Mitglied Annika List

Leidenschaft, Klang, Annika!

Unser Mitglied Annika bringt mit ihren „Sound Baths“ Entspannung in den urbanen Raum. Warum sie sich nach Jahren im Medienbereich dem Thema Klang verschrieben hat, was ein Bad im Klang mit dem Nervensystem macht und wie sie zur GLS Bank gekommen ist, erfährst Du im Interview.

Schön, dass Du hier bist, Annika! Wer bist Du?

Schön, die Möglichkeit zu bekommen, sichtbar zu werden!

Ursprünglich habe ich Englisch, Spanisch und BWL studiert und wollte in den Medienbereich. Bei Zeitung und Fernsehen habe ich als Journalistin, im PR und im Marketing gearbeitet, bevor ich mich als Videografin selbstständig gemacht habe. So bin ich auch zur Fotografie gekommen. Damals war ich oft gestresst und habe mich nur durch meinen Job, meine Selbstständigkeit definiert. Durch einen achtsamen Fotoblog wollte ich mehr Achtsamkeit in mein Leben integrieren und anderen Menschen die Schönheit der Natur mit meiner Fotografie näherbringen.

Zudem habe ich viel ausprobiert: Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen. Aber wirklich entspannter wurde ich nicht – bis ich das Sound Bath für mich entdeckte.

Aktuell widme ich mich deswegen mit voller Leidenschaft meiner Mission, das Sound Bath – und damit Entspannung – in den urbanen Raum zu bringen. Mittlerweile ist die Arbeit mit Klang mein Hauptberuf geworden. Ich gebe Sound Bath Sessions in verschiedenen Locations im ganzen Rhein-Main-Gebiet und auch darüber hinaus – für Privatpersonen und auch immer mehr für Firmen, die ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun möchten. Außerdem bilde ich auch andere Sound-Praktizierende aus.

Was genau können wir uns unter einem Sound Bath vorstellen?

Ein Sound Bath ist eine Klangreise, die das Nervensystem reguliert, Achtsamkeit schult und tiefe Erholung möglich macht. Im Prinzip geht es darum, dem Klang in die Stille und damit zu sich selbst zu folgen. Die besondere Klangfarbe von klaren Kristallklangschalen führt dazu, dass sich das Gehirn automatisch auf die Klänge fokussiert – dadurch wird z.B. Gedankenkreisen weniger, wir werden präsenter und kommen zur Ruhe.

Annika List vor einer Reihe von Schalen, die sie erklingen lässt.

Und wie hast Du das Sound Bath für Dich entdeckt?

Klangschalen

Während einer Reise durch Thailand. Ich hatte es zuvor bereits einmal in Deutschland ausprobiert, jedoch ohne merklichen Effekt. In Thailand haben dann scheinbar die äußeren Umstände gepasst. In dem Moment war mir klar: Mein Leben ändert sich. Ich habe meine Begeisterungsfähigkeit wieder gefunden.

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und muss immer alles in der Tiefe verstehen. Deshalb habe ich mich die letzten Jahre sehr tief in das Thema Klang und Entspannung eingearbeitet. Ich wollte wissen: Wie wirkt Klang und welche Faktoren beeinflussen die Entspannung? So ist meine eigene Sound Bath Ausbildung entstanden – mit angewandtem Wissen aus den Bereichen Neurobiologie, Nervensystemarbeit und Traumasensibilität – denn Klang wirkt nicht isoliert, sondern wird davon beeinflusst, wie wir den Erfahrungsraum gestalten, den wir für andere Menschen öffnen.

Wie bist Du zur GLS Bank gekommen?

Durch meinen Vater, der Politik studiert hat und u. a. bei Finanzwende und Greenpeace aktiv war. Er hat mir und meiner Zwillingsschwester früh das Bewusstsein für die Auswirkungen unserer finanziellen Entscheidungen mitgegeben. Das genossenschaftliche System überzeugt mich, mit den Mitgliedsanteilen kann ich einfach noch mehr bewirken.

Wie stehst Du allgemein zum Thema Finanzen?

Ein guter Überblick über meine Finanzen ist mir sehr wichtig, ich plane meine Ein- und Ausgaben und denke strategisch. In meiner Branche machen viele Menschen ihren Job aus Leidenschaft und scheitern letztlich am Businessplan. Das ist schade und muss nicht sein. Insbesondere für Frauen ist Finanzbildung ein wichtiges Thema, hier bietet die GLS Bank ja bereits gute Webinare und sogar einen eigenen Newsletter an.

Hast Du einen Wunsch für unsere Gesellschaft?

Ich habe zwei große Wünsche. Zum einen, dass sich unsere Arbeitsstruktur ändert. Ich bin ein großer Fan von alternativen Modellen mit Freiwilligenarbeit und Grundeinkommen. Die 40-Stunden-Woche empfinde ich als veraltet. Zweitens hoffe ich, dass sich die Menschen mehr Zeit zum Innehalten, für das Miteinander und für die Natur nehmen. Die beiden Wünsche hängen auch zusammen, denn wenn sich die Struktur nicht ändert, wird letzteres schwierig.

Was kann die GLS Bank besser machen?

Aus der Perspektive als Selbstständige wünsche ich mir sehnlichst die Möglichkeit, mehrere Unterkonten einrichten zu können. Sonst bin ich sehr zufrieden.

Mach’s wie Annika!

Annika List ist eines von aktuell knapp 154.000 Mitgliedern (Stand 31.12.2025), die mit ihren Genossenschaftsanteilen das Bankgeschäft tragen. Das Geld unserer Kund*innen können wir nach Vorgabe der Bankenaufsicht BaFin nur als Kredite vergeben, wenn wir genug Eigenkapital vorweisen können. Jeder Anteil ermöglicht einen neuen Kredit in mindestens siebenfacher Höhe. Deshalb sind die GLS Bank Anteile die wirkungsvollste Anlagemöglichkeit: Bis zu 3 Prozent Dividende sind möglich. Als Eigentümer*innen der Bank bestimmen Mitglieder zudem mit und genießen spezielle Konditionen.

Illustration mit einer Faust, die von den europäischen Sternen umkreist wird mit dem Logo Wero darüber
Loring Sittler
Eine junge Frau sitzt am Schreibtisch und kalkuliert ihre Finanzen.
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