sind Frauen um mindestens 32 Prozent gegenüber den Männern benachteiligt. Wenn sich die Entwicklungen mit der bisherigen, eher gemächlichen Geschwindigkeit fortsetzen, so heißt es im Bericht, dauere es 131 Jahre bis die Lücke geschlossen ist. Übrigens ist das nicht nur ein Problem der wirtschaftlichen benachteiligten Länder: Selbst Deutschland oder Schweden haben bisher nur 80 Prozent ihres Gender Gaps geschlossen. Island ist das einzige Land, das auf einen Wert von über 90 Prozent kommt.

Dabei wäre es mehr als lohnend, diese Lücke rund um den Globus so rasch wie möglich zu schließen. Schon wenn der Gender Gap in den OECD-Ländern 3 verschwände, stünden der Weltwirtschaft sieben Trillionen (!) US-Dollar mehr zur Verfügung 4.

Für die Genossenschaft Oikocredit und die GLS Investments ist all das nicht neu. Beide ermöglichen Anleger*innen hierzulande, in Mikrofinanzangebote für wirtschaftlich benachteiligte Menschen im Globalen Süden zu investieren – Menschen, die keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen bei herkömmlichen Banken haben.

Erklärtes Ziel: Finanzielle Inklusion

Die internationale Genossenschaft Oikocredit, die ihre deutsche Geschäftsstelle in Frankfurt am Main hat, bietet Anleger*innen eine Geldanlage in Form einer Beteiligung und damit ein sozial und ökologisch verantwortliches Investment an. Das Geld geht an geprüfte Partnerorganisationen im Globalen Süden, die Mikrofinanzdienstleistungen wie Kredite und Versicherungen vergeben. Die GLS Investments, hundertprozentige Tochter der GLS Bank in Bochum, widmet sich der Entwicklung nachhaltiger Fondskonzepte und betreut diese dauerhaft unter sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Neben weiteren sozial und ökologisch nachhaltigen Fonds bietet auch sie einen Mikrofinanzfonds an, der Mikrofinanzinstitute refinanziert, die wiederum Klein(st)kredite an Endkund*innen vergeben. Die Angebote der beiden Kooperationspartner sind unterschiedlich, das Ziel ist und bleibt aber dasselbe: finanzielle Inklusion von ökonomisch benachteiligten Gruppen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Impact Investment heißt das in Fachkreisen: Geldanlagen, die Wirkung zeigen.

Dabei legen sowohl Oikocredit als auch die GLS Investments besonderes Augenmerk auf Mikrofinanz für Frauen. Ganz im Einklang mit den oben beschriebenen Erkenntnissen: zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit und zum Wohle ganzer Familien und Gemeinschaften. Beim Abschluss von Partnerschaften mit Mikrofinanzinstituten werden vorab u.a. geschlechterspezifische Faktoren geprüft, wie beispielsweise eine Anti-Diskriminierungspolitik, die Stärkung der Rolle der Frau am Arbeitsplatz und auch die Repräsentation von Frauen auf Management- und Vorstandsebene.

Eine indische Frau sitzt an einem Schreibtisch in einem Raum.
Meena Nagamani, Kundin der Oikocredit-Partnerorganisation Vreedhi Financial Services, bereitet die Rechnung für einen Kunden in ihrem Familienbetrieb vor. Foto: Opmeer Reports

Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht Teilhabe

Der Oikocredit Impact Report von 2023 stellt fest, dass bereits eine große Mehrheit der Endkund*innen Frauen sind – nämlich 87 Prozent der 42,2 Millionen Kreditnehmer*innen weltweit, die durch insgesamt 540 Partnerorganisationen erreicht wurden. Das sind Frauen wie zum Beispiel Meena Nagamani. Sie führt mit ihrem Mann ein Farbengeschäft im indischen Suryapet. Beim Aufbau ihres Unternehmens half ihr ein Kredit des Partnerinstituts Vreedhi Financial Services, einem sozial orientierten Technologieunternehmen. Den Kredit nutzte Meena, um 2021 ihr Business zu starten und Waren einzukaufen. Inzwischen hat sie ihre Kundschaft – kleine Bau-, Anstreicher- und Malerbetriebe sowie Dekorateur*innen – erheblich erweitert.

Aber auch mit sogenannten Capacity Building Projekten wie „Women’s Innovation for Sustainable Enterprises“ (Wise) in Ghana will Oikocredit den Zugang zu wirtschaftlicher Selbstbestimmung, Wohlstand und integrativem Wirtschaftswachstum für Frauen verbessern. Zwei Jahre lang schulte Oikocredit zusammen mit einer lokalen Beratung 31 Mitarbeiter*innen von fünf Partnerorganisationen im Bereich finanzielle Eingliederung. Gemeinsam entwickelten und verbesserten sie Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen für rund 12.000 Frauen in den Regionen Ahafo, Bono, Bono Ost und Nordghana. Trotz eines komplexen makroökonomischen Umfelds hat das Projekt bereits 22 Prozent der Zielgruppe erreicht. In den kommenden Monaten sollen noch mehr Frauen davon erfahren.

Förderung der Führungsqualitäten von Frauen im Mikrofinanzsektor

Für die GLS Investments stellt der Zugang für Frauen eines der Positivkriterien des GLS AI – Mikrofinanzfonds dar. Der Fonds refinanziert also u.a. Mikrofinanzinstitute, die überwiegend Kredite an Frauen vergeben und in deren Führungspersonal Frauen signifikant vertreten sind. Mehr Frauen in Führungspositionen und mehr Frauen in der Belegschaft sind nicht nur etwas, das man „gerne hätte“. Inklusive Organisationen ziehen Talente an und binden sie an sich, und Mitarbeiter*innen, die sich wertgeschätzt fühlen, sind mit ihrer Arbeit zufriedener, was die Produktivität steigern kann. Eine vielfältigere Belegschaft ermöglicht es, unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen zu berücksichtigen, was zur Entwicklung von Produkten beitragen kann, die den Bedürfnissen von Kund*innen besser entsprechen.

Bäckerei mit 130 Euro und geliehenem Ofen gestartet

Das sind beispielsweise Organisationen wie Pro Mujer Nicaragua, die durch ihren ganzheitlichen Ansatz nicht nur finanzielle Unterstützung bieten, sondern auch die finanzielle Autonomie von Unternehmerinnen stärken. Eine dieser Unternehmerinnen ist Daisy Catalina Gaitan. Sie begann ihr Bäckereigeschäft mit einem Kredit in Höhe von umgerechnet etwa 130 Euro und einem geliehenen Ofen. Heute beschäftigt sie drei Mitarbeiter*innen und hat einen weiteren Kredit erhalten, um einen größeren Ofen zu kaufen und ihr Geschäft zu diversifizieren. Daneben nutzt Daisy regelmäßig die Gesundheitsdienste von Pro Mujer und nimmt an finanziellen und strategischen Schulungen teil, die ihr aufzeigen, wie sie ihr Geld nutzen und investieren kann.

Um das Bewusstsein für Impact, also gute und nachhaltige Wirkung beim Investment in Frauen und ihre unternehmerischen Aktivitäten zu stärken, bündeln Oikocredit und die GLS Investments in Zukunft ihre Kräfte und Expertise. In einer gemeinsamen Podcast-Folge klären sie tiefergehende Fragen zum Thema „Impact Investing“, erläutern Begriffe wie „finanzielle Inklusion“ und „Female Empowerment“ und erklären, warum schon eine verhältnismäßig kleine investierte Summe Großes bewirken kann. Im Herbst lädt Oikocredit dann zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der GLS Investments ein.

Eine Frau präsentiert Gebäck auf zwei Tabletts.
Daisy Catalina Gaitan, Kundin der Partnerorganisation Pro Mujer Nicaragua des GLS AI – Mikrofinanzfonds, in ihrer Bäckerei. Foto: Pro Mujer Nicaragua

  1. Uns ist bewusst, dass Worte und Kategorisierungen beeinflussen. Die Begriffe Globaler Süden und Globaler Norden sehen wir kritisch, da eine solche Einteilung der Welt in zwei Hälften eine undifferenzierte Sichtweise darstellt. Dennoch verwenden wir den Begriff des sogenannten Globalen Südens als weniger belastete Alternative zu anderen abwertenden Kategorisierungen. ↩︎
  2. Uns ist bewusst, dass die Welt nicht binär ist. Mit dem Begriff „Frauen“ inkludieren wir all jene, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität patriarchal diskriminiert werden. ↩︎
  3. OECD steht für Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die OECD-Länder sind: Australien, Belgien, Chile, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA und Zypern. ↩︎
  4. Moody’s Analytics (2023), S. 6. Close-the-Gender-Gap-to-Unlock-Productivity-Gains.pdf (moodysanalytics.com) ↩︎
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5 Antworten zu „Frauen ökonomisch stärken: Für eine stabilere globale Gemeinschaft“

  1. Avatar von Folkert Meeuw
    Folkert Meeuw

    |

    Liebe Autorinnen,

    habt ihr den Beitrag Mikrokredite – Das Geschäft mit der Armut – ZDFmediathek gesehen?

    https://www.zdf.de/dokumentation/die-spur/armut-frauen-schulden-investment-100.html

    Der Name der GLS-Bank ist gefallen. Das Unternehmen LOLC in Kambodscha wird genannt. Die unseriöse Praxis Kredite mit Krediten zu finanzieren wird kritisiert.

    Eine Recherche zeigt, die GLS-Bank hat mit der Ja, LOLC Kambodia PLC. eine geschäftliche Beziehung in Höhe von € 2.701.729.

    https://www.gls.de/unternehmen-institutionen/suchen/?q=Microkredite&section=best
    https://www.gls.de/media/PDF/Broschueren/Angebote/Fonds/GLS_AI_Mikrofinanz/Investber-Mikrofinanzfonds_240523_a_ES.pdf

    1. Avatar von Silke Bender

      |

      Lieber Folkert Meeuw,
      danke für Deinen Hinweis – ja, wir haben den TV-Beitrag gesehen, und ja, wir werden ebenso wie fünf weitere Anbieter erwähnt – in der Erläuterung, wie Mikrofinanz funktioniert.

      Die Reportage berichtet über schlimme Fälle von Überschuldung in Sri Lanka und Kambodscha. Die Situation dieser Menschen ist dramatisch, das macht uns betroffen und wir nehmen diese Bilder und auch die Vorwürfe sehr ernst.

      Die GLS Investments, 100%ige Tochter der Bank, versucht alles, die sehr strengen Kriterien für Mikrofinanz weiterzuentwickeln, um bessere Konditionen für Kreditnehmer*innen zu ermöglichen. Unser Ziel ist, mit unseren Partner*innen vor Ort Wege zu finden, wie die Menschen an dringend benötigte Gelddienstleistungen kommen können, und gleichzeitig Kundenschutzmechanismen zu stärken, um bestmöglich Fälle von Überschuldung zu vermeiden.

      Wir möchten klarstellen, dass der GLS Mikrofinanzfonds seit Auflage des Fonds noch nie in Sri Lanka investiert war.
      Auch unser Investitionsvolumen in Kambodscha bauen wir seit 2021 konsequent ab. Derzeit sind wir in kein Mikrofinanzinstitut in Kambodscha mehr investiert und haben entschieden, auf absehbare Zeit nicht wieder in dem Land zu investieren.

      Oberste Priorität hat für uns im Bereich Mikrofinanz, dass die Mikrokreditnehmer*innen nicht geschädigt werden. Dazu haben wir in unseren Anlagerichtlinien Positivkriterien und Ausschlusskriterien für Mikrofinanz festgeschrieben. Wir haben die Anlagerichtlinien auf Grundlage einer von uns in Auftrag gegeben Studie des Südwind Instituts überarbeitet. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist, dass übersättigte Märkte nun ein explizites Ausschlusskriterium sind.

      Wir hoffen, wir konnten unsere Perspektive auf das Thema verständlich darstellen.
      Herzlichst
      Deine GLS Online-Redaktion

  2. Avatar von Ingo Klamann
    Ingo Klamann

    |

    Gerne leiste ich meinen Beitrag dazu, dass die Menschen im Globalen Süden ein regelmäßiges und gesichertes Einkommen haben. Ich kaufe bei Gebana,ich „investiere“ (garantiert renditefrei) in Cashew-Produktion in Burkina Faso.
    Es betrübt mich jedoch, dass auch die GLS-Bank den Schwerpunkt auf geschlechtsspezifische Aspekte legt. Für mich hat das ein „Gschmäckle“ von (positiver) sexueller Diskriminierung.
    Unter Armut & Ausbeutung leiden Mann + Frau + Jungen + Mädchen gleichermaßen.
    One World.
    Gruß
    Ingo Klamann

    1. Avatar von GLS Bank
      GLS Bank

      |

      Hallo Ingo Klamann,

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Wirtschaftsleben noch immer nicht gegeben. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, in diesem Blogbeitrag den Fokus auf Frauen zu richten und auf die weltweit weiterhin bestehende Gender Gap aufmerksam zu machen. Mit ihren Angeboten ermöglichen Oikocredit und die GLS Investments Menschen im sog. Globalen Süden den Zugang zu Finanzdienstleistungen. Hier werden nicht ausschließlich Frauen angesprochen, dennoch ist es uns und unseren Partnerorganisationen wichtig, insbesondere auch Frauen als Endkund*innen zu gewinnen.

      Beste Grüße aus Bochum
      Ihr GLS Team

    2. Avatar von C. Kittel
      C. Kittel

      |

      Vielleicht sollten (wir) Männer anerkennen, dass es eine Menge finanzieller Vorteile und anderer Privilegien gibt, die Männern und insbesondere Männern in einflussreichen Positionen zu Gute kommen – ohne dass das zwangsläufig mit deren Leistung zu tun hat oder in diesem Umfang durch ihre Leistung gerechtfertigt ist.

      Andere Menschen, teils andere Männer, vor allem aber Frauen, werden entsprechend benachteiligt.
      Sie sagen, Männer wie Frauen leiden gleichermaßen unter Armut und Ausbeutung. Gerade Frauen und Kinder sind allerdings häufiger und durch die unterschiedlichen Ebenen nicht nur finanzieller Benachteiligung stärker von diesen Umständen und ihren Folgen betroffen.

      Hier gegenzusteuern finde ich plausibel und im Grundsatz gerechtfertigt.
      Für mich hat es eher ein „Gschmäckle“, wenn Männer als potentielle bzw. wahrscheinliche Profiteure der bestehenden Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten Maßnahmen in Frage stellen, die diese Missstände verringern wollen (Stichwort ‚patriarchale Dividende’).

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