Archivbeitrag

Studie zum Carbon Footprint von Kapitalanlagen

Erstmals hat eine Studie den Zusammenhang zwischen Treibhausgasemissionen und Kapitalanlagen genau untersucht und dazu nachhaltige mit konventionellen Produkten verglichen. Das Ergebnis: Private Anleger können ihren ökologischen „Fußabdruck“ durch die Wahl klimafreundlicher und nachhaltiger Geldanlagen um durchschnittlich 42% senken!

Was bisher nur geschätzt werden konnte, ist jetzt mit Zahlen belegt: Durch nachhaltige Geldanlagen können private Anleger ihre CO2-Bilanz deutlich senken. Die heute veröffentlichte  Studie „Der Carbon Footprint von Kapitalanlagen“ gibt an, dass die konventionelle private Kapitalanlage in einem erheblichen Maß mit Treibhausgasemissionen verknüpft ist. Pro 10.000 investierten Euro werden derzeit Treibhausgasemissionen in Höhe von 5 Tonnen mitfinanziert, so die Studie. Durch eine entsprechende Umschichtung ergibt sich hingegen für das gesamte Anlageportfolio ein durchschnittliches Reduktionspotential  von 42%.

Verglichen wurden auch das Tagesgeldkonto sowie die Spar- und Termineinlagen der GLS Bank mit konventionellen Produkten. Das Ergebnis: Bei Sparangeboten der GLS Bank entstehen 67% weniger Treibhausgasemissionen!

Die Studie wurde vom Bundesumweltministerium  in Auftrag gegeben und von adelphi erstellt, einem der führenden Institute für Politikanalyse und Strategieberatung. Sie vergleicht die Treibhausgasintensität eines durchschnittlichen deutschen Anlageportfolios mit einem entsprechenden klimafreundlichen Portfolio. Untersucht wurden Spareinlagen, Anleihen, Unternehmensbeteiligungen sowie Aktien und Rentenfonds.
Die Untersuchung zeigt auch, dass Klimaschutz und Finanzdienstleistungen in engem Zusammenhang stehen . Künftig sind in Deutschland jährlich mehr als 30 Milliarden Euro zusätzliche Investitionen notwendig, um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen. Für die Bereitstellung dieses Kapitals sorgt zu einem großen Teil die Finanzwirtschaft. Insofern kommt ihr und damit jedem Geldanleger eine Schlüsselrolle zu.

Interessant ist an der Untersuchung zudem, dass sie erstmals die extrafinanzielle Performance von Geldanlagen misst. Bisher basiert die Entscheidungsgrundlage der Anleger lediglich auf finanziellen Standardmaßzahlen.

Hinweis zur Einordnung

Zum 27.09.2026 ist die EmpCo, eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbrauchertransparenz in Kraft getreten. EmpCo verpflichtet Unternehmen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen klar, belegbar und überprüfbar zu formulieren, um Greenwashing zu erschweren. Dieser Beitrag, wurde vor dem Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie veröffentlicht und erfüllt daher u.U. nicht die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.

Die GLS Bank wurde 1974 mit dem Impuls gegründet, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Wirtschaftsweise mitzugestalten. Dass durch die EmpCo-Richtlinie transparente Formulierungen in Bezug auf Umweltaussagen für alle Unternehmen verpflichtend werden, begrüßen wir sehr.

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