Archivbeitrag

Gentechnik-Soja vor Gericht

Monsanto, EU-Behörde und britische Regierung klagen gemeinsam gegen die Zivilgesellschaft

Klage gegen Gensoja

In einer alarmierenden Allianz verbünden sich der Konzern Monsanto, die britische Regierung, die europäische Lebensmittelbehörde EFSA und die EU-Kommission vor dem EU-Gericht. Gemeinsam wollen sie verhindern, dass eine gentechnisch veränderte Soja vom Markt genommen werden muss.

Der Hintergrund

Im März 2013 hatte eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen (u.a. die Zukunftsstiftung Landwirtschaft) vor dem Gerichtshof der Europäischen Union gegen die EU-Zulassung der gentechnisch veränderten Soja „Intacta“ von Monsanto geklagt. Die EFSA hatte ihrer Ansicht nach die Risiken von „Intacta“ nicht ausreichend geprüft. Die Koalition aus Industrie, Behörden und Politik will nun dem laufenden Gerichtsverfahren beitreten, um die Gentechnik-Soja zu verteidigen.

Risiken für Mensch und Natur

„Soja ist eines der Lebensmittel, das am häufigsten Allergien auslöst. Es ist bekannt, dass das Insektengift, das in den transgenen Pflanzen produziert wird, Immunreaktionen noch verstärken kann. Damit wächst auch das gesundheitliche Risiko. Eine andere potentielle Gefahr sind die Wechselwirkungen von Spritzmitteln wie Roundup mit dem Insektengift, das in den Pflanzen produziert wird“, kritisiert Christoph Then von Testbiotech. „Trotz der Risiken verlangt die EFSA nicht einmal Fütterungsstudien, um die gesundheitlichen Risiken zu prüfen.“ Testbiotech koordiniert die Klage mit der Unterstützung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und weiteren Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen.

 

 

Hinweis zur Einordnung

Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.

Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

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